Archiv für den Monat: August 2014

Wir sind nicht PROKON!

Am 23.04.2015 ist das neue Kleinanlegerschutzgesetz vom Bundestag verabschiedet worden. Aktuelle Informationen gibt es hier …

Nicht nur Gemeinschaftliche Wohnprojekte, sondern die verschiedensten Projekte und Initativen, die sich kulturell, sozial oder ökologisch engagieren und durch eine solidarische Finanzierung initiiert oder am Laufen gehalten werden, stehen bald vor einem unlösbaren Problem. Die Prokon-Pleite im Januar hat die Politik aufgeschreckt. Prokon – ein großer Windparkbetreiber – hatte damals offensiv in Tageszeitungen und auf Plakaten um Kredite mit einer Traumrendite von 8% bei den Bürgern geworben.

Die Bundesregierung will noch diesen Herbst das Vermögensanlagegesetz (VermAnlG) verändern. Die bürokratischen Hürden für das Einwerben von Direktkrediten wären für Gruppen wie die unsrigen praktisch unüberwindbar. Direktfinanzierten Wohnprojekten droht das Aus – auch in Münster!

Wir fordern Ausnahmen für …

  • Darlehensgeber*innen, die vornehmlich aus nicht-wirtschaftlichen Gründen Geld anlegen,
  • Anlageformen mit geringen Renditeversprechen,
  • sog. Kleinstkapitalgesellschaften (nach §267a HGB).

Damit eine solidarische
Finanzierung
weiterhin möglich ist!

Um Kleinanleger besser vor solch dubiosen Geschäftspraktiken zu schützen, soll nun der so genannte „graue Kapitalmarkt“ – also Geldgeschäfte, die nicht über Banken abgewickelt werden – strenger reguliert werden.

Was bedeutet das für Gemeinschaftliche Wohnprojekte?

Es gibt unzählige Wohnprojekte, die sich als Genossenschaft, GmbH oder sonst einer Rechtsform solidarisch finanzieren. Bekannte, Verwandte, Gruppenmitglieder selbst oder Mitbürger*innen, die gemeinschaftliche Wohnformen unterstützen wollen, geben diesen Projekten private Darlehen, sog. Direktkredite. Für die allermeisten Geldgeber*innen ist diese Anlage Ausdruck einer praktischen Solidarität für Menschen und Projekte, die sie gut kennen und einschätzen können. Die Renditen fallen in der Regel nicht sonderlich hoch aus. Das ist den Kreditgeber*innen aber egal, denn es steht etwas anders im Vordergrund als Gewinnstreben: Eine Idee soll real werden! Wir sind nicht PROKON! weiterlesen

Die Stadt gehört allen!

Am Samstag2014-08-23-Recht-auf-Stadt-Plakat, den 23.08.2014, fndet ab 14 Uhr an den Aaseekugeln in Münster eine Kundgebung der lokalen „Recht-auf Stadt“-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem ASta der Uni Münster statt.

BuWo wird sich dort neben anderen studientischen lokalpolitischen Gruppen mit einem kurzen Wortbeitrag vorstellen.

Im September 2013 haben wir schon einmal mit der Gruppe zusammengearbeitet. Unsere erste Aktion auf dem Domplatz  fand im Rahmen einer Aktionswoche von „Recht auf Stadt“ statt.

Die Gruppe setzt sich allgemein kritisch mit der Stadtpolitik auseinander und setzt sich für den Erhalt und die Rückgewinnung öffentlichen Raums ein.

Weitere Infos gibt es unter:

https://www.facebook.com/events/1494953390750095/