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Saison 2002/2003 - Kreisliga B3

25. Spieltag, Sonntag, 11.05.2003, 15.00 Uhr

Blau-Weiß Aasee  -  SC Münster 08 2   0 : 1 (0 : 0)

Aufstellung: Björn W. – Björn U., Schrammi, Nicolas, Dirk (62. Stefan), Jens, Helmut, Philip (81. Tequo), Christian (62. Alex), Frank, Johnny.

Tore:
0:1 (63.)

 

Verloren
Ja was war das ein Fußballspiel. Es ging um die letzte Chance, am Ende der Saison Platz fünf und die Fünfzig-Punkte-Marke zu erreichen. Ähnlich unter Strom gesetzt werden etwa gleichzeitig Bundesligateams wie 1860 oder Wolfsburg, wenn ihnen die UI-Cup-Teilnahme als für den Verein existenzielle Weichenstellung für die nächsten zwanzig Jahre schmackhaft gemacht wird.

Aber mal Ernst: Klar wollte Aasee 08 schlagen, schon um sich für das 2:3 aus dem Hinspiel und das jüngste 8:10 beim Kümmerling-Challenge-Day (oder so) zu revanchieren. Aber es wurde mal wieder nix mit den Punkten und mit dem Toreschießen. Den letzten Saisontreffer 02/03 an der heimischen Bonhoefferstraße erzielten die Blau-Weißen am 16. März zum 1:1-Ausgleich gegen Amelsbüren. Dabei bleibt es, denn die noch ausstehende Heimpartie gegen Berg Fidel-Vennheide wird auswärts ausgetragen. Und das ist auch gut so.

Denn auf dem eigenen Trainingsgrund und –boden lief mal wieder wenig zusammen. Thotti und nun auch Joachim (Bauchmuskelzerrung) verletzt, Magic auf Familienfeier, so stellten sich elf Leute Coach Jansen zur Verfügung und selbst auf, davon mit Christian und Dirk zwei Urlaubsheimkehrer, die nicht 90 Minuten Gas geben können würden, aber doch sollten. Immerhin ergänzte während des Spiels eine erlesene Auswahl von Vertretern der Zweiten die Ersatzbank.

Aasee beginnt ganz in Rot, mit neuem Trikotsponsor, dem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen H.V.S. Pöttker. Davon jedoch völlig unbeeindruckt, setzt "Münster geht aus"-Redakteur Frank den ersten Akzent: Sein harter 18-Meter-Schuss aufs linke Toreck in der ersten Minute wird jedoch vom Torwart entschärft, und mit klaren Offensivaktionen sollte es das dann auch gewesen sein. Die Reserve der bezirksligaaufstiegs-ambitionierten Kolobaric-Truppe war motiviert, flink und physisch stark und ließ Aasee für den Rest der ersten Halbzeit doch ziemlich laufen; Geniestreiche blieben indes Mangelware, so dass es torlos in die Pause ging.

Aasee kam leicht verbessert aus der Kabine, hielt das Spiel nun offen und es hätte gut 0:0 ausgehen können und alle wären zufrieden gewesen, weil in einem von Taktik geprägten Spiel sich zwei Teams gegenseitig neutralisiert hätten und das hätte man dann auch den Außenstehenden sagen können, die das Spiel eher langweilig fanden, denen aber – sind wir mal ehrlich – der nötige Sachverstand fehlt, um sowas entsprechend würdigen zu können. Leider kam dann die (etwa) 62. Minute. Der zentrale defensive Mittelfeldler Dirk bekam vom Schiedsrichter signalisiert, dass er gelb-rot-gefährdet sei. Also wird er ausgewechselt, Christian gleich mit, dafür kommen mit Alex und Steffi zwei eher offensiv denkende Akteure aufs Feld. Gefühlte sechs Sekunden nach diesem Wechsel erzielt 08 nach Zuordnungsproblemen im defensiven Mittelfeld ein Tor: Satter schöner Schuss in den oberen linken Torwinkel.

Dann geht das Spiel weiter wie bisher, eben ein torloses Unentschieden, nur dass die eine Mannschaft mit 1:0 in Führung liegt. Für eine Schlussoffensive ist Aasee einfach nicht fit genug. Plötzlich steht Tequo auf dem Platz. Doch noch bevor er einen Ball bekommt, pfeift der Schiedsrichter die Begegnung ab. Verloren. 08 freut sich richtig über den Sieg. Das ist doch eigentlich auch ganz schön.

Fazit: Kämpferisch war die Leistung in Ordnung. Das ist auch nötig, wenn man gegen 08 II nicht richtig schlecht aussehen will. Aber mehr als ein 0:0 war nicht drin. Nur zu glauben, man habe doch die besseren Fußballer in seinen Reihen, reicht gegen Teams wie Amelsbüren, Gremmendorf, Juventude oder eben 08 nicht. Da gibt’s kaum noch Torchancen und also nun seit knapp sechs Stunden Spielzeit kein Heimspiel-Tor mehr. Tabletten helfen da eigentlich immer. Oder Training.

Spieler des Tages: Schrammi lieferte sich trotz Bauchmuskelzerrung packende Duelle mit seinem Widerpart. Nein, er ist nicht schuld, an ihm hat’s nicht gelegen.

 

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