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Junge Männer ab 60 dringend
gesucht
Oldies in Bewegung
Der neue Kurs "Fit und aktiv ab 60" ist ein
voller Erfolg. Hannelore Welte ist jedenfalls von ihrer ersten Begegnung
mit Blau-Weiß Aasee begeistert.
Unscheinbar und leicht zu überlesen war die Zeitungsnotiz
Anfang Januar. Herzkreislauf-Training für Menschen über
60 wurde darin von BW Aasee in Zusammenarbeit mit der Techniker
Krankenkasse angeboten, ein Präventionskurs für bequem
gewordene "couch potatoes". Ein tolles Angebot! Gelesen,
angemeldet und nichts wie hin.
So treffen sich seit Mitte Januar jeden Mittwoch neun "junge
Alte", wie es auf neudeutsch heißt, zu sportlichem Tun.
Zwei männliche Wesen sind auch dabei. Es dürften gerne
mehr sein.
Wie aber werden Herz und Kreislauf älterer Menschen trainiert?
Nun, die bekömmlichste Sportart ist das Walken, das nachhaltig
positiv wirkt auf Blutdruck, Knochendichte, Cholesterin, Immunsystem,
Muskulatur und Vitalität. Es schont die Gelenke, birgt ein
sehr geringes Verletzungsrisiko und niemand muss über seine
Leistungsgrenzen gehen. Und weil es eben ein unübertroffener
Gesundheitssport ist, ist Walken Grundlage unseres Kurses.
Aber Walken in der Halle? Ist das nicht langweilig, immer nur Runden
zu drehen? Das könnte meinen, wer nicht dabei ist. Das Gegenteil
ist der Fall: Die Kursstunden machen Spaß, jeder ist motiviert
und mit Feuereifer dabei. Kein Wunder, denn die Kursleiterin Annette
Kriener ist eine wahre Motivationskünstlerin mit einem schier
endlosen Repertoire an Variationsmöglichkeiten in der Gestaltung.
Jede Kursstunde beginnt mit einem flotten Aufwärmtraining,
das den Kreislauf richtig in Schwung bringt. In den ersten Stunden
wurde es verbunden mit dem Kennenlernen aller Namen, natürlich
auf sportlich-spielerische Weise, wobei sogar ein wenig Gehirnjogging
einfloss. Jetzt gegen Ende des Kurses ist man gut miteinander vertraut.
Nach dem Aufwärmen ist Pulsmessen angesagt. Klar: er ist schon
leicht beschleunigt und warm ist einem auch geworden.
Die unterschiedlichsten Einheiten bilden den Kern der Stunde: Ballspiele,
Wettkämpfe in Gruppen (die Oldies sind da ganz schön ehrgeizig),
Walken mit Musik und ohne, leichtes Zirkeltraining, sogar Würfelspiele:
die Zahl der Augen bestimmt die Anzahl der zu walkenden Runden und
noch viel mehr. Kondition und Koordination werden spielerisch gefördert.
Und immer sind vier As zu beachten: die aufrechte Körperhaltung,
die angewinkelten schwingenden Arme, die Atmung, das Abrollen der
Füße. Alle sind ständig in Bewegung, außer
beim regelmäßigen Pulsmessen. Die Zeit vergeht wie im
Fluge und mit einem gewissen Bedauern, dass es schon wieder vorbei
ist, absolviert die Gruppe die so wichtige Abkühlphase mit
Stretching und Dehnen.
Fazit: Auch älteren Semestern machen Bewegung und sportliche
Betätigung Spaß. Darum wünschen wir uns alle sehr,
dass aus einem Kurs ein ständiges Angebot des Vereins wird,
weil diese Art Training ideal ist für unsere Altersgruppe,
sie unserem Leistungsvermögen entspricht und Regelmäßigkeit
ein nicht zu unterschätzender Gesundheitsfaktor ist. Zudem
könnte ein solcher Bewegungstreff auch zu einem sozialen Fixpunkt
werden. Und einig sind wir uns vor allem darin: Annette ist einfach
Spitze. Danke, Annette!
Hannelore Welte
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