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Als Vorbilder und Vertraute von Kindern und Jugendlichen spielen
Betreuer und Betreuerinnen im Sport eine große Rolle. Dies
betrifft auch den Bereich der Suchtprävention. Daher nahmen
zahlreiche Übungsleiter und Trainer am letzten Wochenende an
der Aktion "Suchtvorbeugung im Sportverein"teil. Dieses
Seminar für die Kinder- und Jugendarbeit im Sport war eine
Kooperation der Fachstelle für Suchtvorbeugung der Drogenhilfe
der Stadt Münster und des Sportvereins Blau-Weiß Asee
Münster e. V. zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA).
Unter Anleitung des "Kinder stark machen"-Teams
der BZgA wurde den Teilnehmern vermittelt, welche wichtige Rolle
sie bei der Entwicklung von Selbstbewußtsein, Kommunikations-
und Konfliktfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen einnehmen.
Diese Fähigkeiten sind wichtig, um mit schwierigen Situationen
und Misserfolgen aktiv umgehen zu können, ohne dabei früher
oder später zu Medikamenten, Nikotin, Alkohol oder anderen
Suchtmitteln zu greifen.
Wie dies in der sportlichen Praxis umgesetzt werden
kann, wurde direkt in der Sporthalle erprobt. Die Übungleiter
lernten spannende Spiele aus den Bereichen Kommunikation, Kooperation,
Vertrauen und Abenteuer kennen. Nebem diesem praktischen Teil wurde
in der Fachstelle für Suchtvorbeugung weiteres Basiswissen
vermittelt. Welche Ursachen hat Sucht und wie entsteht sie? Was
können Sportvereine und Übungsleiter zur Suchtprävention
beitragen? Wie kann positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung
von Kindern und Jugendlichen Einfluss genommen werden? Das waren
einige Fragen, mit denen sich die Seminarteilnehmer intensiv beschäftigten.
Die Veranstaltung ist ein Baustein der kontinuierlichen
und langfristigen Kooperation des SV BWA mit der Fachstelle für
Suchtvorbeugung. Klaus Ottmanns vom BZgA-Team dazu: "Ich erlebe
zum ersten Male eine solche Kontinuität und gelungene Vernetzung
in der Suchtvorbeugung im Sport." "Einmal-Aktionen würden
keinen Sinn machen. In diesem Verein hat die Entwicklung eines suchtpräventiven
Gesamtkonzeptes einen hohen Stellenwert", so Brigitte Klute
von der Fachstelle für Suchtvorbeugung zu dieser Kooperation,
deren Rahmen das bundesweite Pilotprojekt "Leben pur"
bildet.
BWA-Vorsitzender Hugo Domin erläuterte die
nächsten Planungsschritte: "Wir installieren ein Team
in der Kinder- und Jugendarbeit mit dem Schwerpunkt 'Kinder stark
machen'. Außerdem wird die Suchtvorbeugung in unser Leitbild
integriert."
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