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Saison 2002/2003 - Kreisliga B3

15. Spieltag, Sonntag, 08.12.2002, 14.15 Uhr

Blau-Weiß Aasee - SC Reckenfeld 2  3 : 0 (2 : 0)

Aufstellung: Björn W. - Björn U., Nicholas, Jens - Joachim, Michael, Dirk (60. Christian), Thotti, Philip (60. Johnny) - Helmut, Frank

Tore:
1:0 (35.) Helmut (Frank)
2:0 (43.) Joachim (Thotti)
3:0 (72.) Frank (Christian)
 

Pflichtaufgabe souverän erledigt.

Souverän wird man das wohl nennen dürfen, was BWA auf dem hart gefrorenen Stadion Rote Erde am Sonntag ablieferte. Mit 3:0 schlug man am Ende das hoffnungslos unterlegene Tabellenschlusslicht aus Reckenfeld und hat damit einen gelungenen Start in die Rückrunde hingelegt. Personell war fast schon gewohnt Schmalhans Küchenmeister. Kurzfristig musste Trainer Jansen auch noch Frank Schramm an die Zweite abgeben, so dass ihm zunächst mit dem aus disziplinarischen Gründen auf die Bank verbannten Johnny (Guten Morgen!) nur ein Ersatzspieler zur Verfügung stand. Später gesellte sich hier noch Pistenblitz Christian hinzu. Gemeinsames Frieren kann auch ganz schön sein.

Angesichts der Personallage überraschte Jansen sein Team mit einer ungewöhnlichen Taktik. Helmut rückte in die Spitze und sollte dort gemeinsam mit Frank wirbeln, dahinter ein breites Fünfer-Mittelfeld und eine starke Abwehr. Die vorgegebene Marschroute sah in etwa so aus "Wenn der Gegner sich, wie zu erwarten ist, hinten reinstellt, so tun wir es ihm gleich."

BWA ließ sich nur in der Anfangsphase von der eigenen Taktik ausbremsen, danach ging Angriff um Angriff auf das gegnerische Tor, wobei die Heimmannschaft von der kapital schlechten Gäste-Abwehr immer wieder mustergültig in Szene gesetzt wurde. Das einzige, was fehlte, waren die Tore. Deren erstes hätte dann sogar Reckenfeld schießen können, der gegnerische Stürmer traf beim einzigen ernstzunehmenden Angriff in Halbzeit I jedoch nur den Pfosten. BWA-Keeper Björn fror sich dementsprechend einen Ast.

Helmut war es schließlich vorbehalten, den Bann zu brechen. Frank Schmidt hatte von links geflankt, der Gäste-Verteidiger semmelte gnädigerweise vorbei und Helmut lupfte den Ball mit dem Rücken zum Tor über den gegnerischen Goalie. Schönes Tor. Kaum sechs Minuten später erhöhte Joachim auf 2:0. Thotti hatte ihm den Ball in den Lauf gelegt, mehr gestrumpelt als gespielt, und der Aasee-Halblinke vollendet cool mit rechts flach in die Ecke. Damit war das Spiel eigentlich schon gelaufen.

Für die zweite Halbzeit hatte sich Aasee vorgenommen, das eigene Torverhältnis aufzupolieren. Das daraus nicht wirklich etwas wurde, lag mehr am eigenen Unvermögen als an der gegnerischen Stärke. Großchancen wurden bekannt gekonnt in Reihe vergeben, richtig Spaß machte das Spiel nicht mehr, dazu war es schlicht zu kalt. Zudem wurden einige Zuschauer den Eindruck nicht los, als schonte sich der ein oder andere Sportskamerad für die geplante Dritte Halbzeit nach Spielschluss.

Das Spiel, es plätscherte so dahin. Zwei Aufreger gab aber doch noch. Zum einen hätte Reckenfeld beinahe das 2:1 erzielt, begriff aber die Größe der sich plötzlich bietenden Chance nicht (68.). Pessimistische Seelen machten hier nach Abpfiff den möglichen Knackpunkt für das Spiel aus ("Wenn die da das 2:1 gemacht hätten, hätten wir unentschieden gespielt."). Also bitte. Frank Schmidt war es wieder vorbehalten den Schlusspunkt zu setzen (72.). Auf Zuspiel von Christian schloss er plaziert, aber nun wirklich nicht hart und ergo nicht unhaltbar ab.

Das war es. Mit Stolz darf der Chronist vermelden, dass BWA damit in der Rückrunde noch ungeschlagen ist. (Und das wird so weiter gehen.)

Zwei Dinge noch, die im allgemeinen Trubel etwas untergingen.

1.) Für ihn selbst erfreulich, für die Mannschaft desto schöner: Einer der besten Zuspieler der letzten Jahre scort wieder. Christian Krüger bereitete sein erstes Tor vor und wird jetzt unaufhaltsam die Scorerliste von hinten aufrollen. Der bisherige Assist-König Helmut möge sich schon einmal warm anziehen.

2.) Mit Beginn der Rückrunde wird es an dieser Stelle eine neue Rubrik geben, in der der Chronist willkürlich aber nie unbegründet den Titel »Spieler des Tages« vergeben wird.

Erster Spieler des Tages ist Jens Nagl.

Jens hatte seinen Gegenspieler derart gut und souverän im Griff, dass der beim Reckenfelder Anstoß nach dem 1:0 für Aasee, selbigen drei Mal verkehrt ausführte. Nicht, weil er es nicht besser gewusst hätte, nein wohl eher, weil er mit dem Anstoß seinen ersten wirklichen Ballkontakt im Spiel hatte. Das wollte ausgenutzt werden.

Für den Reckenfelder Sturm insgesamt galt am Sonntag: "Man muss seine Grenzen kennen, und Jens war so eine Grenze".

In seiner bekannt selbstkritischen Art wird der Geehrte nichts unversucht lassen, um dieses Lob zu relativieren. Auch deshalb gebührt ihm Anerkennung.

 

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