Schwarze Deutsche
Wer langsam geht, kommt weit.
Sprichwort aus Ostafrika

In Deutschland leben viele Menschen, von denen sich viele selbst als Afrodeutsche oder Schwarze Deutsche bezeichnen. Sie haben neben einem deutschen auch einen afrikanischen Familienhintergrund. Tatsache ist, dass Menschen mit afrikanischen Wurzeln auf eine lange Geschichte in Deutschland zurückblicken können. Ganz aktuell ist aber das Musikprojekt „Brothers Keepers”, das von afrodeutschen Musikern im Herbst 2000 nach der Ermordung des afrodeutschen Alberto Adriano gegründet wurde (s.Songs&Videos). In ihren Liedtexten machen die Musiker deutlich, dass Menschen mit afrikanischer Abstammung immer noch diskriminiert und auch bedroht werden. Schwarz und deutsch – für viele Bundesbürger immer noch ein Widerspruch, für viele aber auch ganz alltägliche Realität (s. Songs).
Auch im Regierungsbezirk Münster ist Rechtsextremismus eine Herausforderung für das gesellschaftliche Zusammenleben. Habt ihr vielleicht auch schon einmal Erfahrungen mit Diskrimienierung gemacht, seid rassistisch beschimpft oder bedroht worden? In Münster gibt es eine Anlaufstelle, um solche Vorfälle zu melden. Ihr bekommt dort auch Unterstützung, wenn ihr etwas etwas gegen rechtsradikale Aktivitäten in eurer Umgebung oder rassistische Schmierereien und Beschimpfungen in eurer Schule unternehmen wollt.
Kontakt:
mobim – Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster, Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie Geschichtsort Villa ten Hompel
Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster
Tel.: 0251 – 492 71 09
Ansprechpartner: Heiko Schreckenberg, Michael Sturm
kontakt@mobim.info
www.mobim.info
www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel
Workshop „Afrodeutsch“
Der Workshop richtet sich an interessierte Jugendliche zwischen 15 – 21 Jahren, die einen afrikanischen oder afro-deutschen Familienhintergrund haben. Im Rahmen des Workshops erhalten die TeilnehmerInnen Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre über die Gemeinsamkeiten ihrer Situation auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Mit Hilfe kreativer Methoden soll ein offener Umgang mit Diskriminierungserfahrungen vermittelt und das Bewusstsein für die eigene afro-deutsche Identität gestärkt werden. Als Medien dienen dabei Filme, Literatur und Musik. Kontakt: radiomj@web.de
Leitung: Ogbo Oji, Kabasia Chuwa
Im folgenden haben wir für euch einige weiterführende Links und Literatur zum Thema Afrodeutsch zusammengestellt:
Literatur
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Antidiskriminierungsbüro Köln; CyberNomads (Hg.): The Black Book. Deutschlands Häutungen. 2004 (ISBN 3-88939-745-X)
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May Ayim: Grenzenlos und unverschämt. 2002 (ISBN 3-596-15190-2)
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Charles M. Huber: Ein Niederbayer im Senegal
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K. Oguntoye, M. Opitz, D. Schulz (Hg.): Farbe bekennen. Afrodeutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschiche. 1986 Orlanda Frauenverlag
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Katharina Oguntoye: Eine afro-deutsche Geschichte. Zur Lebenssituation von Afrikanern und Afro-Deutschen in Deutschland von 1884 bis 1950. 1997 (ISBN 3-929120-08-9)
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Noah Sow: Deutschland Schwarz Weiss. Der alltägliche Rassismus. 2008. C. Bertelsmann Veralg
Kinderbücher zum Thema afrodeutsch von Mouchi Blaise Ahua
Kontakt: blaise_am@yahoo.de,
Bücher B.Ahua
Links
- Plattform mit Ratschlägen für den Umgang mit Haaren, aber auch zu Kosmetik und zum Afrodeutsch-Sein: www.KrauseLocke.de
- Musikprojekt afrodeuscher Musiker www.brotherskeepers.org
- Bundeszentrale für politische Bildung zum Thema Schwarze Deutsche www.bpb.de/themen/PJDNPU.html
- Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland www.isdonline.de
- ADEFRA e. V. (Schwarze Frauen in Deutschland) www.adefra.de
- Infozentrale Black Community BRD www.afrotak.wordpress.com/
- Afrika-Netzwerk NRW www.afrika-nrw.netCyberNomads ist eine Gemeinschaft, die die professionelle Anwendung moderner Technologien für NGOs erschließen will, um so soziale Veränderungen zu bewirken. Der Schwerpunkt der homepage liegt auf schwarze Deutsche und afrikanische Diaspora in Deutschland. www.cybernomads.de
