Schon in der 2. Minute lag der Ball im Kasten
von BSV-Keeper Sven Martin. Der Treffer durch den Flugkopfball von Jörg
Segbers fand aber wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung. Roxel schien
vom hohen Engagement der Gastgeber beeindruckt, hielt aber trotzdem gegen. In
der kämpferischen Partie mit hohem Tempo schockte Maximilian Langer in der 23.
Minute mit einem Sonntagsschuss (SCP-Trainer Schallo Adick) aus rund 25 Meter
die Gäste. Nach dem Führungstreffer spielten nur noch die Adlerträger.
Schon in der 32. Minute, Ron Konermann hatte sich schön gelöst und stieß über
die schwache linke Seite der Gäste vor, fand Konermanns präziser Pass in
Nelson Venancio einen dankbaren Abnehmer. Er musste das Runde nur noch über
die Linie in Eckige drücken. Nach einem Eckball gelang Jörg Segbers doch noch
ein Treffer. Per Kopf erzielte er in der 42. Minute den Halbzeitstand.
Nach dem Wiederanpfiff taten die Roxeler deutlich mehr und tauchten auch im
Borghorster Strafraum auf. Einmal musste sogar William Gladisch (49.) in
höchster Not klären.
Doch als in der 53. Minute Michael Heitz die Roxeler Abwehr mit einem tollen
Zuspiel auf Ron Konermann, der freistehend das 4:0 erzielte, aushebelte, war
der Widerstand der Gäste gebrochen. Drei Minuten später konterte Konermann
erfolgreich. Seinen Pass nutzte Heitz zum 5:0 (56.). Nun ließen es die
Gastgeber etwas ruhiger angehen, was Roxel zum Ehrentreffer durch Julian
Seeger (63.), der nach einer Ecke per Kopfstoß erfolgreich war, nutzte. Doch
nur eine Minute später stellte Philipp Lürwer den alten Abstand wieder her.
Danach gab es nur noch einen Aufreger. Der Roxeler Dirk Marquardt (74.) holte
Ron Konermann von den Beinen. Anschließend trat er ihn auf die Hand, was
Konermann mit einem Schubser quittierte. Der Unparteiische zeigte dem
SCP-Stürmer dafür die Rote Karte. Das Vergehen des Roxelers hatten die
Schiedsrichter wohl übersehen.
Dies trübte die Freude der Borghorster zwar, aber Schallo Adick lobte seine
Elf in höchsten Tönen. Auch Timo Kemming räumte ein: „Der Sieg der Borghorster
ist klar verdient. Das Ergebnis ist natürlich schon ein bisschen peinlich.“
VON
WERNER SZYBALSKI, STEINFURT
