|
Saison 2004/2005 – Kreisliga C2
17. Spieltag, Mittwoch, 06.04.2005, 18.45 Uhr
SC Gremmendorf III – SV Blau-Weiß Aasee
II 2 : 5 (1 : 0)
Aufstellung: Björn – Thotti – Kolja (46.
Alex), Schrammi – Tobi B., Dietmar, Tobi P. – Thorsten, Ansgar (46.
Klaus) – Marco (46. Basti), Wojtek
Tore:
1 : 0 (44.)
1 : 1 (47.) Basti (Bönni)
1 : 2 (68.) Klaus (Bönni)
1 : 3 (79.) Wojtek
2 : 3 (80.)
2 : 4 (84.) Klaus (Basti)
2 : 5 (90.) Wojtek (Thorsten)
Gelb: Schrammi, Kolja, Basti, Thorsten, Alex, Tobi
B.
Gelb-Rot: Libero Gremmendorf (72.)
Aasee siegt im Torwandschießen!
Schon um 18.45 Uhr sollte Anstoß sein in
Gremmendorf. Grund war nicht das Champions-League-Spiel Chelsea
gegen Bayern am selben Abend, sondern die fehlende Flutlichtanlage
auf dem Rasenplatz.
Höhepunkte der ersten 45 Minuten: eine gute Einschussgelegenheit für
Wojtek nach Vorarbeit von Ansgar (vorbei), ein indirekter Freistoss
in unserem Strafraum, weil Björn eine vermeintliche Rückgabe von
Tobi P. mit der Hand aufnahm (abgewehrt), zwei heftige Dispute
zwischen Kolja und dem Schiri (gelb), eine große Torchance für Marco
(verdaddelt), ein Flachschuss des Gremmendorfer 11ers nach Steilpass
(drin).
So lagen wir zur Pause hinten, natürlich unnötig. Im Spiel nach
vorne passierte vieles zu hektisch und unsere Wunderwaffe
Schrammikopfball nach Ecke wollte auch nicht so recht zünden.
In der Halbzeit wechselte das Trainerduo wie angekündigt dreimal:
Alex, Klaus und Basti kamen für Kolja, Ansgar und Marco. Und schon
der erste Angriff brachte das 1:1, als Basti einen langen Ball von
Bönni nur noch in die Maschen setzen musste. Das Spiel veränderte
sich jetzt spürbar zu unseren Gunsten, wurde aber auch nickeliger;
es gab etliche gelbe Karten auf beiden Seiten. Bei Aasee traf es an
diesem Tag 6 Spieler. Ein Verteidiger der Gastgeber musste sogar mit
gelb-rot nach Handspiel runter. Kurz darauf traf der (Heim-)Schiri
eine Konzessionsentscheidung zu unseren Gunsten, als er nach einem
Nicht-Rückpass auf den Gremmendorfer Torwart uns einen Freistoß fast
am 5-m-Raum schenkte. So ein Ding hatten die Weißen in der ersten
Halbzeit ja kläglich vergeben. Jetzt standen sie alle auf ihrer
Torlinie und Klaus durfte versuchen, ein Loch zu treffen. Er erwies
sich als prima Torwandschütze und brachte uns damit in Führung. Eine
Einzelleistung von Wojtek, der aus halblinker Position den Ball ins
lange Eck schlenzte, hätte man bereits die Vorentscheidung nennen
können, wäre da nicht der bullige 10er des Gegners gewesen. Er
entledigte sich im Strafraum recht unsanft seines Gegenspielers Tobi
P. und vollendete mit links. Aber Aasee hatte längst begriffen, dass
nicht Meckern sondern Kicken an diesem Tag die Punkte bringen würde.
Ein Konter nach dem anderen rollte auf das Tor der Vorstädter zu,
Schrammi, Tobi B. und Thorsten schlugen ihre Bananenflanken, die bei
Basti, Klaus und Wojtek Abnehmer fanden. Die beiden letztgenannten
erhöhten auch noch auf 4:2 und 5:2. Die schönste Schlußszene
lieferten jedoch die beiden dicksten Spieler auf dem Platz, die
SC-Akteure Nummer 10 und 12. Ohne Not klatschen die zwei im Kampf um
den Ball zusammen, gut, dass kein Aaseer dazwischengeriet!
Bleibt die Frage: Warum fiel es den Blauschwarzen
erst nach dem Seitenwechsel so leicht, zu Toren zu kommen und den
Gegner zu beherrschen? Nur an den Auswechslungen kann es nicht
gelegen haben, denn wie ein roter Faden zieht sich das Phänomen
Zweite Halbzeit durch unsere Saison. In Zahlen: Aasee II hätte, wenn
alle Spiele zur Pause abgepfiffen worden wären, ein negatives
Torkonto mit 12:13. In der zweiten Hälfte bringen wir es dagegen auf
stattliche 36:14 Tore. Deutlicher als diese Statistik können Worte
nicht ausdrücken, was wir für eine Langschläfertruppe sind! Das gilt
aber nur für den Angriff, denn die Abwehr verteilt ihre Gegentore
immerhin recht gleichmäßig über die gesamte Spieldauer.
Spruch des Tages: „Kartenspielen“ (Schrammis
Überlegung, was der Schiedsrichter sonst wohl für
Freizeitaktivitäten pflegt)
Mann des Tages: Also ich bin für Klaus,
weil er richtig Spaß am Spiel hatte, was sich sofort auf die
Mannschaft übertrug. Und der würde auch im Aktuellen Sportstudio
eine gute Figur machen.
|