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Saison 2004/2005 – Kreisliga C2
3. Spieltag, Sonntag, 12.09.2003, 13.00 Uhr
1. FC Mecklenbeck II – SV Blau-Weiß
Aasee II 0 : 7 (0 : 1)
Aufstellung: Björn – Thorsten H., - Jan,
Tobias P. – Tobias B., Dietmar (60. Christian), Sean – Jeff, Carsten
(22. Klaus) – Tequo (70. Thomas H.), Wojtek
Tore:
0:1 (4.) Tequo (Sean)
0:2 (55.) Tequo (Jeff)
0:3 (59.) Tequo (Wojtek)
0:4 (63.) Jeff (Klaus)
0:5 (66.) Wojtek (Tequo)
0:6 (69.) Sean (Jeff)
0:7 (82.) Wojtek (Sean)
Erst Rasenschach, dann blau-weißes Ballett
Zur Aufstellung
Zwei Trainer, drei Meinungen: Eine halbe Stunde vor Spielbeginn
waren nur drei Positionen klar: Björn als Torhüter sowie Bönni und
Wojtek auf ihren Lieblingspositionen. Intensive Diskussionen
brachten eine bis dahin nicht gekannte Auseinadersetzung mit dem
Thema Taktik, die sich im Spiel auszahlen sollte. Erschwert wurde
diese Traineraufgabe zusätzlich durch die Last-minute-Männer Carsten
und Klaus, für die aber auch noch Nischen im Aasee-Ökosystem
gefunden werden konnten. Rechtzeitig zum Anpfiff wußte dann jeder
ungefähr, was von ihm erwartet wurde.
Zum Spiel
Aasee wollte verhalten beginnen, die Mecklenbecker Angriffswellen
sollten an einer gefestigten blau-weißen Defensive zerbrechen. Doch
wie so viele Vorhaben konnte auch dieses nicht umgesetzt werden. Wie
aus heiterem Himmel begann Aasee im Mittelfeld zu kombinieren und
Sean wurde wunderbar in der Nähe der rechten Außenlinie bedient, ein
paar Schritte nach vorne und eine butterweiche Flanke an den Fünfer,
wo Tequo umringt von zwei Meckis steht. Doch während die Jungen wild
durch die Gegend hüpfen, schaut der Altmeister verträumt durch die
Gegend und wartet ab bis die englische Offerte ihm auf die
Lockenpracht fällt und läßt sie von dort ins Tor tropfen. 1:0 ein
guter Start, aber noch läßt sich niemand zu Jubelläufen hinreißen.
Mecklenbeck rennt nun an, aber die Defensive stet exzellent. Der
Marathonmann läßt seinem Gegner keinen Stich während sein
gleichnamiger Trainerkollege auf links zumeist zwei Russen unter
Kontrolle hat, wobei er allerdings oft tief in die Trickkiste
greifen muss. Dietmar und Jan demoralisieren die gegnerische
Altersachse, so dass der Libero sich auf den Spielaufbau
konzentrieren kann. Mit gleich zwei Technikern, denn auch Jeff zeigt
heute all seine Spielmacherkünste kontrolliert Aasee den Gegner, so
dass es hin und wieder zu gute Chancen kommt, die aber wie gewohnt
nicht verwertet werden. Die Startaufstellung bricht leider bald
auseinander, weil Carsten seine Oberschenkelgeschichte noch nicht
ganz auskuriert hat. Klaus kommt für ihn ins Spiel und nun deutet
sich an, dass manch einer heute Lust hat zu zaubern. Mecklenbeck
hält mit und kommt zu kleineren Chancen, aber Björn muss nie
ernsthaft eingreifen. Da Tequos Tor bis zur Halbzeit das einzige
bleibt wird die Mannschaft in der Kabine auf Kampf und Defensive
eingeschworen. Jeder befürchtet: Jetzt werden die Meckis kommen.
Aasee hält es fast fünf Minuten durch abzuwarten,
dann hat sich die Mannschaft auf die zwei neuen Offensiven
eingestellt, zwei gute gegnerische Möglichkeiten abgewehrt und legt
einen höheren Gang ein und ab diesem Zeitpunkt wird Fußball
zelebriert. Jeff nimmt das Spiel in die Hand, Klaus unterstützt ihn
dabei und alle anderen kämpfen, laufen sich frei und schauen bevor
sie spielen. Als Konsequenz fällt ein Tor nach dem anderen, nachdem
Tequo noch zweimal vorgemacht hat, wie es geht, treffen plötzlich
auch alle anderen. Ein Tor ist schöner als das andere und die
Einwechselungen werden sofort in das hervorragende Mannschaftsspiel
integriert. Fußball kann so schön sein, fünf Tore in fünfzehn
Minuten und Aasee greift weiter an, Mecklenbecks Moral ist
gebrochen. Die Chancen hätten leicht für ein zweistelliges Ergebnis
gereicht, aber Aasee läßt wieder die 100%er aus. Trotz des Drucks
bleibt die Aaseedefensive sicher, geführt vom alten Taktikfuchs
Perrey: "Wir wollen hier zu null spielen" und zwei Minuten später:
"Scheiß egal, jeder soll ein Tor machen können, wir spielen mit
übergeben." Da dies nicht reibungslos funktioniert erhält auch
Mecklenbeck noch seine Chancen und Björn kann seine Wichtigkeit für
die Mannschaft unter Beweis stellen. Ein Tor fällt noch, aber es
hätten mehr sein können. Jubel, Jubel, Jubel. Selbst die
Berufspessimisten nehmen nun das Wort Aufstieg in den Mund, wenn ...
ja wenn wir diese Leistung bestätigen können. Die Saison ist noch
lang, es bieten sich noch viele Gelegenheiten.
Spieler des Tages
Eine komplette Mannschaftsleistung. Wenn man die Spieler befragt, so
wird wohl fast jeder Name fallen. Ich fand Jeffs Leistung
noch etwas stärker als die übrigen. Er lenkte das Spiel, gewann
defensiv und offensiv Zweikämpfe, bewies Übersicht, schoss ein Tor
und bereitete zwei vor, aber auch das ist nur ein Vorschlag. |