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Saison 2002/2003 - Kreisliga B3

26. Spieltag, Sonntag, 18.05.2003, 13.00 Uhr

VfL Wolbeck 2 - Blau-Weiß Aasee   1 : 2  (1 : 1)

Aufstellung: Schimmi - Björn U., Jens, Schrammi - Magic, Dirk, Philip, Helmut, Frank - Johnny, Wojtek (46. Stefan).

Tore:
1:0 (8.)
1:1 (24.) Schrammi (Johnny)
1:2 (89.) Johnny (Philip)
 

Ruhm? - Gekleckert!
Ganz großes Tennis, die Damen!
Diesmal in Wolbeck und diesmal gar mit drei Punkten belohnt, was nach der gebotenen Leistung mit glücklich nur unzureichend beschrieben wäre.

Trainer Jansen konnte bei Anpfiff aus den Vollen schöpfen, gleich mehrere Anwesende überboten sich in Promillegehalt und fehlender Ernsthaftigkeit, das Spiel betreffend. Spielen durften sie trotzdem alle, elf Leute stellen sich eigentlich immer selbst auf. Christian Krüger fiel kurzfristig aus, Wojtek stand nur eine Halbzeit zur Verfügung, dafür kam Stefan dann Mitte der ersten Halbzeit zum Platz. Nicolas, Thotti, Joachim, Björn und Michael fehlten eh aus den unterschiedlichsten Gründen.

Dennoch
BWA legte gegen einen schwachen Gegner los wie die Feuerwehr. Wirklich wahr. Allein Frank Schmidt hätte in den ersten fünf Minuten schon zwei Tore erzielen können, einmal stand der Pfosten im Weg, einmal fehlte das Zielwasser. Er war nüchtern, schien es. Leider in diesem Fall. Wie vermeinte die offensive Mittelfeldkraft noch zu diesem Zeitpunkt. "Die gehen zweistellig vom Platz."
  Das 1:0 der Hausherren registrierten wir demzufolge nicht einmal, schließlich hatten wir es eigentlich selbst erzielt. Torwart Michael, mit den Händen mit gewohnt starker Leistung, zeigte mit den Füßen am Sonntag ungewohnte Schwächen. Ein Abschlag, der es mit letzter Kraft aus dem Sechzehner schaffte, trifft Libero Björn, der den Ball nicht kontrollieren kann und an einen Wolbecker Stürmer verliert, der seinerseits cool abschließt.
  Aasee machte weiter das, was es für Druck hielt, um zum Ausgleich zu kommen. Leidlich erfolgreich. Das Mittelfeld zumal hing durch, hinten spielte der Libero in Zeitlupe, gut das wenigstens Jens und Schrammi Normalform hatten, so brannte wenig an. Jens wird in diesem Spiel derart viele Nerven lassen, dass man sich schon Sorgen machen muss. ("Keiner läuft! Niemand deckt! Alles Scheiße hier!")
  Helmut bemühte sich um Spielorganisation, Frank kreiselte, Wojtek rutschte viel aber glücklos, Johnny wartete noch ein wenig auf seine Chance, die da kommen sollte. Wolbeck war schlecht und doch bei einigen schnellen Kontern gefährlich. Aasee drängte auf den Ausgleich. Ecke Helmut, Dirk setzt den Kopfball am ersten Pfosten knapp über die Latte (19.). Das hätte es schon sein können. Fünf Minuten später klappt das Ganze besser. Wieder Ecke von rechts, diesmal auf den langen Pfosten wo Dirk in die Mitte ablegt, Johnny verlängert, Schrammi stoppt den Ball erst und semmelt ihn dann in die Maschen. Zwei Minuten später hat Wolbeck im Zwei gegen Eins die große Chance zur erneuten Führung. Doch Björn klärt mit langem Bein. Jetzt war er wach. BWA stellte daraufhin sein Spielsystem um. Dirk rückte in die Mitte und organisierte, Philip wechselte nach rechts. BWA stand jetzt besser, ohne überzeugen zu können. Keine Laufbereitschaft, kein Einsatz und überhaupt keine Einstellung zum Spiel. Fast allen war alles schlicht scheißegal. Halbzeit.

Wolbeck schaffte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit im Mittelfeld ein eindeutiges Übergewicht - und der Gastgeber wechselte weiter munter Kilos ein.
  Aasee reagierte, wie man das von einem coolen Widerpart erwartet. Wir gaben das Mittelfeld vollständig auf und massierten uns mit zwei Stürmern und vier weiteren Offensiven in des Gegners Hälfte. Auch dann, wenn der Ball dort nicht war. Denn dieser befand sich meistens in unserer Hälfte und oft gefährlich nah an unserem Tor. Michael konnte sich mehrfach auszeichnen, zumal bei Freistößen (55. u. 61.), oft scheiterte Wolbeck aber auch nur am eigenen Unvermögen (50., 72., 80. u. 85.). BWA seinerseits kam auch zu großen Chancen. Johnny lief langsam warm, scheiterte einmal nach Schmidt-Pass an der großartigen Reaktion des Wolbecker Goalies (63.), der ihm noch ein zweites Mal den Ball vom Fuß nimmt, als Aasees Sturmführer allein auf ihn zumarschiert. (68.) Zuviel gedacht. Und Steffi, mit dem das spielerische Element in Halbzeit zwei deutlich gestärkt wurde, hat zwei dicke Dinger (77. u 83.).
Als sich alle schon mit einem Unentschieden abgefunden haben schlägt Johnny doch noch zu. Philip legt ihm mit seiner einzig gelungenen Aktion den Ball herrlich in den Lauf, Johnny schiebt cool ein, richtig cool, und weiß danach gar nicht, wie er sich wo freuen soll. Letzte Minute ist immer früh genug.

Was bleibt?
BWA bleibt auswärts und auf Rasen richtig erfolgreich, nicht gut, aber erfolgreich. Die Punkte weisen es aus. Also schnell her mit einem Rasenplatz oder wir mieten uns gleich auswärts ein. Für den Rest des Spieles gilt: Mund abputzen, drei Punkte gutschreiben, Kinderhaus schlagen. Nachdem wir uns ja jetzt so geschont haben...

Spieler des Tages: Johnny
Er war schwer angeschlagen vor dem Spiel, und vielleicht war er deshalb so ruhig. Er blieb ruhig das ganze Spiel und das tat seiner Leistung gut. Er wartete auf seine Chance, ließ sich durch die zwei vorherigen Fehlschläge nicht entmutigen und "bestrafte" zum Schluss einen ständig motzenden Wolbecker Gegner auf die einzige Weise, die man gebührend nennen darf. Mit einem Tor. Dem entscheidenden. Dass er darüber hinaus den Ausgleich aufgelegt hat. Geschenkt.
Er hat sicher schon besser gespielt und vor allem erfolgreicher (siehe Mecklenbeck). Sonntag war er entscheidend.

 

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