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Saison 2002/2003 - Kreisliga C2
25. Spieltag, Sonntag, 27.04.2003, 15:00 Uhr
Blau Weiß Aasee 2 - 1. FC Gievenbeck 4
2 : 2 (1 : 0)
Aufstellung: Schimmi - Manolo, Roman, Dermot - Tobias P.,
Jan S., Willy (60. Ulli) – Klaus, Kai - Wojtek, Alex
Tore:
1:0 (32.) Wojtek (Alex)
2:0 (55.) Alex
2:1 (61.)
2:2 (71.) FE
Gelbe Karten: Dermot, Tobias P., Wojtek
Führung verspielt, Punkt gerettet!
Die Zweite von Aasee holte nach der schlechtesten Leistung in
diesem Jahr einen Punkt gegen Gievenbeck 4. Trotz einer
zwischenzeitlichen 2:0 Führung kann der Punktgewinn als glücklich
bezeichnet werden.
Bereits vor dem Anpfiff deutete sich die schlechte Leistung an:
Bei der Frage, wer alles gestern gesoffen habe, gingen erstaunlich
viele Hände hoch. Danach fehlte der Containerschlüssel, so dass das
Feld nicht abgekreidet werden konnte und das Aufwärmen sah äußerst
unmotiviert aus. Zusätzlich konnte Tobias zwar aus vierzehn Spielern
seine Mannschaft aussuchen, was aber zu drei unzufriedenen
Gesichtern am Spielfeldrand führte.
Dementsprechend begann das Spiel: katastrophale 15 Minuten, in
denen Aasee nur dank Schimmis Paraden nicht bereits hoffnungslos
zurücklag. In der Abwehr häuften sich Stellungsfehler, wir standen
weit von den Gegenspielern weg und die Zweikampfbilanz war
erschreckend. Dies führte immer wieder zu guten Chancen für
Gievenbeck. Weiterhin entstanden in unserem Strafraum nahezu
chaotische Verhältnisse nach jeder Ecke, da die Gäste in der Luft
absolut überlegen waren. So musste Willy nach einem Kopfball für den
bereits geschlagenen Keeper auf der Linie klären.
In der Anfangsviertelstunde kam Aasee kaum über die Mittellinie
und schaffte es nicht, den Ball über mehrere Stationen laufen zu
lassen. Sicherlich lag dies auch daran, dass wir einen schwachen
Gegner erwarteten, der im letzten Spiel sogar gegen die Türken
verlor. Stattdessen reiste eine junge, laufstarke Truppe an, die
anscheinend durch mehrere Spieler aus der höheren Mannschaft
verstärkt wurde. Nach einiger Zeit konnten wir uns dann doch etwas
besser auf die starken Gäste einstellen und versuchten die
Mittellinie zu überschreiten. So hatte Klaus nach 20 Minuten den
ersten Torschuss, welcher aber problemlos entschärft werden konnte.
Danach hatten wir unsere beste Phase, was noch lange nicht heißt,
dass diese gut war. Allerdings sprang in dieser Phase die
überraschende Führung für uns heraus. Alex wurde steil von Klaus
geschickt, seinen Schuss konnte der Torwart nur nach Vorne
abklatschen, so dass Wojtek keine Probleme hatte ihn ins leere Tor
mit links hinein zu stolpern – 1:0.
Daraufhin legte Gievenbeck einen Zahn zu, ging härter in die
Zweikämpfe und verdiente sich ein paar gelbe Karten. Mit einigem
Dusel, einem starken Torwart und gewohnt gutem Manolo auf der
Liberoposition retteten wir den knappen Vorsprung in die Halbzeit.
Die meisten anderen Spieler agierten weit unter ihren Möglichkeiten.
