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Saison 2004/2005 – Kreisliga B2
7. Spieltag, Sonntag, 17.10.2004, 11.00 Uhr
SC Preußen Münster 3 – SV Blau-Weiß
Aasee
3 : 2 (1 : 2)
Aufstellung: Schimmi – Totti, Schrammi ©,
Kolja (81. Nicolas) – Tobias (46. Helmut), Damir, Frank (76. Jens),
Jan S., Joachim – Basti, Denis
Tore:
1 : 0 (22.)
1 : 1 (31.) Frank
1 : 2 (36.) Denis (Basti, Schimmi)
2 : 2 (54.) Elfmeter
3 : 2 (74.)
Zwölf Rentner gegen Aasee
"Never change a winning team" dachte sich Wolfgang
und brachte nur Totti für Björn neu ins Team. Alle anderen, die
wieder dabei waren, mussten erst mal auf der Bank Platz nehmen.
Gegen die Altherrenreserve der Preußen-Reserve war die
Gastmannschaft auf vielen Positionen läuferisch auch stark besetzt
und sollte die "Altstars" doch mal richtig fordern.
Spiel:
Ein starker Beginn beider Mannschaften führte gleich auf beiden
Seiten zu hochkarätigen Chancen. Der starke "10er" der Preußen,
einige kannten den Namen und hatten wohl auch etwas zu viel Respekt,
versuchte Schimmi zu überlupfen, aber der Aasee-Keeper ließ das
nicht zu und lenkte den Ball gekonnt über die Latte. Leider hatte
Schimmi nicht mehr so viele starke Szenen in der Luft, immer bei
Ecken wurde es gefährlich. Die Gastgeber versuchten die Ecken auf
den ersten Pfosten zu zirkeln, wo der Gästetorwart keine gute Figur
machte und die Bälle mehrfach unterlief. Dazu später mehr.
Aasee hatte nämlich auch gute Chancen, immer wenn
das Mittelfeld schnell überbrückt wurde, besonders wenn die Angriffe
über Jo und Jan liefen brannte es im Preußen-Strafraum. Wenn ich
mich richtig erinnere scheiterte Basti am Spieler in
Torwartklamotten und Denis nach einer Flanke von Frank an der Latte.
Den Torwart der Gastgeber konnte man so wirklich nicht nennen, denn
im gesamten Spiel hat er keinen Ball direkt festgehalten und einige
gezielte Schüsse mehr auf sein Gehäuse hätten das Ergebnis bestimmt
anders aussehen lassen.
Zunächst hatten die Preußen wieder einige Chancen,
Schimmi stark am Boden, entschärfte mehrere gefährliche Schüsse und
einen Alleingang, doch die angesprochene Schwäche in der Luft gab
den Ausschlag.
Die Ecken auf den ersten Pfosten waren immer
gefährlich, Damir und Schrammi oder auch Totti retteten einmal
gemeinsam auf der Linie für den rumirrenden Torwart und Joachim
klärte einige Bälle direkt wieder zu einer weiteren Ecke, aber bei
der fünfzehnten Ecke landete der Ball nach viel Gewusel doch im Tor.
Diese und andere Aktionen sorgten für nie zuvor gekannte
Wutausbrüche des Aasee-Trainers.
Ärgerlich, aber eigentlich ließ sich der BWA heute
nicht schocken. Weitere starke Spielzüge folgten und Frank dribbelte
sich ein ums andere mal durch die SCP Abwehr und tunnelte mal eben
locker den Torhüter aus 20 Metern. Bleibt zu erwähnen, dass sein
Schuss sehr gezielt war, er hatte genau gesehen dass der Torwart auf
der Linie stand und ein Loch zwischen den Beinen hatte. Nicht was
ihr schon wieder denkt, immerhin hat da ein Ball durchgepasst!
Dann ging es kurze Zeit später noch einmal ganz
schnell, Schimmi fängt einen Ball und schlägt ihn weit auf Basti ab,
der verlängert mit dem Kopf und Denis ist frei durch. Kein Problem
die lahmen Preußen abzuhängen und den Ball lässig über den Torwart
zu lupfen, Spiel gedreht, BWA zufrieden.
Vor der Halbzeit zeigte Joachim noch mal seine
volle Stärke und ließ die schon alten Preußen noch viel älter
aussehen, als er immer wieder von der Mittellinie bis in den
Strafraum durchmarschierte. Leider blieben seine Abschlüsse und
Pässe ohne Erfolg, denn immer war ein SCP Fuß dazwischen.
Ein Wechsel bei Aasee zur Pause und eine
Einwechslung bei den Gastgebern brachten irgendwie die doppelte
Überzahl für die Preußen. Wie soll man das erklären, Helmut spielte
schon für einen Spieler, daran lag es nicht. Es war eher, dass der
BWA auf links praktisch nicht mehr existierte und der SCP wechselte
den Schiedsrichter ein, also zwölf gegen zehn. Der Schiri pfiff
schon in der ersten Halbzeit etwas komisch, wir spielen einmal in
hundert Jahren auf Rasen und dürfen nicht Grätschen. Jedes Tackling
wurde großzügig mit einem Freistoß für die Heimherren geahndet,
Wolle erzählte was von 25 in der ersten Halbzeit, bis dahin ohne
Folgen.
