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Teil 3

Global Heroes – Musik als politische Waffe

Im dritten Teil des ethnologischen Unterrichtprojektes vom Checkpoint Afrika e.V. in 2014 drehte  sich diesmal alles um Musik als Medium politischen Widerstandes und sozialer Kritik. Im Mittelpunkt standen dabei Musiker aus Afrika , der Karibik und Südamerika, die sich für ein besseres Leben und mehr Gerechtigkeit einsetzen oder eingesetzt haben. Sie alle stehen für eine spezifische Musikrichtung, die sie nicht nur entscheidend geprägt, sondern auch weltweit bekannt gemacht haben.

Die musikalischen Global Heroes (mit ihren Musikstilen) sind im Einzelnen:

  • Bonga Kuenda aus Angola (Kizomba)
  • Gilberto Gil aus Brasilien (Tropicalismo, Música Popular Brasileira)
  • Fela Kuti aus Nigeria (Afrobeat)
  • Bob Marley aus Jamaika (Reggae)
  • Thomas Mapfumo aus Simbabwe (Chimurenga)
  • Mighty Sparrow aus Trinidad/ geb. Grenada (Calypso)

Wie schon die ersten beiden Veranstaltungen, fand auch der dritte Teil der „Global Heroes“ im Geschwister – Scholl – Gymnasium in Münster statt. Doch diesmal fächerübergreifend: nicht  wie bisher nur im Kunst-, sondern auch im Musikunterricht. Die 24 Schülerinnen und Schüler des Kunstgrundkurs der Jahrgangsstufe 11 gestalteten die künstlerischen Porträts (Collagen 80×100 cm) der sechs Musiker.  Im Musikkurs der Jahrgangsstufe 10 fertigten  zehn  Jugendliche die dazugehörigen Textporträts mit Informationen zum jeweiligen Musiker an. Zusätzlich übten sie  passend zum Thema Bob Marleys Lieder „Get up! Stand up! und „Redemption Song“  ein und setzten mit ihrer eigenen musikalischen Interpretation neue Akzente.

Die Idee und Projektleitung zur dritten Fortsetzung hatte auch diesmal die Ethnologin Marita Samson. Die Kunstlehrerin Stephanie Daume (Kunstkurs), Kunststudentin Anna Urspruch und Musiklehrerin Anette Render begleiteten das Projekt. Die Ethnologin führte in das Thema ein und stellte den Schülerinnen, Schülern und Lehrerinnen im Unterricht die sechs unterschiedlichen Ausnahmemusiker vor. Unterstützung erhielt sie dabei von den Musikern Norbert Mombo  aus der Republik Kongo (Trommler), Carl Trowers aus Jamaika (Sänger, Künstlername „Carl Teh“) und Reinald Döbel aus Deutschland (Kalimba- und Mbiraspieler).

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Es folgen die Bild- und Textporträts der sechs Musiker – erstellt von den Schülerinnen und Schülern des Kunst- und Musikkurses des Geschwister – Scholl – Gymnasiums.

 

Angola

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Bonga Kuenda

„Ich mache Musik zu einer Art des Widerstands.“

Barceló de Carvalho (Künstlername Bonga) wurde am 5. September 1942 in der Nähe von Luanda, in Kipiri, geboren. Mit 15 Jahren startete er seine Gesangskarriere, die er jedoch abbrach, um Leichtathlet zu werden. 1966 startete er seine Sportlerkarriere in Portugal, der damaligen Kolonialmacht Angolas.
Bonga errang zahlreiche Siege bei internationalen Wettbewerben und beim Europapokal. 1972 beendete er seine Profikarriere und seitdem ist er als bekannter Musiker in Portugal und Angola tätig. Sein Musikstil ist eine Mischung aus angolanischer Musiktradition (Semba, Kizomba), portugiesischem Folk-Sound (Fado) und lateinamerikanischen Elementen.

