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Scholl-Tag (2016)

„Global Heroes“ – Vorbilder aus Afrika machen Schule!

Auf dem Scholl-Tag 2016  widmeten sich diesem Thema 18 Schülerinnen und Schüler des Geschwister – Scholl – Gymnasiums (10. Klasse, EF)  und erstellten zu sechs ausgewählten afrikanischen Persönlichkeiten Gedichte und ein Flugblatt. Dabei machten sie deutlich, wie wichtig es ist, Zivilcourage gegen politische und soziale Missstände zu zeigen.
Zu Beginn des Workshops präsentierten die Kunstlehrerin Stephanie Daume und die Ethnologin Marita Samson den Jugendlichen sechs Porträts von afrikanischen Heldinnen und Helden, die aus früherer Projektarbeit des Checkpoint Afrika e.V. an ihrer Schule entstanden waren:

Porträts von
Oumou Sangaré (Mali)
Thomas Sankara (Burkina Faso)
Waris Dirie (Somalia)
Ken Saro – Wiwa (Nigeria)
Ellen Johnson Sirleaf (Liberia)
Ousmane Sembène (Senegal)

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, ein Porträt auszuwählen und in Teamarbeit die darin enthaltenen Hinweise zur porträtierten Person, zu deren Engagement, Beruf oder Herkunftsland zu finden. Dazu hatte die Ethnologin Samson für jedes Team ein Arbeitsblatt mit versteckten Hinweisen bzw. kurzen Infos zur Person und Herkunftsland des gesuchten Global Heroes erstellt. Die Entschlüsselung des afrikanischen Herkunftslandes gelang allen Teams, die Auflösung zur gesuchten Person gab die Ethnologin. Anschließend hatten die einzelnen Teams Zeit, am Computer noch mehr Infos und Hintergründe zu ihrem jeweiligen Hero zu recherchieren, um entweder einen Rap, ein Gedicht  zur Person oder – passend zum Scholl – Tag – ein Flugblatt zu erstellen. Die Arbeitsergebnisse der sechs Teams wurden dann in der Gruppe präsentiert.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Teams für das Interesse, und ein dickes Lob für die große Einsatz- und Arbeitsbereitschaft! Und die Texte!! Dank auch an Lorenza Todaro, die das Projekt am Scholltag begleitet hat.

 

Team 1
Oumou Sangaré (Mali) – Julia Schulze, Lina Siebert, Meike Schlatmann

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Die Stimme der Frauenrechte

8. Juli 2003
Protokoll in dem Beschneidung der Frauen verurteilt sei
Unter 18: Zwangsheirat verboten
Rechte der Frauen werden endlich geboten
Protokoll von Maputo

Polygamie in Mali legal
Aber für die Frauen eine Qual
Durch ihre Texte sank die Quote
Inspirieren kann sie mit jeder Note

In einem Land in dem der Wert einer Frau an Kola-Nüssen gemessen wird
Singt sie dafür, dass Gleichberechtigung regiert
Ihre Stimme steht für Rebellion und Freiheit

Ihr verdanken die Frauen in Mali so viel
Und sie verfolgt auch weiterhin ihr Ziel

Oumou Sangaré

Team 2
Thomas Sankara (Burkina Faso) – Nick, Kawa, Max

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SEINE GESCHICHTE

Es wird nur eine Seite von Afrika gezeigt,
die zu einer subjektiven Meinung neigt.
Die Medien zeigen nur Krieg und Krawall,
was haben die Menschen für eine Wahl.
Wir erzählen euch von dem Traum von einem Mann,
der alles verändern kann.
Er wollte für sein Land die Unabhängigkeit,
es war für ihn die einzige Möglichkeit,
es von Europa abzuschnüren und in die Selbständigkeit zu führen.

Er wird Thomas Sankara genannt
und ist in Afrika durch seine Taten bekannt.
Burkina Faso ist sein Herkunftsland,
wo er seine Bestimmung fand.
Dort kämpfte er gegen Korruption,
um seinem Land etwas zu bieten, eine Option.
Zudem kämpfte er für den Frieden,
es gibt keinen Grund sich zu bekriegen.

Aus ihm ist ein Held geworden,
doch leider ist er früh gestorben.
Er ist ein Vorbild für viele,
denn sie alle haben die gleichen Ziele.
Aus Afrika kann man so viel machen,
doch das können wir nur gemeinsam schaffen.

