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Saison 2004/2005 – Kreisliga C2
9. Spieltag, Sonntag, 24.10.2004, 13:00 Uhr
DJK Everswinkel IV – SV Blau-Weiß Aasee
II 5 : 4 (4 : 2)
Aufstellung: Björn – Thorsten H. - Alex,
Jan – Tobias B., Marc (46. Wojtek), Felix – Sean, Klaus ©, David –
Tequo
Tore:
1:0 (15.)
2:0 (20.)
2:1 (24.) David (Tequo)
2:2 (29.) Klaus (Tequo)
3:2 (33.)
4:2 (39.)
5:2 (49.)
5:3 (55.) David (Tequo)
5:4 (62.) David (Wojtek)
Gelb: Tequo
Blauweiße
Achterbahnfahrt: „Ohne festzuhalten... ohne festzuhalteeeeen ...:
Zur Aufstellung
Manchmal lohnt es sich die Worte des Trainerstabes zu wiederholen:
„Ihr kennt die Aufstellung, heute mit einem Stürmer. Ich bleibe
draußen.“ Der letzte Satz war wohl eine der durchdachteren Aktionen,
des heute leicht umnebelten Duos.
Zum Spiel
Everswinkel begann druckvoll, zu druckvoll für Aasee Die ersten
Minuten zeigten, dass das heutige Spiel kein Zuckerschlecken würde.
Nach kurzer Zeit bekam man den Gegner jedoch einigermaßen in den
Griff. Dies war jedoch wie so oft das Zeichen für das Mittelfeld,
sich auf die Offensive zu konzentrieren, was die Defensive auf sechs
Mann konzentrierte. Ohne seine Vorarbeiter war Marc in der Zentrale
auf relativ verlorenem Posten und wurde Opfer des Everswinkler
Kurzpasskreisels. Kein schönes Bild, wie Aasee hinten zerpflückt
wurde und fast ständig in Unterzahl spielen musste. Trotzdem würgte
man sich einige Zeit über die Runden. Das Gegentor fiel dann aus
einer Standardsituation. Ecke, Alex unterläuft den Ball, Marc hilft
ihm dabei und ein völlig allein gelassener Stürmer, vollendet aus
drei Metern mit dem Schienbein. Es folgte Hühnerhaufenfußball, so
dass das 2:0 nur eine Folge der Zeit war. Tequo beraumte nun eine
unerlaubte Auszeit an. Zwei Minuten schwor er das Team vor dem
Wiederanstoß auf Kampf und Defensive ein, eine Ordnung fand sich
hinten jedoch nicht. Dafür zeigte der Sturm warum er in dieser
Saison der ganze Stolz des Aasees ist. Nach zwei blitzsauberen
Kontern, in denen Tequo jeweils als Vorbereiter glänzte (böse Zungen
behaupten, er hätte jeweils selbst vollstrecken können), glichen
David und das wiedererstarkte Schusswunder Zumhagen aus. Alles wäre
wieder im grünen Bereich gewesen, wenn das Defensivproblem nicht
geblieben wäre. Everswinkel antwortete mit einem Spaziergang durch
das Zentrum der Aaseeherrlichkeit und Jan konnte einen Schuss aus 20
Metern nur noch so abfälschen, dass er für seinen Torhüter nicht
mehr zu erreichen war. Das vierte Tor habe ich zum Glück schon
verdrängt, aber ich wette 10:1, dass auch hier keine große Gegenwehr
stattfand. Das 2:4 wurde grandios in die Pause gerettet. Endlich so
schien es nach vier schmerzlichen Lektionen hatte die Reserve
begriffen, dass Verteidigung und Zweikampf essentielle Bestandteile
ihres Lieblingssports sind.
Wojtek schleppte sich für Marc auf den Platz und glänzte durch
Bleiche und so nicht gekannte Überforderung, aber insgesamt hatte
BWA das Spiel jetzt in der Hand. Trotzdem fiel zunächst das 5:2.
Wieder nach einer Ecke, diesmal war Alex jedoch am Mann, da war kein
Vorwurf zu machen, manchmal kommt eben auch noch Pech dazu. Und dann
zeigten Elf Mann, warum die Fans teilweise mehr als 500 m
zurücklegen, um zu ihren Spielen zu kommen und die Spielerfrauen am
Platz stehen, wenn sie gerade frische Luft brauchen. Es wurde mit
Herzblut gekämpft. Selbst die Alkoholleichen wuchsen über sich
hinaus und eine furiose Aufholjagd wurde gestartet. Belohnt wurde
sie leider nur mit den Treffern zum 3:5 und 4:5. Beide sehenswert
und beide von David, der jetzt schon zeigte, warum man ihn bald mehr
als schmerzlich vermissen wird. Weitere Chancen ergaben sich wurden
aber zum Teil aus Spieltrieb zum teil aus Kraftlosigkeit vergeben.
Trotz großer Energieleistung blieb es bei der knappen Niederlage,
ach ja und dann war da noch diese eine Situation, die sich beinahe
so festgebrannt hätte, dass jeder von uns noch eine Geschichte für
das Kaminfeuer gehabt hätte, um die Augen der Enkelkinder zum
Glänzen zu bringen: Björn macht einen wirklich guten Abschlag, der
von der Strafraumkante bis kurz vor die Mittellinie fliegt, wo ein
Everswinkler ihn volley einfach zurückschlägt. Sekundenlang schwebt
er über Freund und Feind, begleitet von Hoffen, Bangen, Johlen und
Stöhnen, um sich dann zu entscheiden nur Zentimeter über der Latte,
genau in der Tormitte ins Aus zu senken. Ich wäre gern dabei
gewesen. Die Seifenblase des Aufstiegs scheint zunächst geplatzt. In
der zweiten Halbzeit hat es jedoch wieder großen Spaß gemacht, in
dieser Mannschaft zu spielen.
Spieler des Tages:
Tequo. Drei Torvorlagen und der einzige Blauweiße der
wenigstens zeitweise gedacht und geredet hat.
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