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Saison 2002/2003 - Kreisliga C2
27. Spieltag, Sonntag, 11.05.2003, 13:00 Uhr
GS Hohenholte 2 - Blau Weiß Aasee 2
3 : 1 (0 : 0)
Aufstellung: Schimmi - Manolo, Willy, Roman – Tobias B.,
Dietmar, Tobias P. – Uli, Klaus, Wojtek – Michael K. (60. Alex)
Tore:
1:0 (63.)
2:0 (66.)
2:1 (75.) Wojtek (Alex)
3:1 (82.)
Gut gespielt, aber verloren!
Auf dem grünen Teppich in Hohenholte verloren die
Aasee-Kicker trotz einer starken Leistung letztendlich verdient
gegen die noch stärkere Reserve von Hohenholte. Leider hat wieder
etwas Glück gefehlt, um einen von ganz oben zu schlagen.
Auf Grund von vielen Verletzungen, Feiern und
anderen Gründen hatte Tobias keine Probleme mit der Aufstellung. Die
einzige Alternative gab es bei der Sturmbesetzung: Michael K. oder
John. Tobias ließ vorerst Michael spielen, stellte sich selbst auf
und ansonsten spielte fast die komplette Elf von vor zwei Wochen,
die gegen Gievenbeck eine grausame Leistung bot.
Zuerst noch etwas zu Hohenholte: strahlender
Sonnenschein, der Rasen ein Traum, ein grüner Teppich, neues
Vereinshaus, da wurden schon Stimmen laut, dass wir uns geschlossen
nächste Saison als Hohenholte 3 anmelden. Der Gegner: Eine junge
Truppe, eingespielt und laufstark, nicht umsonst steht er auf dem
dritten Platz. Aber wie das bei Aasee so ist, passten wir uns
erstmal dem Gegner an.
So begann das Spiel zwar mit einem Sturmlauf der
Gastgeber, doch unsere defensive Ausrichtung hatte vorerst kaum
Probleme die gegnerischen Angriffe im Keim zu ersticken. Alle gingen
munter in die Zweikämpfe, die Zuordnung stimmte von der ersten
Minute an und so hatten wir die erste gute Torchance. Klaus schoss
einen Freistoss genau in den linken Torwinkel, doch noch bevor der
Ball im Tor versank, erklang der Pfiff des Schiedsrichters. Der
Schiri hatte Abseits gesehen. Eine sehr strittige Entscheidung, denn
falls es wirklich Abseits war, so lag definitiv keine Behinderung
des Torhüters vor, da Wojtek sich am rechten Pfosten befand.
Es war wohl die einzige Fehlentscheidung des
Schiedsrichters, der im weiteren Verlauf des Spiels eine tadellose
Leistung bot und immer auf der Höhe des Geschehens war. Sein Motto
"Wer seit 40 Jahren pfeift, hat zu jeder Situation einen passenden
Spruch". Auf dem Spielfeld änderte sich vorerst nichts, wir standen
tief und waren mit unseren schnellen Kontern über Uli, Klaus und
Wojtek gefährlicher als die Hohenholter. Michael im Sturm war eine
äußerst positive Überraschung, gab keinen Ball verloren und hatte
endlich den Auslauf, den er eingeschlossen in seinem Sechzehner
sonst nie bekam. Zu einem guten Abschluss reichte es aber nicht –
ein Torwart wird nun mal nicht über Nacht zum Torjäger.
Eine weitere Chance bekam nach 30 Minuten Wojtek,
als der Ball nach einem Ausflug des Hohenholter Torwarts zur
Eckfahne an seinem Fuß landete. Doch sein Schuss aus zwanzig Metern
von der Seitenlinie konnte von einem Abwehrspieler vor der Linie
weggeköpft werden. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit ließen
bei uns dann die Kräfte nach und die Hohenholter begannen klares
Übergewicht zu gewinnen. Willy konnte seinen schnellen Gegenspieler
oft nur durch Fouls stoppen und die darauf folgenden Flanken sorgten
für Unruhe in unserem Strafraum. So konnte sich Schimmi mehrmals
gegen die kopfballstarken Gastgeber auszeichnen und einmal rettete
der Pfosten für ihn. Wir waren froh als endlich der Pausenpfiff
ertönte. Die Null stand noch.
Nach der Pause erwarteten wir dann einen erneuten
Ansturm des Tabellendritten, überraschenderweise blieb dieser aber
vorerst aus. Es ging so weit, dass wir sogar zeitweise die
Initiative übernahmen. Vor allem, weil sich die defensiven
Mittelfeldspieler Tobias B. und P. sowie Dietmar immer wieder mit
nach Vorne stahlen, kamen wir zu mehreren Schüssen aus der zweiten
Reihe. Leider hatte Wolfgangs Schusstraining bei der Zweiten keine
Früchte getragen, es blieb vorerst bei einem torlosen Unentschieden.
