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Blau-Weiß Aasee im Internet – die
ganze Story
Unter dem Motto „Virtuell aufs Treppchen“ hatte
das Sportamt der Stadt Münster in Kooperation mit dem städtischen
Presse- und Informationsamt, dem Stadtsportbund und dem Bürgernetz
büne e.V. im Herbst 2000 den bundesweit ersten Internetpreis für
Sportvereine ausgeschrieben und am 28. September zu einer Einführungsveranstaltung
in die Halle Münsterland eingeladen. Motiv der Ausschreibung war
es, noch mehr Sportvereine in Münster zum Web-Auftritt zu motivieren
und die Chancen des Internets bekannter zu machen.
Blau-Weiß Aasee war bereits seit 1996 online, Rolf Gerlach hatte
das Design noch 1999 erneuert, jedoch durfte der notorisch progressive
Club auch an diesem Abend nicht fehlen. Im Anschluß an die Begrüßung
durch Bürgermeisterin Karin Reismann und ein Einführungsreferat
von Klaus-Otto Nagorsnik von büne e.V. erläuterten Vertreter der
Sponsoren Sparkasse Münster und citykom die Kriterien, Phasen und
Preise des Wettbewerbs. Die Begleitung der kommenden Webmaster durch
eigens für diesen Preis eingerichtete Kurse, Seminare und Werkstätten
sollte den Vereinen den Weg zur eigenen Homepage erleichtern. Am
Ende der Wettbewerbsfrist (zunächst geplant war der 30. Juni, daraus
wurde der 31. Oktober 2001) würden Basisfunktionen wie Informationsgehalt,
Kommunikationsangebote, technische Funktion, Aktualität und Kontinuität,
sportliche Inhalte, Layout und Screen-Design, soziale und vereinsinterne
Aspekte (erweiterte ehrenamtliche Strukturen) bewertet werden.
Die erste Kursstaffel „Internetpräsenz für Sportvereine“ im November
2000, welche grundlegende HTML-Kenntnisse, die Konzeption einer
Website, Navigation und Layout vermittelte, und an der für Blau-Weiß
Aasee Rolf Gerlach, Björn Uhlhorn und Jens Nagl teilnahmen, versprach,
„gemeinsam eine Homepage für Ihren Verein [zu] erarbeiten bzw. ein
vorhandenes Internetangebot [zu] erweitern“. So einfach war es dann
doch nicht. Jedoch nun im Wissen um das Machbare und mit klarer
inhaltlicher Konzeption im Kopf knüpfte man die glückliche und entscheidende
Verbindung zu Michaela Hövelmann, Ute Popko und Silke Rommel, Vereinsmitglied
und Mutter einer Volleyballerin, welche sich im Rahmen einer Fortbildung
zu Online-Redakteurinnen die Homepage des SV Blau-Weiß Aasee als
Projektarbeit vornahmen, sich zu Vereins- und Programmstruktur beraten
ließen, jedoch Struktur und Optik der Site von Grund auf neu und
originell entwickelten.
Im März 2001 wurde die BWA-Homepage dann ins Netz gestellt. Das
erheblich erweiterte Serviceangebot enthielt Anfahrtsbeschreibungen
zu den Sportstätten, das Eintrittsformular zum Ausdrucken, die Vereinssatzung,
einen verbesserten Ergebnisdienst der Aasee-Teams, Informationen
zum Hausprojekt, Verweise auf die Kooperationen des Vereins, usw.
Die Resonanz war äußerst positiv. Eine erste außergewöhnliche Aktion
waren die Tagebucheintragungen der Volleyballerinnen während ihrer
Rjasanfahrt im April, so daß die Daheimgebliebenen sich jeden Abend
an russischen Impressionen erfreuen konnten. Anläßlich eines Internet-Preisrätsels
im Vorfeld des BWA-Sommerfestes wurde das Gästebuch wochenlang so
stark bestürmt, dass es kurzzeitig gar seinen Betrieb einstellte.
Ein wichtiges Ziel war es zudem, möglichst vielen SportlerInnen
und Vereinsmitgliedern die Möglichkeit zu geben bzw. diese dafür
zu gewinnen, sich und ihre Mannschaft / Abteilung selbständig auf
der Site darzustellen und zu verwalten. Dafür wurde am 06. Juni
2001 in der Geschäftsstelle ein erstes Treffen durchgeführt, woraufhin
der SV Blau-Weiß Aasee am 01. September 2001 unter Leitung von Silke
Rommel und Rolf Gerlach eine eigene Schulung veranstaltete, speziell
für den Umgang mit (dem Programm) Frontpage, einem Webeditor, welchen
der Verein erworben hatte und mit dem sich die Site relativ mühelos
bearbeiten läßt. Den SchulungsteilnehmerInnen aus den unterschiedlichsten
Sparten wie Volleyball, Eltern-Kind-Turnen oder Subbuteo wurden
Programm, Aufbau der Site, das Arbeiten mit Tabellen, Stylesheets,
Hyperlinks etc. vermittelt.. Während die Aktualisierung des Programms
und die Betreuung der vereinsübergreifenden Themen von der Geschäftsstelle
geleistet werden, gestalten und überwachen viele Teams und Abteilungen
ihren Bereich mittlerweile selbst. Besonders hervor traten hier
– wenn schon nicht sportlich – in jüngster Zeit die Senioren-Fußballer
mit einem Ergebnisdienst, aktuell eine Viertelstunde nach Abpfiff,
sowie Spielberichten, welche die Analysen des kicker-sportmagazins
in puncto Witz und Subjektivität deutlich hinter sich lassen.
Inzwischen ganz unabhängig vom „Internetpreis für Sportvereine“
lebt die BWA-Homepage also mehr denn je.
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