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Saison 2004/2005 – Kreisliga B2

26. Spieltag, Sonntag, 22.05.2005, 13.00 Uhr

SG Sendenhorst III  –  SV Blau-Weiß Aasee    2 : 5  (1 : 1)

Aufstellung: Schimmi – Totti, großer Kolja, Schrammi – Jan Selig, Damir (65. Jan Schmitz), Jens, Helmut, kleiner Kolja (57. Tobias) – Basti, Frank

Tore:
0 : 1 Frank (10., ohne Vorarbeit)
1 : 1 (20.)
2 : 1 (55.)
2 : 2 Frank (60., Damir)
2 : 3 Frank (68., Tobias)
2 : 4 Tobias (75., Helmut)
2 : 5 Tobias (82., Frank)
 

Ein ganz subjektiver Bericht

Heute hat mich Wolle zunächst draußen gelassen. Weil er meine „Grundschnelligkeit und Ausdauer erst später zum Einsatz bringen wollte, wenn der Gegner schon müde ist“. Toll, jetzt wird er auch noch sarkastisch...

Taktik
Ich durfte mir also zusammen mit Jan Schmitz die ersten 55 Minuten von der gemütlichen Liegewiese neben dem grünen Rasen aus ansehen wie wir zunächst gut starteten, dann viel schlechter wurden und schließlich ein paar Spieler austauschten um wieder besser zu werden. Aber der Reihe nach. Gegen den Lieblingsgegner aus Sendenhorst spielte man hinten „wie immer“ mit Totti, Schrammi und Kolja (groß). Vor der Abwehr bezog diesmal Jan Selig Stellung, denn Wolle hatte triumphierend bemerkt dass das die ideale Position für ihn ist. Zweikampf gewinnen und dann mit enormer Schnelligkeit dass Spielfeld vor sich haben. An der Seitenlinie haben wir uns gefragt warum der Trainer das erst am 28.Spieltag so sieht. Rechts der Damir und links Jens „Big Willy“ Nagl, der ohne Semesterticket angereist war. Offensiv der kleine Kolja und der große, alte Herr des ruhenden Balles. Vorne natürlich Frank Schmidt (Arno Glesius) und Basti.

Das Spiel
Alles deutete auf einen entspannten Sommerkick hin. Beide Mannschaften ließen es betont locker angehen, war ja auch warm. Nach ein paar Minuten schoss jemand aus der Abwehr den Ball soweit nach vorne dass nur noch Frank den Ball erreichen konnte sich dann aber ärgerlicherweise schon auf der Torauslinie befand. Also musste er erst noch ein wenig Richtung Tor kreiseln um dann locker versenken zu können. Eigentlich war damit der Rest des Spiels klar, die müssen was tun und unsere Stürmer kontern den Gegner nieder. Na ja, damit das funktioniert muss man natürlich die Leute decken und nicht den besten Mann der Sendenhorster so frei im Sechzehner zum Schuss kommen lassen wie in der 20.Minute, als er das 1:1 erzielte. Das Spiel geriet uns daraufhin völlig außer Kontrolle, es kam nur noch zu gelegentlichen Gegenangriffen und Sendenhorst wollte unbedingt den Führungstreffer. Bis zur Halbzeit hielt der Schweizer Käse. Wolles Halbzeitansprache konnte ich leider nicht verfolgen, da ich die Gelegenheit nutzte um mit Jan „Latten wichsen“ zu spielen. Das endete Unentschieden.
Nach der Halbzeit war mehr Engagement zu spüren. Wolle drohte mit Einwechslungen. Ich wartete bereits ungeduldig auf das Signal, als Totti plötzlich nach vorne stürmte um einen Elfmeter rauszuholen. Daraus wurde leider nichts, stattdessen nutze Sendenhorst die entblößte Abwehr für ein blitzsauberes Kontertor. Na Bravo...
Klein-Kolja ging dann runter um für mich Platz zu machen. Meinen ersten Ballkontakt hatte ich als mir Damir bei einem Einwurf den Ball so zentral auf den Körper spielte, dass es noch einige Zeit empfindlich weh tat, beim zweiten Ballkontakt sprang der Ball von meinem Fuß ins Seitenaus. Das ging gut los, sollte sich aber bald ändern. Aber erstmal schlug Damir einen weiten Ball von rechts in den Sechzehner, verfluchte diese Flanke noch im Flug um dann aber doch jubelnd abzudrehen und einen Sechzig-Meter-Sprint hinzulegen, und das nur weil am gaaaanz laaaaaaaaaaangen Pfosten noch der Frank Schmidt stand und dem Torhüter per Kopfballbogenlampe keine Chance ließ (60.). 2:2 hörte sich mittlerweile auch gerecht an.
Kurz darauf gewann ich einen Zweikampf in der eigenen Hälfte und der anschließende, doch sehr optimistische Steilpass auf Frank erwies sich nach einigen Richtungsänderungen durch den holprigen Boden als genial, so dass der Goalgetter zum dritten Mal zuschlug (68.). Beim Gastgeber zeigten sich jetzt unverständlicherweise erste Auflösungserscheinungen, die Abwehr war sowieso nicht so gut wurde aber jetzt auch noch zunehmend vom Mittelfeld im Stich gelassen. Ich witterte meine Chance nach vielen guten Gelegenheiten in der Vergangenheit endlich mal mein erstes Tor für Aasee zu schießen! Die erste Chance ergab sich als Frank mir einen Ball auflegte und ich aus 20 Metern abzog. Fester konnte ich den Ball nicht schießen und er kam auch genau ins untere rechte Eck. Der Torjubel blieb mir im Halse stecken als der Torwart den Ball mit einer sensationellen Parade noch um den Pfosten drehte. Och nee. Kurze Zeit später war es dann aber soweit, Helmut zog aus 18 Metern ab der Ball wurde abgefälscht und fiel mir direkt vor die Füße, ein langes Bein und der Ball trudelte ins Tor (75.). O.K., das ist wohl die Art Tore die ich schießen kann. Das andere Tor war auch nicht besser. Frank setzt sich auf rechts durch, spielt in die Mitte und ich muss nur noch den Fuß hinhalten – 5:2 (82.). Kolja nennt sowas reingemogelt, aber der muss es von draußen ja auch ganz gut gesehen haben. Außerdem: Die muss man erstmal machen! Das denkt sich auch Jan Schmitz, denn in der Schlussminute hatte auch er die Gelegenheit seinen ersten Aasee-Treffer zu erzielen. Nach einem weiten Pass von Schrammi kam es zu einer 15 gegen 1 Situation (gefühlt) am gegnerischen Strafraum, ich hab zwei Gegner getunnelt (war ein grandioser Tag für mich!) und den Ball auf Jan gespielt statt auf Frank, Basti oder all die anderen, aber Jan wollte nicht.
Nach dem Abpfiff bleibt zu bemerken dass ein neutraler Zuschauer, der das Spiel nur von der zehnten bis zur sechzigsten Minute gesehen hat und nachher vom Ergebnis erfahren hat, seinen Fußballsachverstand an den Nagl (BW, für Schrammi und Kolja) gehängt haben dürfte.

Spieler des Spiels
Der kleine Kolja. Er hat beim Stande von 1:2 erkannt dass die Zeit knapp wird und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Trainer des Spiels
Wolle. Eine taktische Meisterleistung und ne super Sonnenbrille lassen ihn aus der Masse an Bewerbern herausragen.

 

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