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Saison 2004/2005 – Kreisliga B2

19. Spieltag, Sonntag, 20.03.2005, 15.00 Uhr

SV Blau-Weiß Aasee  –  DJK GW Amelsbüren 2    2 : 1  (0 : 0)

Aufstellung: Schimmi – Totti, Schrammi ©, Kolja - Damir, Michael, Jens (80. Wojtek), Helmut, Basti – Tobias (75. Denis) - Frank

Tore:
0 : 1 (57.)
1 : 1 (65.) Frank
2 : 1 (71.) Helmut (Basti)
 

3 Spiele, 6 Punkte: Aasee bleibt dran

Personal
Die Aufstellung ist mit den Spielen Gievenbeck und Saxonia zu vergleichen. Hier agiert Trainer Wolfgang nach dem Motto „never change a winning team“, allerdings auch heute mit einigen Änderungen aufgrund mehrerer Ausfälle. So rotieren beide Soldo-Brüder in die Mannschaft, wobei Damir den langzeitverletzten Joachim ersetzt und Denis auf der Bank Platz nimmt. Für Jan (Zerrung) rückt Basti ins Mittelfeld, sein Platz im Sturm wird von Frank eingenommen, von dessen Innenbandriss noch eine Kniemanschette zeugt. Tobias agiert erneut als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Sturm wobei hier des Trainers Aufforderung „auch mal einen Doppelpass zu spielen“ zu Gunsten der Spielkultur umgesetzt werden soll.

Taktik
Wie immer: "Gummi geben."

Spielverlauf
Das Spiel verlegt sich gleich zu Beginn in die Hälfte der Hausherren, deren kollektiver Leistungsabfall in der Anfangsviertelstunde sich wahrscheinlich schon in der Stadt herumgesprochen hat. Amelsbüren versucht das Spiel an sich zu reißen und kontrolliert weitgehend das Mittelfeld, ohne jedoch Aasee ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Abwehr steht sicher und davor versucht Michael von Anfang an sehr engagiert, gegnerische Angriffe im Keim (sprich Mittelfeld) zu ersticken.

Nachdem die ersten Angriffsversuche der „knackigen Landjungen“ (Helmut) abgewehrt sind, versucht sich Aasee mit zunehmendem Selbstvertrauen selbst in der Offensivbewegung. Eine erste Großchance bietet sich für Tobias, der überraschend vor dem gegnerischen Torwart frei zum Schuss kommt, jedoch nicht verwandeln kann. Auch Amelsbüren hat einige Möglichkeiten, aber der Gegner erweist sich als glücklos, bzw. äußerst ungenau im Abschluss. So werden einige Schussmöglichkeiten aus erfolgversprechenden Positionen vergeben, unten ihnen allerdings keine nennenswerte „Großchance“. Für den ersten richtigen Aufreger im Strafraum der Gastgeber sorgt daher auch erst ein Foul an Schimmi, der nach guter Reaktion und mit dem Ball in den Händen vom Gegner einen Tritt einstecken muss. Ob dieser mit bloßer Absicht geschah, oder ob hier versucht wurde den kleinen Aasee-Schlussmann mitsamt Ball in die Maschen zu befördern, sei dahingestellt. Nach kurzer Behandlung und Aufregung auf der Bank (wer geht ins Tor?) konnte es aber auch schon weitergehen für den Mann mit der besonderen Frisur.

Die Halbzeitpause unterbricht schließlich beide Teams in ihren zaghaften Angriffsbemühungen und gibt Trainer Wolfgang Zeit für die Halbzeitansprache, die allerdings relativ knapp ausfällt. Schließlich spielt Aasee bisher ordentlich mit.

In der 2. Halbzeit versuchen sowohl Amelsbüren als auch Aasee das Spiel an sich zu reißen, was zu mehr Chancen für beide Parteien führt. Auf Seiten der Blau-Weißen scheitert Schrammi nur knapp, als sein leicht abgerutschter Kopfball rechts am Tor vorbeisegelt. In der 57. Minute ist es dennoch das Team aus Amelsbüren, dass einen schnellen Angriff erfolgreich abschließen kann. Aasee verliert in der Vorwärtsbewegung durch eine Unkonzentriertheit leichtfertig den Ball, um sich beim anschließenden Konter eiskalt von der Amelsbürener Offensive überrollen zu lassen. Der Stürmer der Gäste schiebt den Ball nach einer schnellen Kombination über 3 Stationen diesmal sicher ins lange Eck.

