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I n h a l t In großer Freude verließen im August 1955 ca. 25 fußballbegeisterte männliche Jugendliche - Damenfußball wurde damals nicht einmal für möglich gehalten - einen Kellerraum der Volksschule Albachten. Die Gründung eines Fußballvereins war geschafft. Albachten zählte fortan nicht mehr zu den sehr wenigen Gemeinden des Münsterlandes, die ohne Vereinsfußball leben mussten. Und "Concordia (Eintracht) soll der Verein heißen", so beschoß die Versammlung im Keller.
Während alle Jugendlichen - die Erwachsenen waren "ausgeschlossen" - in ihrer Begeisterung
für den Fußballsport in der Gründung eines Vereins übereinstimmten, der vor allem Fußball
betreiben sollte, so waren sie bei der Suche nach einem Vereinsnamen sehr zerstritten.
Ein kurzer geschichtlicher Rückblick wird die Diskussionen um den Vereinsnamen und den "Ausschluß" der Erwachsenen verständlich machen. Vereinssport in Albachten vor 1955 In Albachten wurde im Sommer 1930 der erste Sportverein gegründet. Er trug den Namen
"D J K Siegfried". Der Verein hatte laut Satzung die Aufgabe, "in der Entfaltung eines
kraftvollen und frohen Sportlebens die allseitige körperliche Durchbildung und die rechte
sportliche Haltung zu erzielen, unter gleichzeitiger Förderung der religiösen Haltung und
sittlichen Charakterbildung". Bezüglich der Pflichten hieß es: "Jedes Mitglied ist
verpflichtet, die religiösen Pflichten zu erfüllen und am kirchlichen Leben teilzunehmen,
in allem katholische Haltung zu zeigen, auf dem Sportplatz wie im Beruf, in der Familie und
im öffentlichen Leben hilfsbereit in den Dienst des Nächsten zu treten, wo immer
es not tut." Gewiß, hohe Ziele und Aufgaben, die sich die DJK
setzte, und sie forderten die Maßnahmen der Nationalsozialisten
gegen den Verein später geradezu heraus. Zunächst aber fand er
in der Gemeinde großen Zuspruch, und er zählte bald über 100
Mitglieder. - In der Gemeinde lebten damals ca. 890 Bürger -!
Von den Mitgliedern spielten die meisten Fußball.
Bis zum Jahre 1947 ruhte hier im Sport das Vereinsleben.
Doch in jenem Jahre schlossen sich Fußballanhänger, die z. T. erst
kurze Zeit zuvor aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt
waren, in dem Sportverein "Rot - Weiß" zusammen. Das "Aus" zwischen 1951 und 1955 Die Auflösung von "Rot - Weiß" bedeutete:
Keine Rundenspiele! Keine Meisterschaftsspiele! Kein Training!
Weniger Geselligkeit! Tiefe Enttäuschung! Die Fußballbegeisterung
jedoch war nicht gebrochen. Die Fußballer vereinbarten u.a.
Freundschaftsspiele "Bahn gegen Dorf" und zwischen Jugendgruppen,
um so der "herrlichsten Nebensache der Welt" weiter nachgehen zu können.
