Simo eröffnet die Möglichkeiten

Mohammed Sroub ist ganz Concordianer / Wiedersehen der 95er-Triumphatoren

Münster • Jetzt kann man auch in der Halle Berg Fidel sehen, welche Möglichkeiten Concordia Albachten unter Mohammed Sroub hat. Der Spielertrainer des Tabellenvierten der Kreisliga A1 hat erstmals fast alle Fußballer an Bord; und nachdem in den beiden Vorjahren jeweils in der Vorrunde Endstation war, kamen die Albachtener nun mit neun Punkten weiter und „wollen schon in die Endrunde", legt sich Sroub fest.
Der 36-Jährige blieb gleich zum Vorrundenauftakt Sieger im Duell der Triumphatoren von 1995, als Albachten den Titelverteidiger SC Preußen unter Holger Hemsing 2:1 „auch verdient" schlug, wie Sroub betont. Der gebürtige Marokkaner und Hemsing hatten vor fast elf Jahren die Stadtauswahl zu ihrem ersten Sieg beim Hallenturnier des SC Preußen in der Halle Münsterland geführt. Sroub hatte sowohl beim 3:1 im Halbfinale gegen den SCP als auch - mit der Hacke - beim finalen 3:1 über Bundesligist MSV Duisburg getroffen.
Sroub war zuvor bei seiner Stadtmeisterschafts-Premiere Dritter mit dem von Tono Mengelmann trainierten l.-FC Gievenbeck geworden. Höher hinaus ging es in Berg Fidel nicht mehr. Sroub, ein Amasir aus Kenitra, also einer vom ältesten nordafrikanischen Volk, dribbelte sieben Jahre lang für Davaria Davensberg und dann wegen eines Adduktoren- und Hüftproblems ein Jahr überhaupt nicht, ehe ihn sein Ex-Mitspieler Hubert Fuchs nach Albachten lotste. „Simo", wie ihn alle rufen, die seinen korrekt „Simohammed" ausgesprochenen Vornamen abkürzen, glaubt, dass „alles machbar" sei in seiner dritten Saison in Albachten. Der umsichtige Techniker ist längst ganz Concordianer. „Ich identifiziere mich mit diesem Verein und möchte ihn positiv darstellen. Concordia ist ja schon attraktiv geworden", freut er sich über Zugang Daniel Thihatmar.
Erstmals trainierte Sroubs homogene Elf vor der Stadtmeisterschaft in der Halle, auch ohne die knieverletzten Kibir Houida und Reinhard Weitkamp überzeugte der Klub, der vor zehn Jahren letztmals in der Endrunde stand. Und dank Sroub, der gestern dreimal traf und die taktische Disziplin hoch hielt, steht Albachten der Weg zur dritten Endrundenteilnahme offen. • Michael Spandern