Gewalt verpönt

Sroub zieht den sanften Aufstieg der Hau-Ruck-Variante vor

CONCORDIA ALBACHTEN • Seit Mohammed Sroub vor knapp dreieinhalb Jahren das Amt des Spielertrainers an der Hohen Geist übernahm, spielt die Concordia regelmäßig weit oben in der Kreisliga A1 mit. Mit dem 38-Jährigen erörterten wir, warum es nie für ganz oben reicht.
Herr Sroub, warum spielte Albachten am letzten Spieltag der letzten Jahre nie mehr um die Meisterschaft mit?
Sroub: Weil wir immer die entscheidenden Spiele verlieren. Da fehlt uns dann die Erfahrung. Wir machen die Tore einfach nicht. Beste Beispiele dafür waren die Spiele gegen Borussia und Hiltrup III in den letzten Wochen.
Ist die Concordia also einfach nicht reif aufzusteigen? Oder wollen Mannschaft und Verein vielleicht gar nicht rauf?
Sroub: Wir wollen nicht mit Gewalt rauf, da sind sich Mannschaft und Verein einig. Ich möchte so viele junge Albachtener Spieler wie möglich in die Mannschaft integrieren. Darum hole ich keine sogenannten Granaten nach Albachten. Man sieht ja an Greven und Sprakel, dass Erfolg nicht planbar ist.
Was müsste sich im Verein denn ändern, um am Ende mal ganz oben zu landen?
Sroub: Die Infrastruktur im Verein ist momentan noch zu dünn, um kurzfristig eine Bezirksliga-Mannschaft zu haben. Es kommen zu wenige A-Junioren in die erste Mannschaft nach, auch weil sie oft schon nach der U17 in andere ambitioniertere Vereine wechseln. Außerdem ist der Abstand zwischen der ersten Mannschaft und der zweiten in der C-Kreisliga zu groß.
Im vierten Jahr sind Sie nun schon Spielertrainer in Albachten. Wie groß ist denn Ihr persönlicher Wunsch aufzusteigen?
Sroub: Natürlich möchte ich mit dem Team aufsteigen. Seit ich hier Trainer bin, spielen wir oben mit. Ich sehe aber meine Aufgaben eher in der Arbeit mit den jungen Leuten.
Haben Sie denn schon mal ernsthaft über einen Wechsel zu einem Verein, in dem ambitionierter gearbeitet werden kann, nachgedacht?
Sroub: Ich hatte ja schon einige Anfragen von anderen Vereinen, als Spielertrainer zu arbeiten. Ich fühle mich aber in Albachten wohl. Außerdem war ich nie ein Spieler, der schnell den Verein wechselt. Da wo ich bin, versuche ich Erfolg zu haben.
Wo landet Ihre Concordia denn am Ende dieser Saison, und wer wird vor Euch Meister?
Sroub: Die Konkurrenz in der A-Liga ist groß. Ich hoffe, wir landen am Ende zwischen Rang zwei und vier. Ich denke, Greven wird noch an die Borussia herankommen. Ich bin ja jemand, der offensiven Fußball liebt, darum glaube ich nicht, dass Nienberge noch um den Aufstieg mitspielt.
Interview: Lars Johann-Krone

Drei Punkte waren eingeplant

Hiltrup macht Albachten aber einen Strich durch die Rechnung

Albachten - Hiltrup III • Die drei Punkte gegen den Aufsteiger TuS Hiltrup III hatte man auf Albachtener Seite eigentlich schon sicher eingeplant. Am Ende wurde es aber nur einer, weil sich Hiltrup ein 2:2 (2:1) erspielte.
Weil Ali Boussouf in der Abwehr und Hisham Kababo im Sturm fehlten, musste Concorden-Trainer Mohammed Sroub umstellen. Seinem Team fehlte aber die nötige Laufbereitschaft. Auf der anderen Seite machten die Hiltruper ein effektives Spiel und hätten in der zweiten Hälfte mit Hilfe einiger Konter sogar noch den Sieg erringen können. Mohammed Abdi (19.) und Paul Nienhaus (31.) stellten Albachtens Führung durch Stanislav Stoev (9.) auf den Kopf. Concorde Kebir Houida gelang nur noch der Ausgleich (56.). In der Schlussphase hatte der TuS gegen weit aufgerückte Albachtener noch einige gefährliche Kontergelegenheiten, nutzte sie aber nicht. • Ijk