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Bildungsinitiative

Frantz Fanon‘s legacy: A Guide to Liberation Today (1:17 Min.)

Als Ausgangspunkt für die pädagogische Zusammenarbeit und Zielsetzung ist ein Revival des ehemaligen Checkpoint Afrika Schulprojektes „Global Heroes – Heldinnen und Helden aus Afrika“ geplant. Das innovative Projekt verbindet Kunst mit Politik und kann aufgrund seines interdisziplinären Ansatzes auf vielfältige Weise für die pädagogische Zusammenarbeit wiederbelebt werden. Im Mittelpunkt stehen charismatische und historische Persönlichkeiten aus afrikanischen Ländern, die mir ihrem visionären Denken und mutigen Handeln der Weltgemeinschaft konstruktive und zukunftsfähige Lösungen zur Bewältigung globaler Herausforderungen vorgegeben haben. Die Projektarbeit setzt auf die Vielfalt positiver Gegenbilder, um die vorherrschende abfällige sowie abwertende Sicht auf den afrikanischen Kontinent und seine Darstellung als dystopischen Ort grundlegend zu verändern.

Deutsche Welle (DW): Warum ist das Bild von Afrika so negativ? (2024; 3:33 Min.)

Wie tief kolonialrassistische Menschenbilder, Denk- und Verhaltensmuster immer noch in der Weltpolitik verankert sind, verdeutlichen die unzähligen menschenverachtenden und demagogischen Hassreden des aktuell amtierenden US-Präsidenten Donald Trump über Afrika und der afrikanischen Diaspora. Unverkennbar und unverhohlen zeigt sich in ihnen sein Festhalten an der kolonialrassistischen Ideologie der „White supremacy“ (Weiße Vorherrschaft). Diese prägt, obwohl schon längst als irrational und unhaltbar bewiesen, bis heute weltpolitische und gesellschaftliche Realitäten ganz entscheidend: auch in Deutschland.



** Martinique
Martinique ist kein eigenständiges Land, sondern bis heute ein überseeisches Departement und Besitz Frankreichs geblieben. Die karibische Insel gehört rechtlich und politisch zu Frankreich sowie zur Europäischen Union. Offizielle Währung ist der Euro. In der Frühphase der kolonialen Gewaltherrschaft verübten die Franzosen einen Genozid an der originären Bevölkerung Martiniques. Zur Beschaffung neuer Arbeitskräfte für die Plantagewirtschaft versklavten sie jahrhundertelang Menschen vom afrikanischen Kontinent, deren Nachfahren bis heute den größten Bevölkerungsanteil auf Martinique bilden. Einen verschwindend geringen Anteil an der Bevölkerung haben die Nachkommen französischer Sklavenhalter*innen, die aber immer noch bis heute die Insel ökonomisch weitgehend dominieren. Weitere Minderheiten bilden eingewanderter Menschen aus Indien, China, Syrien und dem Libanon. Die offizielle Sprache auf der Insel ist Französisch, aber die Muttersprache der Mehrheit der Bevölkerung ist Martinique-Kreolisch.

Fanon, Frantz (1967). Towards the African Revolution. Grove Press. New York.
(Französisches Orginal: Pour la révolution africaine (1964).Verlag François Maspero. Paris.

Fanon, Frantz (1965). Studies in a Dying Colonialism. Grove Press. New York.
(Französisches Original: L ‚An Cinq, de la Revolution Algerienne (1959).

Fanon, Frantz (1967). Letter to the Youth of Africa.Veröffentlicht in: Towards the Afrikan Revolution.
(Französisches Original 1958): Lettre à la Jeunesse française. Erschienen in der Zeitung El Moudjahid, Organ der algerischen Befreiungsfront (FLN).