Die Westf. Nachrichten berichteten am 14. 4. 1953 von solch
einem "Freundschaftsspiel": Die ungewöhnlich zahlreichen "Ausbälle" und der Spielabbruch zeigen deutlich das damalige "Aus" des Fußballsports in Albachten. Im Oktober 1953 wurde der Versuch unternommen, einen neuen Sportverein ins Leben zu rufen. Dieser Versuch aber scheiterte. Zu der "Gründungsversammlung" erschienen fast ausschließlich junge Interessenten, die immer wieder auf die Gründung eines Fußballvereins, auf die Teilnahme an den Meisterschaftsspielen drängten. Die wenigen anwesenden Erwachsenen aber glaubten, diesem Drängen nicht entsprechen zu können. Sie forderten, den Körper durch Turnen und Leichtathletik zu trainieren, um ihn stark und widerstandsfähig zu machen. So ging die Versammlung ergebnislos auseinander. Im November des gleichen Jahres kam es zu einer weiteren Zusammenkunft. Die Jugend war sehr gut, die ältere Generation war wiederum nur äußerst schwach vertreten. Die gegensätzlichen Auffassungen ließen sich auch dieses Mal nicht überbrücken. Ein kleiner Fortschritt wurde dennoch erzielt, indem man beschloß, einen künftigen Verein "DJK Siegfried" zu nennen. Außerdem wurden Hauptlehrer Niehues und Josef Tebbe gebeten, eine Gründungsversammlung für das Frühjahr 1954 und einen Sportbetrieb vorzubereiten. Es folgten Monate des Beharrens und der Uneinigkeit. Die geplante Vereinsgründung fand nicht statt! Der August 1955 brachte endlich die Wende und den ersehnten Fußballverein. Die Jugendlichen Günter Hösker, Josef Lepold, Helmut Müsker und Norbert Espenkott ergriffen die Initiative und luden nur die sportinteressierten Altersgenossen ein. Die Ergebnisse: Die Geburtsstunde der DJK Concordia Albachten und der Anschluß an den DJK Zentralverband, der damals ausserhalb des Westdeutschen Fußballverbandes einen eigenständigen Spielbetrieb unterhielt. Mit dem Namen "Concordia" (Eintracht) wollte die Versammlungsmehrheit ihren Protest gegen das Verhalten der Erwachsenen ausdrücken und sich von den unerfreulichen Erfahrungen der vergangenen Jahre lösen. Günter Hösker als Sprecher des Vereins, Josef Lepold als Fußballobmann - für ein Jahr auch Kreisfußballobmann - und Helmut Müsker als Schriftführer übernahmen die Funktionen eines Vorstandes und leisteten bis zum Januar 1957 die Hauptarbeit beim Aufbau des Vereins und bei der Vorbereitung sowie Durchführung des Spielbetriebes. Der Kreispräses, Vikar Werres aus Bösensell - 1962 zudem Pfarrverwalter der Gemeinde Albachten - unterstützte die Jugendlichen in ihrer Arbeit. Die Generalversammlung vom 25.1.1957 löste die bisherige Vereinsführung durch folgenden Vorstand ab:
Im Jubiläumsjahr 1975 wurden auf der Generalversammlung Adolf Schulze Blasum und Heinz Brautmeier zu Ehrenvorsitzenden gewählt. Ausserdem bedankte sich der Verein bei ihnen und bei Elisabeth Häckel, Josef Espenkott, Helmut Müsker und Norbert Espenkott für "langjährige verdienstvolle Vereinsarbeit" mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel. Ab 1974 leitet Günter Schulze Blasum die DJK Concordia, die damals schon mit ca. 550 aktiven Mitgliedern der größte Verein in dem vereinsreichen Stadtteil Albachten war. Im Jahre 1985 setzte sich dann der Vereinsvorstand wie folgt zusammen:
Der Sportverein gliederte sich damals in folgende Abteilungen:
Im Nov. 1953 mußte sich der Gemeinderat mit einem Ärgernis befassen, das die MZ am 12. 11. so beschrieb: "Ein Ärgernis", besonders für die sporttreibende Jugend, bilden die Gänse und Schafe, die auf dem Sportplatz weiden. Der Platz ist derartig mit Kot verschmutzt, daß das Spielen auf dem Platz keine Freude ist. Dieser Übelstand wurde auch auf der Gemeinderatssitzung erwähnt. Man beschloß, ab sofort zu verbieten, daß irgendwelche Tiere auf dem Sportplatz weiden. ..." |
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Der Sportplatz bot weder Umkleidemöglichkeiten noch eine Waschgelegenheit.
Der Vereinswirt Sontheimer half freundlicherweise aus.
In einem kleinen Verschlag eines alten Anbaus (Geräteschuppen) fanden die Sportler Bänke,
um die Kleidung ablegen zu können, und vor allem aber eine Kaltwasserzapfstelle zum Waschen.
Heizung? Fehlanzeige! Aber, man war zufrieden! Damals!
