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Saison 2004/2005 – Kreisliga C2

7. Spieltag, Sonntag, 17.10.2003, 15:00 Uhr

SV Blau-Weiß Aasee II  –  BFV 72 Münster II   2 : 2 (1 : 1)

Aufstellung: Björn – Thorsten – Willy (70. Tobi P.), Jan – Felix (46. Henni), Dietmar (c), David – Marc (70. Ansgar), Klaus – Wojtek, Sean

Tore:
1:0 (12.) Sean (Wojtek)
1:1 (32.)
1:2 (54.) HE
2:2 (82.) Sean (Thorsten)

Gelb: Jan
 

Bruder Leichtfuß, Pech und Regen – die Serie reißt

Zur Aufstellung
Niemals zeigte sich deutlicher als heute, dass die Aasee-Reserve ein Luxusproblem hat. Trotz zahlreicher Ausladungen durch das Trainergespann, trafen sich noch 15 Spieler in den Aaseeruinen, so dass Coach Böntrup, der in der Vorwoche noch am glorreichen Sieg der Ersten gegen den Tabellenführer mitgewirkt hatte, sich ganz auf die Spielleitung konzentrieren konnte. Zudem mussten noch Altmeister Perrey, Nachwuchshoffnung Ansgar und Henni, der Topstürmer der vergangenen Spiele, zunächst auf der Bank Platz nehmen. Begonnen wurde im zuletzt erfolgreichen 3 – 5 – 2 System.

Zum Spiel
Auf dem extrem glitschigen Geläuf wollte Aasee verhalten beginnen, aber der anfängliche Tiefschlaf des Gegners zwang die Blau-Weißen wieder in den zuletzt wohlbekannten Offensivrausch. Ergaben sich die Chancen zunächst vor allem aus Stockfehlern des Gegners, wurde bald darauf auch kombiniert. Das 1:0 schien nur eine Frage der Zeit und ließ dann auch nicht auf sich warten. Nach einer eher erkämpften als erspielten Hereingabe von Wojtek, der Pass kam erst im zweiten Anlauf und Feindkontakt in die Mitte, verwandelte Sean aus kurzer Entfernung hart und trocken in die linke untere Ecke. Der Torhüter war chancenlos. Anschließend folgten unsere besten Minuten. Der Gegner wurde eingeschnürt und teilweise hochklassige Chancen erspielt. Die schönste schloss Felix nach einer Kombination über rechts und einer Flanke quer durch den Strafraum aus etwa 8 Metern leider nur mit einem Schuss gegen den linken Innenpfosten ab, der Abpraller landete leider beim Gegner. So viel Überlegenheit führte leider zu Überheblichkeit. Die gegnerischen Spieler wurden im Mittelfeld nicht mehr richtig gestellt, dazu kamen größere Abstimmungs- und Standschwierigkeiten in der Aaseehintermannschaft, die BFV zu einigen ansehnlichen Kombinationen nutzte, die noch nicht torgefährlich waren uns aber hätten warnen sollen. Stattdessen wurden wir kalt erwischt. Nach dem mehrere Spieler an der rechten Außenlinie ausgerutscht waren, entschied der Schiri (vielleicht zurecht) auf Freistoß. Dieser wurde auf den kurzen Pfosten hereingegeben, Marc verlor hauchdünn das Kopfballduell, Thorsten wollte den durch den Fünfer hoppelnden Ball klären, traf ihn aber so unglücklich, dass er ihn genau um den bereits am Boden liegenden Björn herumspitzelte: 1:1.
Danach begann die schlechteste Viertelstunde der bisherigen Saison. BFV war durch den Ausgleich aufgewacht und attackierte nun, Aasee lief sich gegenseitig über den Haufen, rutschte und klärte unglücklich, so dass es noch zu der ein oder anderen brenzligen Situation kam, die aber dank Björn oder gegnerischem Unvermögen, zu keinem zählbaren Erfolg führten. Der totale Einbruch. Vor allem Jan und David ließen vergessen, dass sie schon mal Fußball gespielt haben, aber andere standen ihnen nicht nach.
In der Kabine herrschte Fassungslosigkeit vor. In dem Stil konnte man kaum dass Unentschieden über die Bühne bringen, geschweige den Siegen. Es musste etwas geschehen. Auf dem Platz hallten uns noch die Worte von Chefeinpeitscher Theele in den Ohren und wir gingen aggressiver zur Sache. Das Spiel begann ausgeglichen ohne Chancen hüben und drüben. Aber der Fußballgott trug an diesem Sonntag nicht Blauweiß. Jan unterschätzte einen gegnerischen Abschlag knapp, so dass sein Kopfball über Dietmar hinweg verlängert wurde, der gegnerische Siebener trug den Ball 20 Meter mit Fuß, Brust und Hand in Richtung Tor ohne gestoppt werden zu können, passte nach links, wo sein Mitspieler den Ball einfach in die Luft drosch, leider leider war Thorstens Arm im Weg, der Pfiff kam und der gegnerische Torhüter ließ Björn keine Chance. Es hieß also einen Vorsprung aufzuholen. Die Defensive fing sich, der Elfmeter sollte die einzige ernsthafte Möglichkeit BFVs in der zweiten Halbzeit bleiben. Vor allem der später eingewechselte Tobias legte hier eine blitzsaubere Partie hin. In der Offensive wurde meist mit der Brechstange hantiert. Immer wenn das erfolgversprechend aussah holte der Gegner die Sense raus. Vor allem Wojtek bekam das immer wieder zu spüren, aber auch Ansgar und David wurden übel auf die Asche geschickt. Diese Fouls pfiff der Schiedsrichter nach Lust und Laune, wir kamen immerhin zu vier guten Freistossmöglichkeiten. Ebenso viele gab es nach Spielunterbrechungen wegen Meckern. Gefährlich waren drei oder vier, im Tor landete keine. Der gegnerische Torhüter parierte glänzend oder die Nerven versagten aus kürzester Distanz. Gerade als die meisten sich schon mit der Niederlage abgefunden hatten, wurde das Tor noch erspielt. Vielleicht eine von drei wirklich schönen Situationen in der zweiten Halbzeit. Henni und Ansgar spielten rechts über die Grundlinie, dann wurde der Ball zu Thorsten zurückgelegt, der eine wunderbare Flanke auf den hinteren Pfosten schlug, die Sean mit einem formvollendeten Kopfball unhaltbar im Tor versenkte. Doch noch 2:2.

Fazit
Was uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat, nach der Führung nicht nachzulassen und erst nach dem 2 oder 3:0 einen Gang zurückzuschalten, hat heute gefehlt. Dadurch wurde ein schwächerer Gegner wieder zurück ins Spiel gebracht. Aus diesem Grund darf sich niemand über das - zuletzt sogar noch hart erkämpfte – unglückliche Ergebnis beschweren. Wenn Felix' Schuss hineingeht haben wir das spiel gewonnen, aber wir sind eigentlich stark genug, um auch mit dem Pfostenschuss zu gewinnen.

Spieler des Tages
Sean, weil – O-Ton Wojtek – „er hat auch schlecht gespielt wie die anderen, aber er hat zwei Tore gemacht.“ Wer kann dem widersprechen, wenn er beim nächsten Spiel dabei sein will. Daneben haben alle Einwechselspieler eine gute Leistung gezeigt.

 

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