Nach einer Stunde erschien Alex endlich am Platz und wurde sofort
eingewechselt. Nach einem Wechsel eines Vollblutstürmers für einen
Torwart dachten viele, dass wir jetzt auf totale Offensive
umschalten. So fiel auch dann wenige Minuten nach dem Wechsel das
erste Gegentor.
Gerade hatte Uli noch ein Tor auf dem Fuß, als er
schön in die Gasse lief, dann waren wir im Ballbesitz, Klaus
unterlief ein Fehlpass im Mittelfeld und plötzlich stellte sich
heraus, dass keiner mehr Hinten war. So lief der Stürmer der
Hohenholter die Seitenlinie lang, Roman grätschte am Ball und Mann
vorbei und auf einmal stand Manolo zwei Stürmern gegenüber. Er
verpasste den Pass der beiden um Millimeter und der Stürmer konnte
aus kürzester Entfernung sich die Ecke aussuchen – 0:1.
Klassisch ausgekontert, obwohl wir eigentlich
defensiv spielten. Der Schock saß tief, denn keine zwei Minuten
später fiel nach einer Ecke das zweite Tor. Wieder drei Fehler in
unserer Abwehr, die dem Tor vorausgingen. So köpfte Roman dem
Torwart den Ball aus der Hand, Uli verlängerte in die falsche
Richtung und Tobias P. ließ seinen Stürmer sich wegschleichen und
das Tor einköpfen - 0:2.
Doch wer gedacht hätte, dass das Spiel damit
entschieden war, der hatte sich getäuscht. Manolo rückte ins
Mittelfeld, die Mannschaft zeigte eine tolle Moral und die nächsten
10 Minuten schnürten wir den Gegner förmlich in der eigenen Hälfte
ein. Leider kamen dabei nicht viele Chancen heraus, da wie bereits
erwähnt, der Gegner uns läuferisch, konditionell und in der Luft
überlegen war. Doch durch unseren kämpferischen Einsatz konnten wir
dann doch noch den Anschlusstreffer erzielen. Alex überwand mit
einem Heber seinen Gegenspieler, der Torwart faustete ihm den Ball
vom Fuß, welcher genau vor Wojteks Füssen landete. Wojteks flacher
Schuss aus 14 Metern ging genau in die rechte Torecke und so hatte
der Torwart keine Abwehrchance – 1:2.
Daraufhin warfen wir alles nach Vorne. Es kam
mehrmals zu chaotischen Zuständen im Strafraum der Gastgeber, jedoch
schafften wir es nie zum Abschluss zu kommen. Auf der anderen Seite
hatten die schnellen Stürmer der Hohenholter ihre Konterchancen. Bei
einem dieser Vorstöße konnte Willy nur durch ein Foulspiel seinen
Gegenspieler aufhalten. Die Flanke faustete Schimmi nicht weit genug
heraus und der Nachschuss zappelte im Tor. Wir gaben uns zwar immer
noch nicht auf, aber die Kraft reichte nicht mehr zu vernünftigen
Angriffen. Dafür hatte der Gegner in der letzten Minute eine
Konterchance, bei der einer der Stürmer aus kürzester Entfernung am
leeren Tor vorbeischoss. Aber eine höhere Niederlage hätten wir
nicht verdient.
Pechvogel des Tages war sicherlich Alex, der beim
Stande von 0:0 eingewechselt wurde und nur 5 Minuten später stand es
0:2. Zwei Stunden später wurde er in der Ersten eingewechselt und
prompt fiel das einzige Gegentor des Tages. Natürlich hatte Alex
nichts mit den Gegentreffern zu tun, aber ärgerlich ist das schon.
Am Rande noch eine interessante Statistik: Würden
die Spiele nur 45 Minuten dauern, hätten wir in der Rückrunde 27
Punkte geholt (8 Siege, 3 Unentschieden und keine Niederlage). Dazu
ein Torverhältnis von 13:2, ja genau, 2 Gegentore in den ersten 45
Minuten. Also öfter mal Laufschuhe anziehen und an der Kondition
arbeiten.
Fazit: Willy meinte: "Unsere beste
Saisonleistung". Das stimmt sicherlich, was das kämpferische angeht.
Andererseits wurden uns vom Gegner die Grenzen aufgezeigt. Es war
wohl das erste Mal in der Rückrunde, dass wir verdient verloren
haben. Am nächsten Spieltag kommt der Tabellenzweite, hoffentlich
haben wir dann wieder eine Saisonbestleistung.
Spieler des Tages: Tobias B. – ich will
meinen Stammplatz behalten. Das wollen wohl auch andere, denn für
die Kandidatur sprachen sich mehrere Spieler aus. Nach dem
Ausschlussverfahren blieben auch nicht viele übrig, die sich keinen
groben Fehler geleistet haben. |