12.09.2002

Bau wird nicht vorgezogen

SPD: „Dreifachhalle schon jetzt erstellen" / CDU lehnt den Antrag ab

Albachten • Die politischen Gemüter erhitzen sich, wenn es um die geplante Dreifachhalle in Albachten geht. So geschehen auch in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West.
Als eine entsprechende Vorlage zur Diskussion stand (hier ging es um alternative Finanzierungsmodelle und Planungskonzepte der Sporthallen in Albachten, Hiltrup und Gremmendorf), beantragte Manfred Rösmann, Fraktionsvorsitzender der SPD, die Albachtener Sporthalle aus diesem Konzept „herauszubrechen" und den Bau der Dreifachhalle auf das Jahr 2003 vorzuziehen. Damit untermauerte er die Haltung der SPD, die schon in den Etatberatungen vor über einem halben Jahr die zügige Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen (Dreifachhalle, Kindergarten und Haus der Begegnung) gefordert hatte.
„Die Bürger, die nach Albachten kommen, finanzieren diese Dreifachhalle über den Investor WGZ. Das Geld ist da und wir könnten eigentlich anfangen zu bauen. Diese Vorlage bedeutet allerdings eine Verzögerung für Albachten", kritisierte Rösmann.
Zudem war der optische Eindruck, den die Dreifachhalle in Zukunft haben wird, Rösmann ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund schlug er vor, die Halle in den Boden zu versetzen, damit sich das Gebäude besser an die Umgebung anpassen könne: „Ansonsten entsteht meiner Ansicht nach ein zu massiver Baukörper." Mit seinen Vorschlägen stieß Rösmann aber auf wenig Gegenliebe bei seinen politischen Gegnern. Wilfried Teuteberg von der CDU sprach sich dagegen aus, die Albachtener Halle aus der Vorlage zu streichen und separat zu behandeln: „Wir haben das schon ausgiebig diskutiert. Der Bebauungsplan steht noch nicht und das Lärmgutachten liegt auch noch nicht vor." Teuteberg vertrat die Auffassung, dass der Bau des Projekts durch ein Vorziehen aufgrund von planerischen Aspekten auch teurer werde.
„Uns geht es auch darum, dass es zügig voran geht", verdeutlichte Teuteberg. Man könne diese Maßnahme aber nicht vorziehen, da die zu schaffenden Infrastrukturmaßnahmen als Gesamtprojekt zu sehen seien: „Wir können nicht das Geld schon jetzt ausgeben und nachher sind für die anderen Maßnahmen keine finanziellen Mittel mehr vorhanden." Teuteberg sprach sich auch gegen den Vorschlag Rösmanns aus, die Halle in dei Boden zu versetzen: „Das kostet erstens mehr Geld. Zuden wird der Bau nicht so massiv erscheinen wie befürchtet. Er wird der Umgebung angepasst und durch weitere bauliche Maßnahmen dem Umfeld angeglichen.
Der Änderungsantrag der SPD wurde schließlich abgelehnt. • KBÖ