Ein Elfmeterpfiff erfolgte, nachdem Totti den Ball
weggrätschte und der gegnerische Spieler über den Ball fiel. Falls
Totti den Gegner überhaupt berührte, dann mehr als eine halbe
Sekunde nach seiner Ballberührung, das ist eine Menge Zeit beim
Fußball! Wie vom Blitz getroffen zuckte der Preußen Spieler zu Boden
und hätte eine gelbe Karte wegen seiner schlechten
schauspielerischen Leistung verdient.
Kommen wir zwischendurch mal zur Regelkunde, Regel
12, "Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen", der
Schiedsrichter sollte vielleicht mitlesen.
Einen Strafstoß gibt es, wenn einer der folgenden
10 Verstöße im Strafraum begangen wird, ohne Rücksicht auf die
Position des Balles, solange dieser im Spiel ist. Der Ball war im
Spiel, also war logisch gesehen zumindest die Vorraussetzung
gegeben.
Kommen wir zu den Verstößen und überlegen was zu
dem Pfiff führen konnte:
- treten oder versuchen zu treten
- Bein stellen oder es versuchen
- anspringen
- rempeln
- schlagen oder versuchen zu schlagen
- stoßen
- beim Tackling im Kampf um den Ball den Gegner vor dem Ball
berühren
- halten
- anspucken
- Ball absichtlich mit der Hand spielen
Ich erkenne keinen Verstoß, der dem von Totti
nahekommt, also folgere ich, es war eine Fehlentscheidung. Den
Strafstoß versenkten die Preußen natürlich.
Kommen wir zurück zum tatsächlichen
Spielgeschehen. Der BWA verlor komplett den Spielfluss, war zwar
gegen die Rentner-Combo vom SCP konditionell klar überlegen, aber es
fehlten die effizienten Spielzüge. Es kamen einige Flanken von
rechts, über Jan und Helmut, doch die Preußen stark mit dem Kopf.
Einen Freistoß von Helmut lässt der Torwart nur abklatschen, aber
Denis kann den Abpraller nicht verwerten. Hier sollte noch einmal
erwähnt werden, dass der Schiri den Freistoß mal so locker um fünf
Meter zurückverlegte von 25 auf 30 Meter. Als Preußen-Fan kann man
das ja machen.
Da die Gäste jetzt offensiver spielten und die
Führung wiedererobern wollten ergaben sich Konterchancen für den SCP,
meistens mit langen Bällen über deren rechte Seite, da unsere Linke
ja nicht gerade Wach war. Eine Flanke wird abgefälscht, Schimmi
segelt drunterher und ein Preuße köpft aus 6 Metern ungedeckt ein.
Die Gastgeber hatten plötzlich das Spiel gedreht.
Aasee wurde hektisch und versuchte viele
Einzelaktionen, aber auch weiter Flanken von rechts, ohne Erfolg.
Preußen kam weiter mit Kontern, Schimmi hielt
einen Schuss aus 8 Metern, kurz später rutschte Schrammi aus und
sein Gegenspieler war frei durch, umspielte den Gäste-Keeper aber
schoss den Ball bis ins Seitenaus.
Das letzte Aufbäumen des BWA, Jo marschierte durch
den Strafraum, wäre er ein Preuße, hätte er sich schreiend fallen
lassen, denn so einige Beine waren dazwischen. Aber Joachim blieb
fair und scheiterte lieber an einem Verteidiger, der den Ball zur
Ecke lenkte. Diese brachte noch einen Gegenangriff für die
Heimherren, der "10er" versuchte noch einmal Schimmi zu überlupfen
und scheiterte erneut am Aasee-Torwart.
Dann folgte der Schlusspfiff und natürlich waren
die Gäste mit dem Ergebnis unzufrieden.
Fazit:
Wieder eine ärgerliche Niederlage, die hätte durchaus verhindert
werden können, sogar müssen. Unser Fußball sieht derzeit gar nicht
mal so schlecht aus, aber er ist einfach nicht erfolgreich. Drehen
wir einfach mal die Tabelle und gewinnen am nächsten Sonntag gegen
den Tabellenführer aus Gremmendorf.
Spieler des Spiels:
Heute hat es einer ganz besonders verdient, er ist es schon einmal
gewesen, aber derzeit in so einer Topform, dass man ihn einfach
wieder nominieren muss. Es ist Jo, der die gesamte Abwehr der
Preußen so häufig stehen ließ, und noch häufiger für Gefahr sorgte.
Leider wurde seine überzeugende Leistung diesmal nicht mit einem Tor
belohnt. |