Team 3
Waris Dirie (Somalia) – Team 3, bitte mailt noch euren Text!

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Team 4
Ken Saro Wiwa (Nigeria) – N. N

P1000145ERSTES FLUGBLATT ZIVILCOURAGE
KEN SARO-WIWA

„Es ist die schlimmste Sünde auf Erden, seinen Kopf nicht zu gebrauchen“

Denkst du manchmal daran, woher dein Benzin kommt?
Denkst du manchmal daran, wie vielen Menschen Unrecht getan wird?
Würdest du für deine Meinung einstehen, auch wenn Alle sagten, du lägest falsch?
Würdest du dich mit den mächtigsten Menschen der Welt anlegen?

Genau das tat Ken Saro-Wiwa.
Er organisierte gewaltfreie Protestaktionen in einem Land, für das die Meisten sich nicht interessieren. In einem Land, in dem Rohstoffe mehr Wert sind als Menschenleben.
Wegen unseres Benzins wird die Umwelt zerstört und damit das Leben der Menschen riskiert. Milliardengewinne für die Ölkonzerne auf der einen Seite, Unterdrückung, Armut und Ausbeutung der Ogoni auf der anderen Seite.
Ken Saro-Wiwa wurde getötet, bevor er sein Werk vollenden konnte. Der Gründer von MOSOP („Bewegung für das Überleben des Ogoni-Volkes“) leistete Aufklärungsarbeit im Ausland. Er legte sich nicht nur mit reichen Ölkonzernen, sondern auch mit der Regierung seines Landes an.

Sollte es nicht mehr von solch mutigen Menschen geben, die für andere Menschen einstehen?
Könntest du nicht einer von ihnen sein?

Team 5
Ellen Johnson Sirleaf (Liberia) – Semih, Maikel, Hulas, Janina

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Eine entfernte Verwandte*

Ellen Johnson Sirleaf ist seit dem 16. Januar 2006 Präsidentin von Liberia.
Sie ist die erste Frau, die durch eine Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte
Vier Söhne und sechs Enkelkinder zählt sie zu ihren Verwandten.
Ihre Muttersprache stammt aus Amerika

Sie studierte ab 1961 in den USA, wo sie einen Abschluss in Rechnungswesen machte
Dieses Studium sie zum Titel Finanzministerin brachte

1982 wurde sie Vize-Präsidentin des Africa Regional Office der Citibank
Gott sei Dank

Anschließend zog sie nach Washington DC
dort wurde sie Parteichefin der unity party

Die Sehnsucht zog sie nach Liberia zurück
Diese Sehnsucht war ihr großes Glück

2004 wurde sie Präsidentin der Commission on Good Goverance
Dieser Titel brachte ihr viele Fans

Kandidat für das Amt des Staatspräsidenten
Dieser Rang half ihr dabei die Homosexuellen zu bekämpfen

Ihre Taten waren nicht immer gut
Jedoch bewies sie am Anfang ihrer Amtszeit sehr viel Mut

Ihre Taten sprechen für sich
Das war´s mit unserem Gedicht

*Ellen Johnson Sirleaf hat einen deutschen Großvater

Team 6
Ousmane Sembène (Senegal) – Jan H., Christian D., Dominik L.

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Ousmane Sembène –  ein Perfektionist

Sembene war der Sohn eines muslimischen Fischers
und dies war für ihn ganz besonders.
Mit 14 verließ er die Schule
und hatte danach auch keine Ruhe
denn er arbeitete daraufhin als Maurer
und das von langer Dauer

Er kehrte nach Frankreich zurück
und fand dort dann sein Glück
denn er fand dort die Arbeit als Hafenarbeiter
und lebte sein Leben ganz normal weiter.
Doch seine Bücher und Filme wurden langsam zur Heimat
und er folgte einem festen Format.

Er wurde langsam zum Vater der Literatur
und zeigte uns auch in Filmen seine Kultur.
Er starb leider am 9. Juni 2007
doch wir werden seine Werke trotzdem weiter lieben.

Auf dem Scholl – Tag 2016 wurden den Kinderhauser Geschwister-Scholl-Schulen der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Der SC Preußen übernahm die Patenschaft.