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Saison 2002/2003 - Kreisliga B3

16. Spieltag, Sonntag, 15.12.2002, 15.00 Uhr

Centro Español Hiltrup - Blau-Weiß Aasee  2 : 4 (0 : 3)

Aufstellung: Björn W. - Björn U., Jens, Nicolas - Schrammi, Dirk (38. Michael), Thotti, Helmut, Philip - Frank, Johnny

Tore:
0:1 (6.) Schrammi (Helmut)
0:2 (11.) Frank (Helmut)
0:3 (37.) Eigentor (Helmut)
1:3 (48.)
1:4 (73.) Johnny (Frank)
2:4 (80.)
 

Cool in die Winterpause

So souverän, so abgeklärt wie phasenweise am Sonntag, sah man BWA selten in dieser Saison. Besonders in der ersten Halbzeit spielte BWA beinahe gelangweilt gegen einen zumindestens bis zum Pausentee chancenlosen Gegner.
Mit 27 Punkten kann man nun beruhigt in die Winterpause gehen.

BWA mit der mittlerweile bewährten Aufstellung, wenn auch mit einigen personellen Veränderungen. Selbst grippegeschwächt, musste Coach Wolfgang Jansen kurzfristig auf die ebenfalls vergrippten Joachim und Christian Krüger verzichten, dafür war Frank Schramm wieder fit - und wie. Air-Schramm flog wieder und wuchtete nach gerade gespielten sechs Minuten den Ball nach kurzer Helmut-Ecke in die Maschen. "Endlich hat mal eine BWA-Eckenvariante geklappt."
BWA weiter aufmerksam und nach langem Helmut-Pass und Stellungsfehler in der Abwehr marschierte Frank Schmidt alleine auf den Centro-Kasten zu, und wartete, und wartete, und wartete - bis er beinahe auf der Torlinie stand. Erst dann entschied sich der Torwart für eine Ecke, was der BWA-Goalgetter mit einem Schuss in die andere quittierte.
Auftakt nach Maß also, und danach spielte BWA den Außentemperaturen entsprechend: Cool
Centro war früh der Wind aus den Segeln genommen, eine einzige kümmerliche Chance in Halbzeit eins für den Gastgeber. Enttäuschend. Anders BWA: Frank Schmidt musste noch das 3:0 machen, was er nicht tat, dafür unwesentlich später ein Centro-Verteidiger, der eine weitere Helmut-Ecke unhaltbar in die eigene Maschen schoss. Schönes Tor zum 3:0, danach sollte doch nun gar nichts mehr anbrennen. Sollte
Unmittelbar nach Wiederanpfiff der Anschlusstreffer für Centro (Michael: "Das war mein Ding") weil BWA, wie sagt man so schön, mit den Gedanken noch in der Kabine war, zumal bei den schon verbuchten drei Punkten und gruppendynamischen Maßnahmen, die Michael für den Saisonschluss in Aussicht gestellt hatte. BWA pennte und Centro kam besser ins Spiel, ohne wirklich zwingend zu sein. Im Gegenteil. BWA konnte einige gefährliche Konter fahren. Na, ja. Und einer war besonders engagiert.
Johnny war heiß, kommentierte in seiner unnachahmlichen Art ("Ich habe nichts gemacht. Ich habe nicht gesagt!") jeden Spielzug, jede Schiedsrichterentscheidung und wollte den Erfolg so sehr zwingen, dass er sich sogar mit seinen Mannschaftskameraden anlegte. Was man, wenn es nicht klappt, dann gewöhnlich "übermotiviert" nennt. Am Sonntag klappte es - und Johnny schoss bei einem der vielen BWA-Konter das 4:1 nach Flanke von Frank Schmidt (73.). Endlich möchte man sagen, endlich trifft der Aasee-Sturmführer wieder. Hätte er Sonntag nicht, hätte auch der Chronist wahrscheinlich etwas von Ladehemmung und mentaler Blockade geschrieben. Macht er nun nicht, obwohl Johnny auch nach Spielschluss noch ziemlich unter Strom stand. Vielleicht war das nicht geschossene 5:1 ausschlaggebend, das Philip seinem Freund bei 3:1-Überzahl vorenthielt, weil er selbst schoss und nicht traf. Im Gegenzug wurde zunächst Helmut bei einem Centro-Freistoß k.o. geschlagen (sic!) und dann köpfte Centro den 2:4-Anschluss. Dabei blieb es, obwohl sich Aasee nach dem zweiten Gegentor nach Kräften bemühte, nervös zu werden.
Helmut behielt eine blutende Oberlippenwunde zurück, die sich nach Spielschluss in eine veritable Schwellung veränderte. Im Kreise der Mannschaft wurde die Wunde dort fachmännisch mit kühlen Alkoholika desinfiziert und erstversorgt.

Die Attacke des Gegenspielers, wieweil ungeahndet, war so überflüssig wie dumm, aber auch typisch für Centros Fairnessverständnis. Wenn es nicht läuft, werden dort einige Spieler aggressiv bis brutal, was man mit "südeuropäischem Temperament" zwar schönreden kann, zu entschuldigen ist es indes nicht. Es ist schlicht peinlich und niveaulos.

Spieler des Tages.
Kandidaten gab es am Sonntag in Menge. Johnny wäre so einer gewesen, aber als weitere Motivation sei dem jungen Mann gesagt: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und ein Tor noch kein vollständig überzeugende Spiel.
Helmut, Sonntag ein ganz heißer Kandidat, zumal nach seinem Assist-Hattrick in Halbzeit eins und seinem "Körpereinsatz" in der zweiten.

Spieler des Tages ist Frank Schramm. Air-Schramm rammte das 1:0 mit der Brust über die Linie, bei seiner Sprungkraft war der Kopf schlicht zu hoch über dem Ball. Einmal in solchen Höhen angekommen, verlor der BWA-Halblinke im gesamten Spiel kein Kopfballduell. Und beinahe keinen Zweikampf. Am Boden stark und enorm lauffreudig ließ er auf links nichts anbrennen. Und er kurbelte immer wieder die Offensive an. Eine rundum starke Partie.

So wie es aussieht dürfte Trainer Jansen demnächst auf links ein Luxusproblem bekommen, wenn Joachim wieder fit ist.

 

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