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Saison 2002/2003 - Kreisliga B3

17. Spieltag, Sonntag, 23.02.2003, 14.30 Uhr

Blau-Weiß Aasee - Concordia Albachten 2   5 : 1 (3 : 1)

Aufstellung: Björn W. - Dirk, Jens, Nicholas - Joachim, Thotti (46. Schrammi), Magnus, Philip, Helmut - Stefan, Johnny

Tore:
1:0 (4.) Stefan (Helmut)
2:0 (14.) Johnny (Joachim)
3:0 (29.) Joachim (Dirk)
3:1 (40.)
4:1 (73.) Magic (Johnny)
5:1 (79.) Schrammi (Johnny)
 

Standesgemäß
Herrlichstes Wetter, fünf verschiedene Torschützen, gute Chancen zuhauf - Blau Weiß Aasee kommt erfolgreich aus der Winterpause und besiegt Concordia Albachten Reserve auch in der Höhe verdient 5:1.

Geburtstagskind und Coach Jansen hatte erstmals in dieser Saison (und so wie es aussieht nicht zum letzten Mal) 13 gute Leute an Bord und damit die Qual der Wahl. Einzig Frank Schmidt und Michael Janert fehlten.
Der Trainer entschied sich zunächst für die defensiverer Ausrichtung (Irgendwer hatte ihm vor dem Spiel gesteckt, dass auch in der Bundesliga, siehe Cottbus, die vermeintlich Schwächeren mit Furor aus der Winterpause kommen.) Deshalb also zunächst geplant mit Frank Schramm und Magic auf der Bank, weil aber Björn Uhlhorn nach dem Aufwärmen passen musste (der Muskel), schlussendlich mit dem letztgenannten Reservisten auf rechts. Sagen wir, semi-offensiv.

Ein Mann war nach Jahren wieder dabei und spielte, als sei er nie weggewesen. Stefan Dimon gab die zweite Spitze. Auch nach vier Jahren Absenz elegant, wie gehabt eine Spur lauffaul und lässig, aber nach wie vor verdammt torgefährlich. Hier wird zukünftig jemand mit Macht ins offensive Mittelfeld drängen, die bisherigen Platzhirsche mögen sich schon einmal entsprechend warm anziehen.
  In der vierten Minute seine erste starke Szene. Als der von nächtlicher Feier sichtlich angeschlagene Helmut noch gut war, schlug er einen Freistoß von links punktgenau auf den kurzen Pfosten und Stefan schob überlegt ein. Cool.
  BWA spielte danach nicht wirklich überzeugend auf, zumal im Mittelfeld klafften große Löcher und die Abwehr verschob nicht schnell genug nach vorne, aber BWA spielte erfolgreich. Zunächst mogelte Johnny einen dreimalig abgefälschten Ball ins gegnerische Netz (14). Dann machte Joachim nach Helmuts Ecke auf den zweiten Pfosten und Dirks Kopfballablage in die Mitte das 3:0 (29.) Helmuts Ecken in den ersten dreißig Minuten waren sämtlich hervorragend, alle fanden den Kopf des Mitspielers. Daraus lässt sich sicherlich in Zukunft noch viel mehr machen, zumal man mit Frank Schramm und Joachim zwei weitere starke Kopfballoptionen hat. Helmuts Restalkohol war bis zu diesem Zeitpunkt also noch als Zielwasser zu verstehen. Das legte sich im weiteren Verlauf des Spieles.
  Der Anschlusstreffer in Minute 40 aus einer verunglückten Flanke von links, die nie hätte geschlagen werden dürfen. Der Ball senkte sich am langen Pfosten ins Netz. Den kann Björn halten, vielleicht muss er den halten, aber dem Torwart zur Ehre hatte er bis zu diesem Zeitpunkt auch keine wirkliche Bewegung.

Rituale:
Die Heimmannschaft führt zum Halbzeitpfiff mit beruhigenden zwei Toren Vorsprung und hätte deren locker sechs schießen können. Das bezieht sich nur auf die hundertprozentigen Chancen (u.a. Johnny), einen nichtgegebenen glasklaren Elfmeter (Johnny wurde gefoult.) eingeschlossen. Der Anschlusstreffer machte den Gegner auch nicht wirklich stark.
  Beim Gang in die Kabine gibt Dietmar Sonius der Mannschaft ein aufmunterndes "Wir haben auch 3:1 geführt und nur 3:3 gespielt." mit, der Chor der Pessimisten stimmt in ein "Das Spiel ist noch lange nicht gelaufen." ein, Jens trägt gar "Jetzt bloß nicht so wie gegen ESV" bei. Defätisten aller Länder, kommt zu BWA, hier versteht man Euch, hier habt ihr Heimat.
Ja bitte, geht‘s noch?

