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Kinder stark machen - bei BWA hat Suchtprävention einen hohen Stellenwert

Großen Anklang fand am 3. März 2002 die von Blau-Weiß Aasee mitorganisierte Aktion "Suchtvorbeugung im Sportverein". Ein dickes Lob gab es von Klaus Oltmans, Mitarbeiter bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: "Ich erlebe zum ersten Mal eine solche Kontinuität und gelungene Vernetzung in der Suchtvorbeugung im Sport."

 

Als Vorbilder und Vertraute von Kindern und Jugendlichen spielen Betreuer und Betreuerinnen im Sport eine große Rolle. Dies betrifft auch den Bereich der Suchtprävention. Daher nahmen zahlreiche Übungsleiter und Trainer am letzten Wochenende an der Aktion "Suchtvorbeugung im Sportverein"teil. Dieses Seminar für die Kinder- und Jugendarbeit im Sport war eine Kooperation der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Drogenhilfe der Stadt Münster und des Sportvereins Blau-Weiß Asee Münster e. V. zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Unter Anleitung des "Kinder stark machen"-Teams der BZgA wurde den Teilnehmern vermittelt, welche wichtige Rolle sie bei der Entwicklung von Selbstbewußtsein, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen einnehmen. Diese Fähigkeiten sind wichtig, um mit schwierigen Situationen und Misserfolgen aktiv umgehen zu können, ohne dabei früher oder später zu Medikamenten, Nikotin, Alkohol oder anderen Suchtmitteln zu greifen.

Wie dies in der sportlichen Praxis umgesetzt werden kann, wurde direkt in der Sporthalle erprobt. Die Übungleiter lernten spannende Spiele aus den Bereichen Kommunikation, Kooperation, Vertrauen und Abenteuer kennen. Nebem diesem praktischen Teil wurde in der Fachstelle für Suchtvorbeugung weiteres Basiswissen vermittelt. Welche Ursachen hat Sucht und wie entsteht sie? Was können Sportvereine und Übungsleiter zur Suchtprävention beitragen? Wie kann positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen Einfluss genommen werden? Das waren einige Fragen, mit denen sich die Seminarteilnehmer intensiv beschäftigten.

Die Veranstaltung ist ein Baustein der kontinuierlichen und langfristigen Kooperation des SV BWA mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung. Klaus Ottmanns vom BZgA-Team dazu: "Ich erlebe zum ersten Male eine solche Kontinuität und gelungene Vernetzung in der Suchtvorbeugung im Sport." "Einmal-Aktionen würden keinen Sinn machen. In diesem Verein hat die Entwicklung eines suchtpräventiven Gesamtkonzeptes einen hohen Stellenwert", so Brigitte Klute von der Fachstelle für Suchtvorbeugung zu dieser Kooperation, deren Rahmen das bundesweite Pilotprojekt "Leben pur" bildet.

BWA-Vorsitzender Hugo Domin erläuterte die nächsten Planungsschritte: "Wir installieren ein Team in der Kinder- und Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt 'Kinder stark machen'. Außerdem wird die Suchtvorbeugung in unser Leitbild integriert." 

 

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