Bonga setzte sich stark für die angolanische Unabhängigkeit ein, denn die Bevölkerung und Kultur wurden durch die portugiesische Kolonialmacht unterdrückt und diskriminiert. Sowohl die traditionelle Musik als auch die Sprachen Angolas wurden an der Entfaltung und Entwicklung gehindert. In seinem gewaltfreien Kampf nutzte Bonga die Musik als kulturelle und politische Waffe. In seiner Zeit in Portugal übte er scharfe Kritik an der faschistischen Politik von den Diktatoren Salazar und Caetano und nutzte seinen Status als Spitzensportler, um sich für die Unabhängigkeit Angolas einzusetzen Deshalb musste Bonga 1970 von Portugal aus nach Holland ins Exil flüchten. Dort veröffentlichte er 1972 sein erstes Album „Angola 72“, in dem er über die Revolution und die Liebe zu seinem Heimatland singt. Wegen seines politischen Engagements und seiner kritischen Texte wurde das Album in Angola und Portugal verboten. 1974, nach dem Sturz der Diktatur in Portugal (Nelkenrevolution), veröffentlichte Bonga sein zweites Album „Angola 74“. Bonga wurde zum Botschafter der angolanischen Musik ernannt, nachdem 1975 die Unabhängigkeit Angolas erreicht worden war. Auch an den neuen Machthabern Angolas übte er mit Hilfe der Musik scharfe Kritik, da sie das Land in Korruption, Tyrannei und Krieg stürzten.

In 30 Jahren Musikkarriere brach Bonga Verkaufsrekorde, errang zahlreiche Ehrungen und Preise, gab Konzerte für Amnesty International, für die UNO und für UNICEF. Insgesamt veröffentlichte er 33 Alben, 6 Videos und 7 Soundtracks, von welchen zahlreiche Neuauflagen zu finden sind. Bonga ließ sich nie von einflussreichen Menschen, beispielsweise den angolanischen Machthabern einschüchtern und vertrat immer seine eigene Meinung, die er durch seine bedeutsame Musik zum Ausdruck brachte. Er ist ein großes Vorbild für viele Menschen und gibt ihnen durch seine Musik Halt und Kraft sich zu wehren.

Textporträt
Ashvin Jeyapalaharan, Anja Wieczorek

Bildporträt

Bonga Kwenda

 

 

 

 

 

Bonga aus Angola

 

 

Team: Naomi Gonker, Jannis Kock, Nils Ohmen, Max Voigt

 

Bonga auf You Tube: https://www.youtube.com/watch?v=CLCTGbpIUPM

 

 

Brasilien

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Gilberto Gil

 

„Ich war einer, der das System herausfordert. Ein Rebell, der jede Konvention ablehnt.“

Gilberto Gil wurde am 26. Juni 1942 in Salvador da Bahia als Gilberto Passos Gil Moreira geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er in dem Dorf Ituaçu, wo er besonders in Berührung mit den damals populären ländlichen Musiktraditionen kam, die ihn stark prägten. Mit acht Jahren zogen er und seine Familie zurück nach Salvador, wo er ein Akkordeon geschenkt bekam und eine Akkordeonschule besuchte.

In seiner Jugend wurde Bossa Nova modern, und daher lernte Gil Gitarre spielen. In den 60er Jahren entwickelte er mit Caetano Veloso eine neue Musikrichtung, den Tropicalismo (Mischung aus Rock, Bossa Nova und Einflüssen brasilianischer und portugiesischer Folkmusik), der zu einer kulturell-politischen Bewegung in Brasilien wurde. Zuerst richtete sich Gils Musik gegen die Diktatur in Brasilien, weshalb er Probleme bekam und ins Exil nach England musste. Später kritisierte Gilberto Gil in seiner Musik den Rassismus in Brasilien. Damit wollte er auf die schlechte wirtschaftliche Situation der Bevölkerung mit afrikanischen Wurzeln in Brasilien aufmerksam machen, die etwa die Hälfte der brasilianischen Bevölkerung stellt.

Als Kulturbeauftragter der Stadt Salvador da Bahia (1987) und als brasilianischer Kulturminister (2003 – 2008) hat er sich für die Aufwertung der afrobrasilianischen Traditionen eingesetzt. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik konnte er sich wieder voll und ganz seiner Musik widmen. In dieser Zeit hat er mit vielen anderen internationalen Künstlern zusammengearbeitet wie zum Beispiel Jimmy Cliff aus Jamaika. Gil hat viele Auszeichnungen gewonnen, darunter mehrere Goldene- und Platin-Schallplatten und ihm wurde auch das Großkreuz des norwegischen Verdienstordens verliehen, was zeigt, dass er international aktiv und angesehen ist.

Heute ist Gilberto Gil über 70 Jahre alt, lebt in Brasilien und macht immer noch sehr erfolgreich Musik.