Aasee geschockt. Trotzdem verliert man nicht den Faden, als Amelsbüren auf die frühe Entscheidung drängt. Vorne wird weiterhin versucht, die nicht immer sichere Defensive der Gäste durch Pressing unter Druck zu setzen um Fehler zu provozieren. Ein solcher ereignet sich sogleich nur 8 Minuten nach dem Rückstand, ermöglicht durch ein Missverständnis zwischen Abwehr und Torwart. Der Ball kommt unverhofft direkt zu Frank, der sicher schon anspruchsvollere Tore erzielt hat als dieses wichtige 1:1. Amelsbüren versucht mit langen Bällen über die Flügel zu antworten, jedoch verlieren sich diese in der dichten Abwehr der Hausherren, zudem werden einige Schusschancen erneut leichtfertig und überhastet vergeben. Die Heimmannschaft versucht in dieser Phase, mit Kontern den Druck von der Abwehr zu nehmen, was teilweise auch gelingt. So verschafft sich Basti an der Mittellinie Raum für einen Gegenangriff und zieht, arg bedrängt von seinem Gegenspieler Richtung Tor. Die Aktion wird seitens des ungestümen Amelsbürener Manndeckers mit einem Foul beendet, was Aasee eine gute Freistoßmöglichkeit nahe der Strafraumgrenze in halblinker Position einbringt. Helmut  unterstreicht erneut seine Gefährlichkeit bei Standartsituationen mit einem sehenswerten Freistoßtreffer. Der hohe, noch abgefälschte Ball lässt dem Gästetorwart keine Abwehrchance.

Die letzten 20 Minuten sind geprägt vom Bemühen der Gastgeber, dieses überraschende, aber nicht unbedingt unverdiente Ergebnis über die Zeit zu bringen. So kommt Denis als Entlastung für Tobias ins Mittelfeld, sowie Wojtek –beflügelt vom Sieg seiner 2. Mannschaft- für den angeschlagenen Jens. Amelsbüren drängt krampfhaft auf den Ausgleich, verzettelt sich aber zu oft in der Hintermannschaft der Blau-Weißen, die ihrerseits Konter nicht konzentriert zuende spielen. So entwickelt sich das Spiel in der Schlussphase zu einer kampfbetonten Partie, in der die Gäste kurz vor Schluss fast noch den Ausgleich erzielt hätten: Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld setzt Amelsbüren noch einmal den stärkeren der beiden Stürmer ein, dessen Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbeigeht.

Fazit
Spielerisch war diese Partie sicherlich erneut keine Offenbarung, dafür stimmten heute Einsatz, Disziplin und Teamgeist. Bis auf ein paar Unkonzentriertheiten und Ungenauigkeiten war dies heute eine durchaus ansprechende Leistung, bedenkt man den Ausfall einiger Leistungsträger und die ohnehin dünne Personaldecke. Spielerisch sollte man sich allerdings erheblich verbessern, will man den angestrebten einstelligen Tabellenplatz am Ende der Saison erreichen. Vor allem in der Vorwärtsbewegung offenbaren sich einige Schwächen, die zumeist auf mangelnder Genauigkeit beruhen. Oft wirkt das Spiel von Aasee zu hektisch und unüberlegt, so dass einige Abspiele teilweise unbedrängt im Seitenaus oder direkt beim Gegner landen. Trotzdem: Auf der heutigen Leistung lässt sich aufbauen.

Spieler des Tages
Hier bemühe ich einen typischen Aasee-Ausspruch: „Kandidaten gab es diesmal mehrere“. Aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung fällt es schwer, einen Spieler hervorzuheben. Trotzdem entscheide ich mich für Kolja, denn der Angriff der Amelsbürener ist mit Sicherheit nicht so harmlos wie er sich heute gegen uns präsentierte, dies belegen 45 Treffer in 15 Spielen und das 4:0 aus dem Hinspiel. Aber Kolja war in der Manndeckung heute erneut sehr diszipliniert, ließ den Stürmern der Grün-Weißen wenig Raum und ist stets bemüht den Ball nicht immer nur blind aus dem Strafraum zu schlagen.

Ausblick
Mit diesem Sieg klettert Aasee nach äußerst schwacher Hinrunde vorerst auf einen versöhnlichen 8. Platz, mit dem man am Saisonende gut leben könnte. Allerdings profitiert die Mannschaft zur Zeit auch von den vielen Spielausfällen, da gleich mehrere punktgleiche Kontrahenten teilweise 2 oder 3 Spiele weniger auf dem Konto haben. Erwähnenswert ist zudem das Torverhältnis, wobei vor allem eine unterm Strich positive Bilanz und lediglich 29 Gegentore für ein Team aus dem Tabellenmittelfeld eine gute Ausgangsbasis für die restlichen Spiele sind. In drei Wochen (10.04.) folgt ein Auswärtsspiel gegen Blau-Weiß Greven, zudem sind noch 2 Begegnungen nachzuholen.

 

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