27.12.2001 
Stadtmeisterschaften
A-Ligisten trumpfen mächtig auf
Spannung in Vorrunde B: Treffer in letzter Sekunde lässt Albachten jubeln
Von Heiner Gerull • Münster. • Einer missratenen Generalprobe folgt eine gelungene Premiere. Auch im Fußball muss etwas dran sein an diesem Leitsatz. Jedenfalls machten einige Teams gestern zum Auftakt der 25. Hallenmeisterschaften diese Erfahrung. Zum Beispiel der l.FC Gievenbeck. Noch am Freitag wähnte sich der Landesligist auf Grund des Sieges beim Alverskirchener Indoor-Festivals bestens gerüstet für das große Spektakel in der Halle Berg Fidel. Doch es gab ein böses Erwachen für den ausrichtenden Verein. Nach Niederlagen gegen Grün-Weiß Amelsbüren und Concordia Albachten schied der Mitfavorit sang- und klanglos aus und musste den unterklassigen Klubs den Vortritt lassen. Genau umgekehrt lief es bei Gievenbecks Gruppengegner Concordia Albachten. Beim Turnier um den Heinemann-Cup vor wenigen Tagen war mit dem A-Ligist kein Staat zu machen. Ohne Punkt "und ohne Treffer mussten die Albachtener vorzeitig die Segel streichen. Gestern lief es dafür wesentlich besser. "Wir wollten zeigen, dass wir es auch in der Halle besser können. Dass wir sogar in unserer Gruppe Erster werden, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet" , freute sich Olaf "Fleming" Resesky. Gemeinsam hatten er und sein Teamgefährte Matthias Jungkamp die richtigen Maßnahmen getroffen, um sich für das 25. Turnier um die Stadtmeisterschaft einzustimmen. "Wir haben genau mit den Akteuren gespielt, die zuletzt so enttäuscht haben. Ich denke, unser Weiterkommen war das Ergebnis einer disziplinierten Leistung", brachte Resesky seine Einschätzung auf den Punkt. Concordia Albachten erwischte einen Start nach Maß durch eine Treffer von Resesky mit 1:0 gegen Liga-Konkurrent GW Amelsbüren. Nach der 0:2-Niederlage gegen den VfL Wolbeck reduzierten sich die Chancen auf ein Weiterkommen. Doch in der entscheidenden Partie gegen den FC Gievenbeck zeigte der Außenseiter eine couragierte Leistung, die schließlich noch belohnt wurde. Wie dicht Glück und Pech beieinander lagen, offenbarte sich in diesem Spiel. Der Siegtreffer zum 2:1 gegen den FC Gievenbeck fiel erst in der letzten Sekunde durch einen von Resesky verwandelten Hand-Strafstoß. Wäre es beim 1:1 geblieben, dann wäre Concordia nicht Gruppenerster, sondern Gruppenletzter gewesen. Und der l.FC Gievenbeck wäre nicht auf Platz vier, sondern als Gruppensieger in die Zwischenrunde eingezogen. Noch souveräner als die Albachtener entledigten sich der ESV und Teutonia Münster ihrer Aufgaben. Drei Spiele, drei Siege - das ist der vorzügliche Bilanz des vermeintlichen Außenseiter. Keine Frage - mit den beiden ehrgeizigen A-Ligisten ist auch im weiteren verlauf des Turniers zu rechnen. In Gruppe D setzte sich mit dem SC Sprakel schließlich auch ein Bezirksligist als Gruppenerster durch.
| © Concordia Albachten | Autor: Hubert Rehne Hubert.Rehne@t-online.de |
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