Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

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Der überforderte Frieden

Januar 4th, 2019 · Keine Kommentare

Mittwoch, 6. Februar 2019, 19:00 Uhr
Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48145 Münster

Prof. Dr. Jörn Leonhard

Der überforderte Frieden

Versailles und die Welt 1918 bis 1923

Mittwochsgespräch Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Massenkrieg. Je länger er dauerte, desto mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten, und desto rasanter entwertete er das Wissen der Politiker. Wie kamen Menschen, Gesellschaften und Staaten 1918 aus dem Krieg? Was für Vorstellungen verbanden sie mit dem Frieden und dem Versprechen einer neuen Ordnung? Wie verändert sich unser Verständnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts, wenn wir nach dem globalen Charakter des Nachkriegs fragen? Was bedeutete diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts?

Meisterhaft und mit dem Blick für die globalen Zusammenhänge erzählt Jörn Leonhard, wie die Welt zwischen 1918 und 1923 um eine neue Friedensordnung rang und was diese Zeitenwende für den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts bedeutete. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort. Ob im Blick auf untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Die Art und Weise, wie der Krieg zu Ende ging, schuf Enttäuschungen und Konflikte, deren Ausläufer bis in unsere Gegenwart reichen.

Kooperation mit: Evangelisches Forum Münster, Gegen Vergessen – Für Demokratie, Geschichtsort Villa ten Hompel und LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.

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