Ein riesengroßer Fortschritt tat sich den Fußballspielern auf, als ihnen der Umkleide - und der Duschraum der Volksschule geöffnet wurden. Ein Sprung ins Lehrschwimmbecken, das neben dem Duschraum liegt, war dann nach den Schlammschlachten auf dem "Acker" ein tolles Erlebnis. |
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Der ziemlich tief gelegene Sportplatz hatte bis 1961 keine
Dränage. Nach vielen Spielen glich er wirklich einem durchstampften,
schlechtbearbeiteten Acker, bei dem der Landwirt das
Unkraut nur z. T. hat unterpflügen können. 1960 wurde im Rat
der Gemeinde die Frage gestellt, "ob der Fußball auf dem Platz
noch gestattet werden solle, da er fast unbespielbar sei".
Die Concorden sorgten 1961 unter finanzieller Mithilfe der Gemeinde in Eigenleistung für eine Dränage und damit für eine Verbesserung der Platzverhältnisse. |
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Der "Fußball" ist das auf der Welt am meisten verbreitete Kampfspiel, und er findet von allen Sportarten in der öffentlichkeit das größte Interesse. Für viele Vereine ist darum die Fußballabteilung ein "Aushängeschild", dessen Aussagen am stärksten beachtet werden.
In Albachten war dieses Schild in den ersten 25 Jahren nicht immer mit Lorbeeren und Blumen geschmückt. Markant wurde das "Auf und Ab" bis dahin in den Jubiläumsjahren.
Zu jener Zeit nahmen 9 Mannschaften an der Meisterschaftsrunde teil.
DJK Mecklenbeck, Roxel, Schapdetten und Albachten
stellten je zwei Mannschaften, aus Bösensell kam eine Mannschaft.
Die Reservemannschaften kämpften mit den 1. Mannschaften
um die Meisterschaft. Im Herbst 1957 erreichte unsere "Zweite"
einen 3. Platz. Sie stand in der Tabelle damit noch vor den 1.
Mannschaften aus Roxel und Mecklenbeck.
Die zweite Spielserie 1957/58 wurde nicht mehr abgewickelt.
Roxel und Schapdetten schieden aus - DJK Lüdinghausen hatte
den Kreisverband schon früher verlassen - und so konnte ein sinnvoller
Spielbetrieb nicht weitergeführt werden. Außerdem gab es
auch keine Aufstiegschancen. Aus diesen Gründen trat unser
Verein 1958 zum DJK Hauptverband über, der dem Fußball -
und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) angeschlossen ist.
Die beiden DJK Verbände vereinigten sich 1961 auf Diözesanebene zu einem Verband!
Im FLVW bewiesen unsere Fußballspieler dann, daß ihre bisherigen
"großartigen" Erfolge nicht auf der schwachen Besetzung
der Meisterschaftsrunde beruhten. Am Schluß der Saison 1958/59
stieg die 1. Mannschaft als Tabellenzweiter aus der 3. in die
2. Kreisklasse auf, und im zweiten Spieljahr erreichte sie wiederum
als Vizemeister den Sprung in die 1. Kreisklasse!
Das bedeutet für den Verein: 5 Jahre Fußball - 5 Jahre Meisterschaftsehren!