In der Halbzeit zog der Trainer Wojtek ins Mittelfeld und
versuchte so die Defensive zu stärken. Dadurch blieb Alex allerdings
sich selbst überlassen und musste meist gegen mehrere Abwehrspieler
ankämpfen. Dies gelang ihm so lange die Kraft reichte ganz gut und
wir bekamen die erste Chance in der zweiten Halbzeit. Alex flankte
auf Kai, welcher den Gästetorwart zu einer Glanzparade zwang. Beim
nächsten Mal machte Alex es allein, erkämpfte sich den Ball, setzte
sich gegen einen Verteidiger durch, half sich etwas mit der Hand
nach und erzielte das zweite Tor für Aasee – 2:0. Dies war aber auch
die erste Fehlentscheidung des bis dahin ganz ordentlichen
Schiedsrichters, der danach gänzlich seine Linie verlor.
Dem zweiten Tor folgten wütende Angriffe der Gievenbecker, die
ihre körperlich überlegenen Stürmer immer wieder gut in Szene
setzten. In der sechzigsten Minute wurde einer der besten Spieler
auf dem Platz ausgewechselt – Willy. Er war einer der wenigen, der
nicht unter seinen Möglichkeiten spielte und die rechte defensive
Seite unter Kontrolle hatte. Für ihn kam Ulli und bevor er auch nur
in der Nähe des Balles kam, stand es schon 2:1. Natürlich traf Ulli
keine Schuld und er war ein gleichwertiger Ersatz für Willy.
Allerdings waren die meisten anderen ungewohnt zweikampfschwach und
so konnte der Stürmer der Gäste nach einer ganzen Reihe verlorener
Zweikämpfe den Ball aus acht Metern mit einem Gewaltschuss im Tor
unterbringen.
Nach dem Anschlusstreffer setzte Gievenbeck seine
Angriffsbemühungen fort und schnürte uns zeitweilig in unserem
Strafraum ein. Die einzige Chance hatten wir noch, als Klaus in den
Sechzehner stürmte, aber der Schiri abpfiff, weil ein Gievenbecker
eine unsportliche Bemerkung gemacht hatte. Der Spieler bekam gelb,
wir aber unsere Chance nicht mehr wieder.
Dann folgte eine ganze Reihe gefährlicher Eckstösse für die
Gäste. Einen dieser Eckstösse fing Schimmi, wurde aber von einem
Gegenspieler angerempelt, so dass er den Ball zu Ecke fallen ließ.
Danach meinte er dem Schiri die Regeln erklären zu müssen, was den
Schiri aber anscheinend nur verwirrte und gegen uns aufbrachte. Bei
der nächsten Ecke pfiff er nämlich ab. Daraufhin drehten sich alle
Spieler um und bezogen Aufstellung für einen Abstoß. Manolo wollte
gerade den Ball treten, als der Schiri noch mal pfiff und den Ball
auf den Elfmeterpunkt legte. Da waren sogar die Gievenbecker
überrascht, ließen sich aber die Chance nicht nehmen und glichen
aus. Angeblich hat sich Kai aufgestützt, obwohl der Ball nicht mal
in seiner Nähe war. Ausgleichende Gerechtigkeit, aber darauf könnten
wir verzichten.
In der restlichen Spielzeit beschränkten wir uns auf die
Verteidigung des uns übrig gebliebenen Punktes. Dies gelang uns
trotz weiterer guter Chancen für die Gäste. Der Schiri beendete das
Spiel und wir durften die passend kalten Duschen genießen. Nach dem
Spiel hatte Tobias P. seine beste Szene, als er eine Kiste Bier
ausgab. Herzlichen Glückwunsch nachträglich.
Fazit: Nach einer schwachen Leistung können wir einerseits
mit dem Punkt gegen einen besseren Gegner zufrieden sein,
andererseits sollte man eine 2-Tore-Führung nicht mehr abgeben.
Spieler des Tages: Für den Titel schlechtester Spieler gab
es mehr Kandidaten. Bester Mann war Willy, der eine solide
Leistung bot, Zweikämpfe annahm und gewann. |