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Saison 2004/2005 – Kreisliga B2
2. Spieltag, Donnerstag, 09.09.2004, 19.15 Uhr
SC Westfalia Kinderhaus 3 – SV
Blau-Weiß Aasee 1 : 1 (0 : 1)
Aufstellung: Schimmi – Totti, Nicolas, Kolja –
Jens (75. Thorsten), Schrammi ©, Magic, Jan S. (73. Tobias), Damir,
Michael – Basti
Tore:
0 : 1 (24.) Basti (Schrammi)
1 : 1 (81.)
Mit dem Fahrrad nach Kinderhaus
Vorher:
Mit dem Fahrrad durch Kinderhaus zu fahren mag als gefährlich
gelten, aber dies wurde zum Glück nicht zum Problem. Man fährt also
etwas durch die Felder, durch einige Straßen mit niedriger Bebauung,
bis man zu den Sportanlagen in der Großen Wiese kommt. Diese ist uns
sehr gut bekannt aus einem Spiel gegen FK Kosovo. Allerdings kommt
mangels Flutlicht die Wiese als Spielort nicht in Betracht. Heute
spielen wir im Kinderhaus-Käfig, einer staubigen Aschebahn, die das
Gefühl vermittelt, man wäre im wilden Westen. Das Fahrrad wird
vorsichtig vor der Halle mit den Umkleidekabinen abgestellt und die
neuen hellerblauen Aasee-Trikots werden angezogen. Wolfgang meckert
noch ein wenig über die roten Karten; komisch, dass keiner dieser
Spieler anwesend ist. Dafür rücken Totti als Libero und Jens in die
Mannschaft, dazu Jan Selig für Joachim. Ansonsten wird das Spiel
gegen 08 gelobt und alle verlassen voller Tatendrang die Kabine.
Noch einmal kontrollieren, ist das Fahrrad wirklich gut
abgeschlossen oder sollte ich besser mein Fortbewegungsmittel hinter
das Tor stellen. Nach dem zumindest zunächst erstaunlich engagierten
Warmmachen geht es auch schon los.
Spiel:
Es beginnt aber nur sehr statisch, vielleicht ist es noch die tief
stehende Sonne oder das warme Wetter, das die Akteure am laufen
hindert. Möglich ist auch, dass die trockene Asche sehr rutschig ist
und keine schnellen Bewegungen erlaubt. Es passiert also erst mal
gar nichts.
Erst so ungefähr in der 24. Minute, habe
vergessen, Wolle nach den genauen Zeiten zu fragen, fällt das 0:1
für die Gäste vom See. Ein weiter Einwurf von Michael, Schrammi, mal
als Vorbereiter - Verlängerer per Kopf auf den starken Basti und
dieser mit Flugkopfball ins lange Eck zum Führungstreffer. Der Ball
war schon sehr flach, also musste Basti fast den Dreck vom Platz
aufwischen um noch mit dem Kopf hinter den Ball zu kommen.
Weiterhin keine echten Chancen für Kinderhaus,
obwohl die Aasee-Abwehr nicht ganz sicher steht. Das fast
funktionsfähige Flutlicht wird eingeschaltet, immerhin brennen 5 von
6 Masten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kommt ein Pass auf Basti, der
auf außen durchmarschieren kann und in der Mitte laufen zwei Gäste
mit. Der einzige gedeckte ist der Schiedsrichter, der von mindestens
drei Platzherren belagert wird und über ein mögliches Abseits
diskutiert. Währenddessen schießt Basti nur den Torwart an, doch der
Ball landet genau vor den Füssen von Magic, einen Meter vor dem
leeren Tor. Er zirkelt den Ball grandios in Richtung Fangzaun, zur
Erklärung nehmen wir mal seine Erkältung.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber
stärker und versuchten, viel mehr über außen zu spielen; wäre
vielleicht auch mal eine Idee für uns. Die erste Chance war ein
Kopfball aufs lange Eck, der locker von Schimmi gefangen werden
kann. Die zweite Chance war eigentlich keine bis der Schiedsrichter
mit viel, sehr viel Verzögerung pfeift, einen Strafstoß gegen Aasee
pfeift. Dankenswerter Weise hatten die Kinderhauser einen fairen Tag
erwischt, schon vorher haben sie den Schiri bei einer Ecke zu ihrem
Ungunsten korrigiert. So schießt der Sechser den Ball auch sozial
haltbar halbhoch, halb ins Eck und Schimmi mit katzengleichem Reflex
entschärft die Situation.