Entstehung der Alte Herren Fußballabteilung
Als im Frühjahr 1962 eine Mitgliederversammlung anberaumt wurde, klagte man über zuwenig passive Mitglieder. Heinrich Eggemann erklärte sich bereit, dem Verein zu helfen, um mehr Geld in die Kassen zu bekommen. Die Parole hieß: "Mit fünf Mark bist du dabei!" So zog er, Tag für Tag, Woche für Woche, los und sammelte und sorgte für neue Mitglieder. Es funktionierte großartig. Fast jede 3-te Familie hatte für den Verein was übrig. Damals war Albachten knapp 1500 Einwohner stark. Im zweiten Jahr seiner Kassierertätigkeit kam Eggemann nach soviel Zuspruch für den Vereien die Idee, eine "Alte Herren Mannschaft" aufzubauen, die die Vorspiele zur Ersten Mannschaft bestreiten sollte. Die als Jux-Mannschaft zusammen gesuchten Spieler hatten ein Alter zwischen 35 und 80 Jahren. Leute wie, Theo Bußmann, Ferdi Lenfers, Felix Tebbe, Franz Frieling, Anton Dresemann, G. Peterknecht, Paul Gausepohl, Heinz Reckmann, Paul Wessing, Heinrich Kleingräber, Paul Storp gehörten zu den Mannen der ersten Stunde. Die Aufstellung war einfach. Es ging: "Bahn gegen Dorf", 15 gegen 15, 2 im Tor, 3 in der Verteidigung 4 in der Läuferreihe und 6 im Sturm. Auf dem Sportplatz, damals hinter der Tankstelle, machte der Pastor Langenbring den Anstoss und spendete am Schluss des Spiels (das 3:3 endete) 2 Runden Bier im Vereinslokal Sontheimer. Bis zur Gründung der heutigen Altherrenabteilung im Jahre 1965 wurde diese Gaudi noch 2 mal ausgetragen. jedes mal kamen viele Zuschauer und wir hatten 'nen Beutel voller Geld. Es wurde großen Wert auf eine gute Kammeradschaft in dieser neuen Abteilung des Sportvereins gelegt. Freundschaften mit anderen Vereinen wurden gepflegt, wie Bösensell, Appelhülsen, Rödder, Roxel, Albersloh, Wuppertal und Iserlohn. Mit Iserlohn zusammen gab es mal ein Spanferkelessen auf dem Hof von Heinrich Eggemann, was keiner so schnell vergessen wird. Ein Schützenfest wurde veranstaltet. Friedhelm Kleinhölter wurde damals König. Wolfgang Schöppner machte häufig die Musik bei unseren Festlichkeiten.Hier die Erfolge unserer Volleyball-Damen:
| Saison | Spielklasse | Trainer | Platzierung |
|---|---|---|---|
| Aug. 1991 | Gründung | Sigrun Niehues | |
| 1993/1994 | weibl. B-Jugend | Eva Schweikert | letzter Platz |
| 1994/1995 | weibl. A-Jugend | Nikolai Prang | letzter Platz |
| 1995/1996 | weibl. B- und A-Jugend | Nikolai Prang | 2 x 3. Platz |
| 1996/1997 | weibl. A-Jugend und Damen Kreisliga | Nikolai Prang | 2. und 4. Platz |
| 1997/1998 | weibl. A-Jugend und Damen Kreisliga | Nikolai Prang | 2 x 1. Platz |
| 1998/1999 | Damen Bezirksklasse | Nikolai Prang | 4. Platz |
| 1999/2000 | Damen Bezirksklasse | Nikolai Prang | 1. Platz |
| 2000/2001 | Damen Bezirksliga | Nikolai Prang | 3. Platz |
| 2001/2002 | Damen Bezirksliga | Nikolai Prang | 1. Platz |
| 2002/2003 | Damen Landeliga | Nikolai Prang | 6. Platz |
| 2003/2004 | Damen Landesliga | Nikolai Prang | 6. Platz |
| 2004/2005 | Damen Landesliga | Phong Lam | 1. Platz Aufstieg in die Verbandsliga |
| 2005/2006 | Damen I Verbandsliga Damen II Kreisliga | Phong Lam Holger Düsterhöft | Abstieg in die Landesliga Aufstieg in die Bezirksklasse |
| 2006/2007 | Damen I Landesliga Damen II Bezirksklasse | Sigrun Klingeberg Holger Düsterhöft | Abstieg Abstieg |
| 2007/2008 | Damen Kreisliga | Ronja Rehhahn | |
| 2008/2009 | Damen Kreisliga | Matthias Warnck | |
| 2009/2010 | Damen Kreisliga/Spielgem. mit Mecklenbeck | Anatoli Nam/Silke Cors |
Die Chronik ist noch unvollständig und wird zum gegebenen Zeitpunkt fortgeführt.