Textporträt
Bastian Rensing

Bildporträt

Gilberto Gil

 

 

 

 

 

Gilberto Gil_Brasilien

 

 

Team: Johanna Brink, Julia Frie, Klaudia Kübel,  Charlotte Uphoff, Tifu Truong

 

 

 

Gilberto Gil auf You Tube: https://www.youtube.com/watch?v=YvBl61YQhvM

 

Nigeria

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Fela Kuti

„With my music, I create change…I am using my music as a weapon.“

Fela Kuti gilt als größter Star der afrikanischen Musik. Er wurde am 15. Oktober 1938 in Nigeria geboren. Sein Vater war Pastor und seine Mutter die führende Frauenrechtlerin Nigerias. Auf Wunsch seiner Eltern sollte er Medizin studieren, und so zog Fela im Jahre 1958 nach London. Dort gründete er im Jahre 1961 seine erste Band. Im folgenden Jahr kehrte er nach Nigeria zurück. 1969 ging er in die USA, wo er mit seinem Schlagzeuger Tony Allen den Afrobeat entwickelte. Fela spielte Saxophon und Keyboard. Die neue Musikrichtung war eine Mischung aus Funk, Jazz und afrikanischen Elementen.

Durch Kontakte mit Mitgliedern der „Black Power“ – Bewegung wurden Felas Texte politischer. Nach seiner Rückkehr nach Nigeria (Lagos), fing er erstmals an seine Songs auf Pidgin Englisch zu singen, damit seine Texte für alle Menschen in Nigeria verständlich waren. Die Texte waren meist ziemlich lang, und er kritisierte in ihnen oft das durch Kolonialisierung deformierte Gesellschaftssystem in Nigeria, ganz Afrika und die korrupten Machthaber. Dies machte Fela Kuti jedoch bei der Regierung unbeliebt. Als Folge zerstörten in den 70er Jahren etwa 1000 Polizisten die von ihm gegründete Kalakuta Republik – das Zentrum seiner musikalischen und politischen Aktivitäten. Dort lebten viele Menschen, die der Musiker aufgenommen hatte. Fela und viele Bewohner wurden misshandelt und verhaftet. Wie schon oft zuvor wurde er in Gefangenschaft gefoltert.

Anfang der 80er Jahre gründete er seine eigene Partei. Jedoch wurde er von der Präsidentschaftskandidatur ausgeschlossen. In den folgenden Jahren musste Fela Kuti mehrere Haftstrafen absitzen. In den 90er Jahren wurde es still um ihn, jedoch engagierte er sich weiterhin politisch. Bis zu seinem Tod im Jahre 1997 blieb er eine kontroverse Figur, da er oft als sexistischer Fundamentalist bezeichnet wurde. In einem Interview sagte er zum Beispiel: „Frauen sind Matratzen“. Er distanzierte sich jedoch später von diesem Statement. Ebenfalls heiratete er während einer Massenzeremonie 27 seiner Tänzerinnen und Sängerinnen. 1997 starb Fela Kuti an Aids. Bis zu seinem Tod hatte er mehr als 70 Alben veröffentlicht.

Textporträt
Simon Kopka, Noah Kozjan

Bildporträt

Fela Kuti

 

 

 

 

 

 

 

Fela Kuti_Nigeria

 

 

Team: Lennart Hesse, Alex Rinker, Philip Rinker, Leo Zeller

 

 

 

 

 

Fela Kuti auf You Tube: https://www.youtube.com/watch?v=h4AA6EuZe-k

 

Jamaika

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Bob Marley

„Who are you to judge the life I live? I know I’m not perfect, and don’t live to be, but before you start pointing fingers… make sure your hands are clean.“

Bob Marley (Robert Nesta Marley) wurde im Februar 1945 geboren und starb am 11. Mai 1981. Er war einer der bedeutendsten Reggae-Musiker weltweit. Marley hatte eine jamaikanische Mutter und einen englischen Vater, der Offizier der britischen Armee und viel älter als seine Mutter war. Der Vater verließ seine Familie, als sein Sohn Bob noch sehr jung war. Marley wuchs in sehr ärmlichen Verhältnissen auf. Um der Armut zu entkommen, startet er eine Musikerkarriere.