Wie gewünscht dann Halbzeit zwei, als Aasee in den ersten zwanzig Minuten kaum Wirkungsvolles zustande bringt. Magic wechselte in die Mitte, Frank Schramm war für den gelb-rot-gefährdeten Thotti gekommen. Der Fairness dem Gegner gegenüber halber spielte er auf rechts, links wäre er zu stark gewesen. Albachten vergalt dies und andere faire Angebote BWAs mit Härte und teilweise übler Treterei, der der Schiri nicht wirklich gewachsen war. Die eine oder andere Rote Karte wäre hier hilfreich gewesen.
  Albachten hatte eine wirklich dicke Chance, hier klärte Nicholas im letzten Moment (70.), (Ja, klar. "Hätten sie hier das 3:2 gemacht, wer weiß..."), irgendwann gelang es der Heimmannschaft aber doch, das Spiel zu beruhigen, den Gegner einzuschläfern.
  Der Grund für die Schwächeperiode lag wohl zuvörderst darin, dass Aasee nicht mehr richtig in die Zweikämpfe kam, dass das ohnehin wenig kompakte Mittelfeld noch weiter auseinandergezogen wurde. Magic war mit einer Sonderaufgabe (Die gegnerische Nummer 10) über weite Strecken gut beschäftigt. Die dadurch entstehenden Lücken hätte vornehmlich Philip stopfen müssen, der sich aber weitgehend in die Offensive verabschiedet hatte, um sich für den entscheidenden einleitenden Pass zum 4:1 bei Kräften zu halten. Tödlich. Als Philip dann seinen genialen Moment hatte, waren schon 73 Minuten gespielt. Er spielte Johnny wunderschön an und der bediente Magic, der keine Mühe hatte einzunetzen und nebenbei das Trauma des Hinspiels vergessen zu machen. Uneigennützig der Aasee-Sturmführer auch beim 5:1, als er Frank Schramm aus und in ähnlicher Position bediente, so dass dieser nach Fußwechsel ebenfalls erfolgreich abschloss. Schön das Ganze.
  Nur für die Statistik. BWA hätte auch in Halbzeit zwei der Tore ein halbes Dutzend erzielen können, auch der obligate Elfer wurde abermals verweigert (Foul an Stefan).

Fazit
Um es klar zu sagen: Jeder einzelne Blau-Weiße kann sicherlich (deutlich) besser spielen, auch nachmalig zu nennende Spieler des Tages nicht ausgenommen. Aber BWA hat weitgehend souverän einen schwachen Gegner beherrscht, deutlich geschlagen und verdient drei Punkte eingefahren. Das ist das Wesentliche.
Dass man noch besser das Spiel und die eigenen Nerven kontrollieren muss ist ein bekanntes Problem. Wird schon. Und deshalb jetzt nach vorne geblickt, die eigenen Stärken betont. Wir sind sackstark. Und deshalb kicken wir dann auch in zwei Wochen ESV vom Planeten. Versprochen.

Spieler des Tages:

Joachim Avenarius

In der ersten Halbzeit nicht nur wegen seines Tores überragend, in der zweiten musste er seinem hohen Tempo der ersten Tribut zollen. Das äußerte sich in einigen unkonzentrierten, schlampigen Abspielen. Geschenkt, das weiß der Geehrte selbst.
  Joachim in der Defensive gewohnt stark und mit den bekannt überragenden technischen Fertigkeiten setzte seinen ihm zu keinem Zeitpunkt gewachsenen Gegenspieler immer wieder unter Druck und entwickelte selbst starken Zug zum Tor. So bei Johnny 2:0, dass er vorbereitete und vor allem bei seinem 3:0, als er Dirks Kopfballvorlage konsequent verwertete. Die Art und Weise, wie er das Tat hat der Chronist an anderer Stelle (BFV) mal humorlos genannt. Da denkt der junge Mann eben den entscheidenden Tick schneller als der Gegner.
(An dieser Stelle auch Grüße an seine Partnerin, die stolz auf ihren Linksfuß sein darf.)

 

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