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Ausgezeichnetes Projekt
Integration von Flüchtlingskindern
Mit insgesamt 1.400 Euro unterstützt der Rotary Club das
Projekt "Sport treiben - lernen - leben" des SV Blau-Weiß
Aasee zur Integration von Flüchtlingskindern. Das Projekt wird
in vier Stufen realisiert.
Stufe 1: In Anlehnung an das aktuelle Programm des Vereins
laden wir Kinder der Geistschule (5. bis 7. Klasse) und des Flüchtlingswohnheims
an der Theißingstraße 17 zu Schnupperkursen für
den Zeitraum von einem Monat ein. Angeboten werden sollen zwei Musikworkshops,
ein Volleyballkurs für Mädchen und ein Fußballkurs
für Jungen. Die Auswahl der Kinder (20-25) erfolgt in Absprache
mit den BetreuerInnen der Institutionen. Die Schnupperkurse enden
mit einer Fahrt zu Warner Bros. Movie World. An dieser Fahrt nimmt
die gleiche Anzahl von Kindern des Vereins teil.
Stufe 2: Die so gewonnenen Kontakte werden genutzt, um auf
einen Sprachkurs für AsylbewerberInnen und Flüchtlingskinder
hinzuweisen. Die Kurse werden von qualifizierten Vereinsmitgliedern
und externen Kräften abgehalten.
Stufe 3: Die TeilnehmerInnen der Kurse werden gezielt auf
das weitere Programm des Vereins hingewiesen, das zur Zeit von über
40 Mannschaften im Spielbetrieb und ca. 20 weiteren freien Spielgruppen
praktiziert wird.
Stufe 4: Bei erfolgreicher Durchführung werden wir
das Projekt erweitern und zusätzliche Lerngruppen einrichten.
Außerdem ist uns daran gelegen, Inhalte und einfache Durchführbarkeit
des Projektes anderen Vereinen zu vermitteln.
Integration ist für den SV Blau-Weiß Aasee selbstverständlich.
Selbstverständlichkeit nicht im Sinne einer Normalität,
die sich aus einer zufälligen Entwicklung ergeben hat, sondern
auf Grund konzeptionell angelegter Strukturen.Mit der Umsetzung
der Stufe 1 ist inzwischen begonnen worden.
Praktikantin Jana Adamini berichtet:"Am 24.03.04 fand ein
Treffen zwischen Vertretern von Blau-Weiß Aasee und Mitarbeitern
der Übergangseinrichtung für Flüchtlingsfamilien
in der Theißingstraße 17 statt. An der Veranstaltung
nahmen Heidrun Bachmann-Schulze, Hugo Domin (beide BWA), Hildegard
Tovar (Abteilung Jugendsozialarbeit) Jelena Grützfeld (Diplom
Sozialpädagogin), Heike Externbrink, Madeleine Weiß und
Jana Adamini (Praktikantinnen bei BWA) teil. Der Verein machte der
Einrichtung ein Angebot zur Hilfe der Flüchtlingsarbeit. Zur
Zeit sind 57 Flüchtlinge im Heim untergebracht, insgesamt befinden
sich 130 Menschen in den Heimen. Davon sind 50% Roma (aus Serbien
und Kosovo).
"Sport als Mittel zur Integration von Flüchtlingskindern"
war das Motto der Versammlung. Den Kindern, die zum Teil aus dem
Kongo, Georgien, Russland und weiteren zehn Nationen stammen, soll
so geholfen werden, sich in die Gesellschaft einzubringen.
Bei den verschiedenen Angeboten des Blau-Weiß Aasee handelt
es sich unter anderem um Turnen, Volleyball, Fußball, Tanz,
Badminton und vielen anderen interessanten Sportarten.
Bereits mit einem Jahr können die Kinder Mitglied werden. Bis
zu ihrem 3. Lebensjahr jedoch nur mit Betreuung der Eltern oder
eines Elternteils. Durch den Sport würden die Kinder, die meist
nicht genügend gefordert werden, Teamgeist und Erfolgserlebnisse
erfahren.
Jana Adamini
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