Mit der Band Wailing Wailers, bestehend aus ihm und seinen Freunden Bunny Wailer und Peter Tosh, spielt er zwischen 1963 und 1966 Meilensteine des „Rocksteady“ ein. Ein Aufenthalt in den USA mit der Mutter – es ist die Zeit der Bürgerrechtsbewegung – bekehrt ihn zum Rastafari, die Texte werden spirituell und richten sich gegen weltweite Ausbeutung und Unterdrückung. Nach dem Zusammentreffen mit dem Musiker und Produzenten Lee Perry wurde zusätzlich der Beat verlangsamt, und ein neuer Musikstil, der „Reggae“, entstand. Die ungewöhnliche Musik faszinierte das Publikum. Die Band war so erfolgreich, dass Marley sich sogar ein Auto leisten und für seine Familie– er hatte inzwischen zwei Kinder– ein Haus renovieren konnte. Kleine Tourneen in Großbritannien und Nordirland sowie den USA folgten.

1974 kommt es zur Trennung von den Bandmitgliedern Tosh und Wailer. Marley startet eine Solokarriere mit der Band “Bob Marley & The Wailers”; die Vokalbegleitung übernehmen seine Ehefrau Rita Marley, Marcia Griffiths und Judy Mowatt. Das Lied “No Woman, No Cry” wird 1975 zum Welterfolg. In vielen von Marleys Songs geht es um spirituelle Inhalte. Die Songs beinhalten eine Botschaft, die ohne Kenntnisse der Rastafari-Religion nur schwer verständlich ist. Bob Marley konvertierte schon früh vom Christentum zur Rastafari-Bewegung. Die Rastafaris berufen sich auf die Bibel und und führen einen Kampf gegen die Unterdrückung von Menschen afrikanischer Herkunft ein. Mitunter sind in Bob Marleys Songs auch politische und sozialkritische Aussagen mit spirituellen Gedanken verwoben. Daneben verfasste Bob Marley jedoch auch Liebeslieder sowie dezidiert politische Songs wie das gegen den Rassismus gerichtete Lied „War“. 1976 unterstützt Marley auf Jamaika ein Friedenskonzert der verfeindeten Parteien People’s National Party (PNP), die sozialistisch ausgerichtet ist, und der konservativen Jamaica Labour Party (JLP). Als Folge wird auf ihn, seine Ehefrau und Manager ein Attentat verübt, aber alle überleben. Im Jahr 1980, ein Jahr vor seinem Tod, wurde Marley von der Regierung Simbabwes eingeladen und trat bei der offiziellen Unabhängigkeitsfeier des Landes auf, was Marley als die größte Ehre seines Lebens betrachtete.

Textporträt
Daniel Altrock, David Rölleke, Jan Wesemann

Bildporträt

Bob Marley

 

 

 

 

 

 

 

Bob Marley_Jamaika

 

 

 

 

 

 

Team: Jessica Atakora, Katharina Klee, Charlotte Robering, Lennart Rosenthal, Sammy Saliou

Bob Marley auf You Tube: https://www.youtube.com/watch?v=q7iXcKKpdx0

 

Simbabwe

150px-Flag_of_Zimbabwe.svg Thomas Mapfumo

„Zimbabwe is a lost country!“

Thomas Mapfumo, bekannt auch als „Mukanya“ oder „Der Löwe von Zimbabwe“, wurde am 2. Juli 1945 in Marondera bei Harare in Simbabwe geboren. Bekannt wurde er als Singer-Songwriter, Bandleader und durch sein politisches Engagement.

Durch seinen Onkel, bei dem er ab dem 10. Lebensjahr aufwuchs, entdeckte er zum ersten Mal die Musik für sich. Er lernte die Mbira (Daumenklavier) und Gitarre spielen und fing an, in der High School aufzutreten. Als er dann auf die Soul- und Beatmusik aufmerksam wurde, begann er 1965 Lieder auf dieser Basis zu schreiben.

Mit seiner Band „Springfields“, welche später in die „Hallelujah Chicken Run Band“ umbenannt wurde, hatte Mapfumo ab 1972 erste Auftritte. Mit der Band entwickelte er ab 1973 auf Basis der traditionellen Shona – Musik ein an der Rockmusik orientiertes neues Musikgenre: „Chimurenga“, die „Musik der Befreiung“. Gesungen wird auf Shona.

