Kurz vor Schluss schlagen die Wellen hoch
 

 

 
Ein Zweikampf ohne wirklichen Sieger: Niclas Golla (links/08) und Joshua Kleine Bardenhorst (am Boden) schauen dem Ball gebannt hinterher. Foto:
 
Ein Zweikampf ohne wirklichen Sieger: Niclas Golla (links/08) und Joshua Kleine Bardenhorst (am Boden) schauen dem Ball gebannt hinterher. Foto:
(Wilfried Hiegemann)
 

 

 
Münster - Nachdem das Landesliga-Derby zwischen Münster 08 und dem BSV Roxel geradezu ruhig begonnen hatte, kochten gestern zum Ende hin die Gemüter hoch. Schiedsrichter Armin Sieber hatte beim Stande von 1:0 für die Gäste ein Tor von 08-Stürmer Sindou Koné wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung abgepfiffen (79.), sodass Roxel erstmalig unter Leitung von Gundolf Lorenz drei Punkte aus dem 08-Sportpark entführen konnte.

Das Gespann um Sieber wurde nicht nur wegen dieser Entscheidung von 08-Trainer Michael Reer hart kritisiert: „Der Schiedsrichter hat auch bei Kleinigkeiten konsequent gegen uns gepfiffen. Das Tor von Koné war kein Abseits, wenn wir das zugesprochen bekommen, dann gewinnen wir.“

Die erste Halbzeit hatten jedoch die Gäste dominiert: Eine fulminante Volleyabnahme von Manuel Beyer ließ 08-Keeper Moritz Ostrop ohne Chance und brachte die frühe Gästeführung (13.). Einen weiteren Beyer-Schuss wehrte Verteidiger Sven Annas ab (29.). Roxel gab den Gastgebern kaum Raum zur Entfaltung, überzeugte mit aggressivem Pressing. Trainer Gundolf Lorenz war höchst zufrieden: „Ich habe nicht eine Chance von Nullacht gesehen in der ersten Halbzeit, wir hatten sehr gute erste 30 Minuten.“

In der zweiten Hälfte zeigte sich Nullacht verbessert, agierte offensiver. Die besseren Chancen hatte jedoch Roxel, so traf Jens Könemann per Kopf an die Unterkante der Latte (56.). Null­achts Artur Miske scheiterte mit seinem Kopfball hingegen an BSV-Torwart Bernd Lütke-Wiesmann. In der 79. Minute folgte dann die viel kommentierte Entscheidung gegen die Gastgeber. Reer - am Ende mit einem Platzverweis belegt (90.) - blieb trotz des unglücklichen Spielverlaufs optimistisch: „Meine Mannschaft ist psychisch so stabil, dass sie das wegsteckt.“

Münster 08: Ostrop - Annas, Spangenberg, Simon - Köster (75. Suvar), Miske (81. Hövelmann), Abdel Ghany, Speerschneider - Golla, Dircks (65. Koné), Hartung.

Roxel: Lütke-Wiesmann - Fröbel, Seeger, Kleine Bardenhorst, Plischek - Nesar (66. Riepenhof), Böning - Beyer (95. Albers), Reckels, Dransmann (92. Lahutta) - Könemann.