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Saison 2002/2003 - Kreisliga B3

2. Spieltag, Donnerstag, 05.09.2002, 18.30 Uhr

SC Reckenfeld 2 - Blau-Weiß Aasee  2 : 4 (1 : 2)

Aufstellung: Björn W. - Björn U., Magic (46. Totti), Jens - Joachim, Dirk (70. Christian), Kolja (67. Alex), Helmut, Philip - Johnny, Frank

Tore:
1:0    (3.)
1:1    (32.)    Kolja (Johnny, Dirk)
1:2    (45.)    Johnny (Kolja)
2:2    (50.)
2:3    (77.)    Alex (Joachim)
2:4    (83.)    Helmut (Frank)

Sechs Punkte gegen den Abstieg

Das Thursday-Night-Game hat mit BWA seinen verdienten Sieger gefunden.
Dabei wurden die Jansen-Schützlinge bereits nach drei Minuten kalt erwischt, als ein Reckenfelder Stürmer Abstimmungsprobleme in der neuformierten BWA-Hintermannschaft („Nimm Du ihn, ich hab ihn sicher.“) zum 1:0 für seine Farben ausnutzen konnte. Aasee zeigte sich keinesfalls geschockt, sondern versuchte nun seinerseits, das Heft in die Hand zu nehmen. Johnny wäre nach tollem Angriff über rechts (Dirk, Helmut, Frank) beinahe der Ausgleich gelungen (10.), doch scheiterte er an der Unterkante der Latte. Überhaupt dieser Johnny. Starkes Spiel von ihm, wie traumhaft er mit Kolja (Sonderlob!) zusammenspielt, legt den Verdacht nahe, dass sie von der gleichen Fußballmutter gesäugt wurden (Zwillinge?).
  In der 32. Minute schlug das Duo infernale erstmalig zu. Dirk legt einen Reckenfelder Abschlag direkt per Kopf in den Lauf von Johnny, Pass zu Kolja, der überlegt einschiebt. Zwei Minuten später beinahe die Aasee-Führung. Dirk mit tödlichem Pass auf Frank, der Kolja in der Mitte bedient. Leider hatte dieser („Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon jubeln“) seine Abseitsposition übersehen. Dumm. Passend zum Pausenpfiff (Psychologischer Zeitpunkt, ich hör dir trapsen) erneut tolle BWA-Kombi, diesmal von Phillip und Helmut initiiert. Kolja auf rechts durch, von der Grundlinie auf Johnny zurückgelegt, der den Torwart mit seinem starken rechten Fuß keine Chance lässt.
  Die Reckenfelder kommen mit neuem Schwung aus der Kabine, versuchen Aasee ihr eher körperbetontes Spiel aufzuzwängen, was in den ersten zehn Minuten auch gelingt. Aasee verliert zeitweilig den Faden, zumal nach dem Ausgleich (Freistoß in den Rücken der Abwehr, Stellungsfehler, Kopfballtor) und kommt erst, ab der sechzigsten Minute ins Spiel zurück. Dann aber mit Macht. Mit der Einwechslung der Joker Alex und Christian geht ein zusätzlicher Ruck durch die Mannschaft, BWA spielt wieder groß auf und seine konditionelle Überlegenheit (ernsthaft) aus, erarbeitet sich große Chancen. Eine davon nutzt Alex mit tollem Kopfball nach herrlicher Flanke von Joachim, der damit seinen Fehler beim Ausgleich ausbügelte. Das Tor fiel spät und entschied das Spiel, der Reckenfelder Widerstand war gebrochen. Helmut schließlich, frustriert über eine Vielzahl eigener Flanken, die die Streuung von Schrotmunition erreichten, stellte kurz und trocken den Endstand her, Frank Schmidt hatte aufgelegt.

Ein erstes Fazit.
Das Mittelfeld zeigt sich nach den Umstellungen innerhalb der Mannschaft zu Beginn der Saison enorm spielstark und lauffreudig (sic!). Dass sich die neuformierte Abwehrreihe mit den Manndeckern Magic und Jens erst noch finden muss, liegt dabei in der Natur der Sache, gut, dass Björn W. im Moment ein sicherer Rückhalt ist. Man hatte aber sowohl in Albachten als auch in Reckenfeld zu jedem Zeitpunkt das Gefühl, dass BWA im Bedarfsfall noch eine Schüppe würde drauflegen können, wenn auch noch nicht alles Gold ist, was glänzt. So fallen bei einem zeitweiligen Rückschlag, wie dem Ausgleich in Reckenfeld, einige Spieler noch in altbekannte Muster zurück („Geht das schon wieder los?“), fehlt noch das durchgängige Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, vielleicht auch Stärke. Dass es gut ausging, lag daran, dass einige Spieler das Heft in die Hand nahmen und die Mannschaft führten, was am Donnerstag nicht nur die üblichen Verdächtigen meinte, sondern explizit auch junge Spieler wie Phillip Nenno (Sonderlob!). Die Stürmer verdienen im Moment ihren Namen, vor allem Johnny hat einen Lauf. Frank Schmidt hingegen, der unangefochtene Torschützenkönig der letzten Jahre, hat in dieser Saison noch nicht getroffen, spielt aber erheblich mannschaftsdienlicher. Und der Trainer macht auch im Moment nicht viel falsch, nur Auswechseln muss er noch lernen.
  Wie stark die Mannschaft wirklich ist, wird sich gegen die nächsten ernstzunehmenden Gegner erweisen, im Moment scheint sie auf einem ordentlichen Weg.
  Wie der Reckenfelder Trainer es seinen Spielern vor dem Spiel sagte: „Jungs, Aasee muss man schlagen, die sind ein Abstiegskandidat!“ -
Na ja, liebe Reckenfelder, willkommen im Club!

 

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