Archiv für den Monat: Dezember 2016

Umdenken: Immovielien!

immovielienDer Druck auf dem Immobilienmarkt gefährdet die Vielfalt und den Zusammenhalt in unseren Städten. Immovielien können ein Scharnier und Impulsgeber im Stadtteil für soziales Miteinander sein. (J. Gerometta)

Konvent macht sich für gemeinwohlorientierte Immobilien stark und stellt Forderungen // Leipzig, 4.11.16: Zum ersten Mal versammeln sich über 150 Akteure aus Zivilgesellschaft, Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung um gemeinsam neue Lösungen für eine gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung zu finden und ein breites Bündnis einzugehen. Auf dem Konvent „Immobilien für Viele – Gemeinwohl gemeinsam gestalten“, organisiert von der Montag Stiftung – Urbane Räume, fordern Aktivisten aus der „Stadt von unten“-Szene genauso wie Vorstände großer Verbände Verbesserungen bei der Vergabe von Boden, der Finanzierung durch die Banken, der Förderung durch die öffentliche Hand, der unternehmensrechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sowie das Miteinander von öffentlichen Institutionen und gemeinnützigen Immobilien.

Gemeinwohlorientierte Immobilien müssen es in unserer Gesellschaft leichter haben.

„Obwohl gemeinwohlorientierte Immobilien bereits an vielen Orten wertvolle Beiträge für ein lebendiges und sozial gerechteres Miteinander leisten, werden ihnen zu oft Steine in den Weg gelegt. Es ist höchste Zeit, diese aus dem Weg zu räumen, um die positiven Beiträge der Projekte fruchtbar zu machen“, so Frauke Burgdorff und Oliver Brügge, Vorstände der Montag Stiftung Urbane Räume.

Aus diesem Grund diskutierte der Konvent fünf zentralen Forderungen:

Mehr Boden! Gutes Geld! Förderung! Passendes Recht! und Mehr Augenhöhe! für Immovielien – Immobilien für viele.

Damit thematisieren die Akteure zentrale Fragen und Probleme der Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert: Wie können trotz spekulativer Boden- und Immobilienmärkte nachhaltige Konzepte rund um das Wohnen und Zusammenleben in der Nachbarschaft verwirklicht werden? Was hilft Immovielienprojekten auf die Beine? Insbesondere angemahnt wurde die Praxis der Grundstücksvergabe nach Höchstgebot statt nach Konzept. (Publikation incl. Forderungen als PDF: KLICKHIER)

Dazu Christian Stupka von der genossenschaftlichen GIMA e.G. aus München: „Wir brauchen ein Umdenken in der Grundstückspolitik der Kommunen und des Bundes. Die Sicherung langfristiger Ziele ist viel besser als die Realisierung kurzfristiger Gewinne. Dies schafft man durch Vergabeverfahren bei denen Konzepte und Qualitäten im Vordergrund stehen. Steigenden Bodenpreise sind eine leistungslose Geldvermehrung, bei denen die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert werden. Leistungslose Gewinne müssen besteuert und der kommunalen Immobilienpolitik zur Verfügung gestellt werden.“

Mehr zum Konvent, den Forderungen und zu Immovielien findet sich auf: http://www.neue-nachbarschaft.de/

Publikation zum Konvent (PDF): http://www.montag-stiftungen.de/fileadmin/Redaktion/Urbane_Raeume/PDF/Projekte/UrbaneDialoge/Immovielienkonvent/nn-immo-OnlineVersion-v1.pdf


QUELLE: PM Montag Stiftung // http://www.montag-stiftungen.de/montag-stiftungen/pressebereich/presseinformationen/konvent-immobilien-fuer-viele.html