Mit der Gruppe „The Acid Band“ nahm er ausschließlich Songs auf, die die kolonialistische und rassistische Politik, welche in Simbabwe herrschte, angriffen oder sie zumindest kritisch betrachteten. Das Album „Hokoyo“ (1977) wurde deshalb von der kolonialistischen Regierung verboten und Mapfumo für 90 Tage ins Straflager geschickt. 1978 nahm er ein Album mit seiner letzten Band „Blacks Unlimited“ auf, welches nicht nur in Simbabwe, sondern auch in Europa erschien.

Seit 1983 trat er gelegentlich auch in Europa auf und 1989 fing er an, die postkolonialistischen Zustände in seinem Heimatland Simbabwe auf seinem Album „Corruption“ zu kritisieren. Meistens sang er in seiner Muttersprache Shona, gelegentlich aber auch auf Englisch. Wegen seiner starken Kritik am Regierungschef und Diktator Robert Mugabe wurde er schließlich gezwungen, auszuwandern. Seither lebt Mapfumo in den USA.

Trotzdem hören die Menschen in Simbabwe nicht auf, für ihre Freiheit zu kämpfen! Thomas Mapfumo, der Mann, der mit seinen über 30 veröffentlichten Alben einen immerwährenden Eindruck in Simbabwe und auf der ganzen Welt hinterlassen hat!

Textporträt
Julia Hermann

Bildporträt

Thomas Mapfumo

 

 

 

 

 

Thomas Mapfumo_Simbabwe

 

 

Team: Laila Darboe, Sebastian Gausepohl, Dominik Jung

Thomas Mapfumo auf Yout Tube: https://www.youtube.com/watch?v=yMC_5FxdULY

 

 

 

Trinidad

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Mighty Sparrow

 

„Why have we cast aside intelligence and abandon common sense with unprecedented violence for which there is no known defense?“

Mighty Sparrow wurde am 9. Juli 1935 als Slinger Francisco in Grandroy Bay auf Grenada als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Als er ein Jahr alt war, zog er mit seiner Familie zu seinem eigentlichen Heimatland Trinidad.

Sein erster Kontakt mit Musik war in der Schule, als er ausgewählt wurde, im Jungenchor der St. Patrick’s Kirche zu singen. Als Bass- und Tenorsolist sang er in der Kirche auf Latein. Später sang er in seinem eigenen Style und wandte sich der einheimischen Musikkultur, dem Calypso zu und wurde der „King of Calypso“.

Im Jahre 1956 gewann Sparrow die Wettbewerbe „Carnival Road March“ und „Calypso Monarch“ auf  Trinidad mit seinem Lied „Jean und Dinah“. Aus Protest gegen das niedrige „Calypso Monarch“ Preisgeld in Höhe von 40 $ boykottierte er für die nächsten drei Jahre mit einigen anderen Künstlern diesen Wettbewerb. Mighty Sparrow erreichte damit, dass die Bedingungen für Calypso- und Streetbandmusiker besser wurden.

Er unterstützte die Unabhängigkeit Trinidads von Großbritannien und kritisierte das Scheitern der „Caribbean Federation“ ebenso wie die Tyrannenherrschaft des Diktators von Uganda, Idi Amin.

1982 setzte er sich weltweit für die Durchsetzung der Menschenrechte unter anderem mit seinem Lied „Human Rights“ ein. Im darauf folgenden Jahr hat er eine Auszeichnung dafür bekommen, dass er sich geweigert hat, in dem rassistischen Apartheidstaat Südafrika aufzutreten. Zu seinen Ehren wurde in einigen Staaten Amerikas ein „Mighty Sparrow Tag“ eingeführt.

Textporträt
Maike Sträter

Bildporträt

Mighty Sparrow

 

 

 

 

 

Mighty Sparrow_Trinidad

 

 

Team: Jonas Klapdor, Jonas Kollmann, Robin Lingemann,  Lena Predeick, Helena Wedekind

 

Mighty Sparrow auf You Tube: https://www.youtube.com/watch?v=XvcbCI0IvXo

 

Der Checkpoint Afrika e. V. bedankt sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern für die engagierte Zusammenarbeit. Die Porträts (Collagen) der Heldinnen und Helden aus Afrika sind im Original 80×100 cm groß.
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Volkshochschule Münster, gefördert durch dvv international und mit finanzieller Unterstützung des BMZ durchgeführt.