27.09.2001
"Flemming" startet durch
Fußball: Stürmer Olaf Resesky erzielt für seinen neuen Klub elf Tore in sechs Spielen
Münster •
"Einen Stürmer misst man an seinen Toren."
Diesem Maßstab stellt sich in diesen Wochen einer ganz besonders
selbstbewusst: Olaf Resesky, Angreifer in Diensten
von Concordia Albachten, erzielte in den ersten sechs Spielen elf (!) Tore. Das kuriose
dabei: Der 30-Jährige hat bislang noch nie (außer in der Kreisliga C) mehr als zehn
Treffer in einer kompletten Saison verzeichnet.
Resesky war stets ein Spieler, der zwar immer wieder in
den Statistiken als Torschütze auftauchte, doch eher dafür
bekannt war, dass er ein treues Mitglied des SC Sprakel war,
denn ein treffsicherer Schütze. In Sprakel handelte er sich
auch seinen Spitznamen "Flemming" ein, der unter
Fußballern inzwischen weitläufiger bekannt ist, als sein
richtiger Name. Diesen Namen "verdankt" Resesky dem ehemaligen Stürmer von Borussia
Dortmund, Flemming Povisen. Der Däne spielte einige Jahre ohne
durchschlagenden Erfolg, auch wenn er in der Vorbereitung immer
wieder traf. "In Anlehnung an ihn verpasste man mir meinen
Spitznamen, den ich bis heute trage", ist Resesky kein bisschen pikiert darüber.
Vielmehr freut er sich, dass es endlich läuft. Über den Kontakt zu Volker Oshege gelangte
der gebürtige Kinderhauser an die Hohe Geist nach Albachten. Und hier blüht er
offensichtlich richtig auf. "Olaf ist für uns genau der Typ Stürmer,
den wir gesucht haben", ist Concordias Trainer Eckart
Streb natürlich angetan von seinem Neuzugang, "mit Burkard Gerull an seiner Seite
bildet er ein gutes Stürmerpaar." Hinter diesen beiden steht im
Mittelfeld auch noch Michael Pfitzner, der ebenfalls in dieser
Saison vom TuS Hiltrup aus der Bezirksliga kam.
Die Gründe für sein plötzliches Aulblühen sind für Resesky selbst nicht ganz
greifbar. "Sicher liegt mir die offensive Spielweise meines jetzigen Klubs mehr,
als die eher defensiv orientierte in Sprakel", mutmaßt der gelernte
Raumausstatter, für den auch das kameradschaftliche Umfeld in der Truppe optimal ist.
"Ich hatte ein Probetraining mitgemacht und mir war klar,
dass ich bleiben würde."
Als Typ entspricht Resesky eher einem echten "Knipser".
So beschreiben ihn Streb und sein Ex-Coach Uwe Pieper
(SCS) als "einen sehr athletischen Spieler, der sich in den
Zweikämpfen gut durchsetzen kann." Auch menschlich wird
er als umgänglich und Gute-Laune-Charakter bezeichnet -
außer es läuft nicht auf dem Platz. "Dann bin ich schnell
sehr emotional und tue dies auch lautstark kund", grinst
Resesky. Doch das -ist zurzeit wohl eher selten nötig.
• Andreas Teipel
| © Concordia Albachten | Autor: Hubert Rehne Hubert.Rehne@t-online.de |
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