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Saison 2005/2006 – Kreisliga B1

14. Spieltag, Samstag, 25.02.2006, 15.00 Uhr

Fortuna Schapdetten  –  SV Blau-Weiß Aasee   3 : 0  (1 : 0)

Aufstellung: Björn – Jan, Kolja, Jens N. – Totti, Gregor, Jens B., Marc, Jo (46. Tobias; 59. Daniel) – Thorsten R. (46. Benjamin R.), Christoph

Tore:
1:0 (37.)
2:0 (74.)
3:0 (78.)
 

Einerseits ...
... aber andererseits...

Die Rollen waren klar verteilt: Abstiegsgefährdete Gastmannschaft mit Sturmproblem und miserabler Vorbereitung gegen einen Gastgeber, der an zweiter Stelle stehend noch ein Auge auf den Aufstieg geworfen hat.
  Das Spiel lief dann auch entsprechend, hätte aber dennoch mit einer Überraschung enden können.

Aufstellung
Jan spielte Libero, was Totti wieder seine Stärken als Staubsauger vor der Abwehr ausspielen ließ. Der blonde Ben feierte professionell Karneval, so dass Käpt`n Jens in die Abwehr rückte. Gregor dafür auf links. Marc rückte aus der zweiten Mannschaft nach und sollte das auch häufiger machen. Im Sturm spielten Christoph und Thorsten. Peter war kurzfristig erkrankt und der dunkle Ben kurzfristig eingesprungen, nahm aber zunächst mit Daniel und Tobias auf der Bank Platz. Frank sollte nur im Notfall eingeflogen werden.

Taktik
Naja, angesichts des Sturms, der aus zwei gelernten Manndeckern bestand, und des Gegners, hieß es erstmal mauern. Einige hatten sich eine gesunde Härte vorgenommen und vermochten das auch gekonnt umzusetzen.

1. Halbzeit
Machen wir es kurz. Wir hatten gar keine Torchance, die anderen aber auch weniger als wir befürchtet hatten. Schapdetten ließ sich doch ein wenig von der rustikalen Spielweise von Totti, Bana und Co. beeindrucken und der holprige Platz tat ein übriges.
  Die erste Chance war auch gleich die beste, aber der Stürmer der Fortunen schaffte es, eine scharfe Hereingabe aus fünf Metern beinahe senkrecht in die Luft zu befördern. Das Tor fiel eher unglücklich, Jan fälscht einen eigentlich harmlosen Torschuss ab, Björn kann nur noch per Blitzreaktion abwehren und der Gegner staubt ab. Ärgerlich, aber sicherlich verdient.

2. Halbzeit
Der dunkle Ben für den glücklosen Thorsten und Tobias für den angeschlagenen Jo, der auch noch 'nen Braten in die Röhre schieben musste, hießen die Wechsel zur Halbzeit.
  Die begann eigentlich ganz gut. Sogar so gut, dass der schönste Angriff im Spiel (hab zumindest keinen schöneren gesehen) eigentlich zum Ausgleich hätte führen müssen. Tobias hatte auf der linken Seite nach schönem Doppelpass mit Marc auf den aufgerückten Jan gespielt, der im Strafraum noch einen Abwehrspieler ins Leere laufen ließ und dann scharf nach innen passte. Der folgende Schuss von Christoph wurde von einem Schapdettener Spieler in bester Volleyballer-Manier mit der Hand von der Linie geholt.
  Jetzt muss ich persönlich werden: Ich spiele seit ca. 87 Jahren Fussball, so ein eindeutig klares Handspiel hab' ich noch nie gesehen. Zehn Aasee-Spieler (Björn nicht) und elf Fortunen haben es gesehen und entsprechend reagiert. Die Zuschauer haben es gesehen und entsprechend reagiert. Nur der Schiedsrichter hat nix gesehen und nicht entsprechend reagiert.
Ohne dem Spieler was Böses zu wollen, das war Rot + Elfmeter. Nix anderes. Da wär mir auch völlig egal gewesen, ob es unsere erste Chance war und wie überlegen Schapdetten vorher war. Wir sind um den Ausgleich beschissen worden. Punkt.
  So blieb es aber beim 1:0, und auch Christoph konnte kurze Zeit später nichts daran ändern, als er eine schöne Tobias-Flanke knapp übers Tor köpfte. Der erst zur Halbzeit eingewechselte Tobias musste nach dieser Aktion aufgrund einer wieder aufbrechenden Wadenverletzung wieder raus und wurde durch Daniel ersetzt.
  Im folgenden schwanden zunehmend die Kräfte und man hatte nicht den Eindruck, dass wir noch irgendwas reißen könnten. Schapdetten hielt den Druck aufrecht und wurde am Ende noch mit einem Lattenschuss und zwei Toren belohnt.

Fazit
Einerseits war Scheibletten völlig überlegen, andererseits haben sie bis zur 80. Minute lediglich ein Abstauber-Tor daraus gemacht.
  Einerseits hatten wir nur zwei Torschancen, andererseits war eine davon so gut, dass der Ausgleich absolut o.k. gewesen wäre.
  Einerseits hat der Schiri uns das Tor geklaut, andererseits unsere robuste Spielweise auch nicht besonders geahndet.
  Einerseits war Schapdetten ganz gut, andererseits ist fast klar, dass wir in normaler Besetzung gegen Gegner unseres Kalibers besser aussehen werden - ohne Sturm geht's nicht.


Spieler des Spiels
Jan Schmitz hat die Abwehr gut sortiert und ist, wenn es nötig wurde, beherzt dazwischen gegangen. Darüber hinaus war er entscheidend an unserer besten Offensivaktion beteiligt.

 

 

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