Etwa zwei Minuten später die vorerst letzte
Torgelegenheit für Kinderhaus, der Strafstoßschütze steht noch neben
dem Gehäuse und heult, da kommt ein Schuss aus etwa 22 Metern aufs
Tor. Sehr genau aufs Tor, denn der Aasee-Keeper zieht die Arme ein,
um den Ball neben das Tor laufen zu lassen, doch das Spielgerät will
nicht ganz neben den Kasten und landet am Außenpfosten, Chance
vereitelt.
Jetzt wieder die Gäste mit Entlastungsangriffen,
Basti setzt sich durch, läuft fast allein auf den Torwart zu und
wird gefällt, knapp vor dem Strafraum, durchaus rotwürdig. Aber der
Schiri verzichtet aufgrund des fairen Spielverlaufs auf Karten.
Damir versucht sich mit dem Freistoß, der zur Ecke abgefälscht wird
und nichts einbringt, die Ecke meine ich.
Noch eine Möglichkeit, diesmal kommt Thorsten nach
einem gelungenen Spielzug zum Abschluss, kann den Ball aber nicht
richtig treffen und verzieht.
Als man denkt, man könnte etwas aufatmen, denn die
Flanken der Gastgeber landen immer auf Gästeköpfen, spielen die
Kinderhauser eine Richtung Tor gezogene halbhohe Flanke. Totti denkt
und dann ist der Ball im Tor. Jetzt das Ganze noch mal langsam, die
Flanke dreht sich und Totti denkt, annehmen, weiterspielen, dann
vorbeilassen und am Ende doch annehmen, während Schimmi aus dem Tor
heraus gespannt zuschaut, ohne zu reagieren. Irgendwie klappt da
alles nicht und der Libero bekommt den Ball unglücklich an die
Seite, so dass dieser unhaltbar ins lange Eck trudelt. Was für ein
blöder Ausgleich, denn die Gastgeber wollen jetzt sogar drei Punkte.
Aasee wirkt total verunsichert und lässt die
Heimherren jetzt in den Strafraum laufen und kann oft nur mit Glück
zur Ecke oder nach vorne klären, so ganz gefährlich wird das noch
nicht. Endlich mal wieder Entlastung, langer Ball auf Damir, der
aufs Tor zuläuft und abzieht, leider vorbei. In der Mitte standen
wohl noch einige Aaseher frei, aber nach Erkundigung soll Damirs
Schussposition nicht so schlecht gewesen sein.
Und wieder Rummel vor dem Gästetor, der Ball kann
nicht weggeschlagen werden und ein Kinderhauser schafft es aus acht
Metern zu schießen, Schimmi rettet mit dem Knie. Es folgt noch eine
Eckballstafette der Gastgeber, die nichts mehr einbringt und das
Spiel endet 1:1.
Nach dem Spiel:
Als erstes der Blick Richtung Sporthalle, Gott sei Dank, mein
Fahrrad steht noch. Das Licht in den Umkleidekabinen geht allerdings
nicht, also müssen wir zum Sportheim von Kinderhaus, "dort gibt es
auch kaltes Bier" lautet die Aussage eines Heimherren. Einige
entschließen sich da noch mitzukommen, während ich es bevorzuge mein
Fahrrad sicher mit Tobi B. und Tobi P. in Heimrichtung zu bewegen.
Bei mir geht sogar das Licht.
Durch das dunkle Feld ist es zwar schwieriger den
Weg zu finden, aber ich komme schließlich zu Hause an, wo ich diesen
Bericht schreibe.
Fazit:
So lange wie wir geführt haben, wäre ein Sieg nicht unverdient, aber
nach dem Ausgleich können wir glücklich sein, das Unentschieden
gerettet zu haben. Es muss mehr Bewegung, mehr Laufbereitschaft und
mehr Spiel über außen kommen, wenn wir oben mitspielen wollen.
Spieler des Spiels:
Basti hat wieder super gekämpft und hätte es wohl verdient, aber ich
möchte jemanden anders benennen, nämlich Nicolas. Er hat klasse
gegen Münster 08 gespielt und auch gegen Kinderhaus hatte er seinen
Gegenspieler gut im Griff. Bloß nicht nachlassen.
Statistik:
Tabelle:
8. Gievenbeck 5:9 3
9. BWA 3:3 2
Spiele Gievenbeck:
Sendenhorst – Gievenbeck 0 : 4
Gievenbeck – Gelmer 1 : 9
Aasee – Gievenbeck:
18.04.04 1:1
19.10.03 1:0
Ausblick:
Unberechenbar!!! |