Preußen fehlt ordnende Hand
 

 

 
Eine symptomatische Szene: Mit viel Gewurstel ging es in Roxel zu, auf beiden Seiten, aber am Ende hatte der BSV das bessere mit 3:0 für sich.
(Foto: -szy-)
 

-szy- Münster-Roxel/Borghorst. Nun hat es auch die Adlerträger erwischt. Beim Aufsteigerduell in Roxel musste der SC Preußen Borghorst im neunten Spiel erstmals den Platz als Verlierer verlassen. Die Gastgeber gewannen 3:0 (1:0). Dies durchaus verdient, da die ersatzgeschwächten Gäste aus Borghorst zu wenig boten, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Insbesondere in der Offensive gelang den Adlerträgern in Roxel praktisch nichts.


Zunächst hielten sich die Gäste vornehm zurück, so dass nicht nur BSV-Spielertrainer Timo Kemming („Ich hatte den Eindruck, dass für Borghorst die Punkte schon vor dem Anpfiff vergeben waren.“), sondern auch Preußens Coach Schallo Adick Überheblichkeit im Spiel sah: „Ich musste es in der Pause deutlich ansprechen.“

So plätscherten die ersten Minuten dahin, wobei die Roxeler, die fünf Spiele in Folge nicht gewinnen konnten und von ihrem Trainer öffentlich die Leviten gelesen bekommen hatten, deutlich engagierter zu Werke gingen. Teilweise schossen sie auch über das Ziel hinaus oder traten einfach daneben. Einer der Leidtragenden war Philipp Lürwer, der schon nach wenigen Minuten einen Tritt gegen die linke Wade bekam. Nach 20 Minuten musste er passen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Borghorster schon zurück. Nach einem Patzer von SCP-Keeper Sven Cordes, der den Ball nicht festhalten konnte, stand Roxels Spielertrainer Kemming goldrichtig.

Auch in der Folgezeit bäumte sich der Gast nicht auf, sondern spielt so weiter wie bisher. Torgefahr ging nur selten von den Gästen aus. Zumindest Ron Konermann versuchte es immer wieder, musste aber auch erleben, dass die Hausherren rustikal zu Werke gingen. Nach 45 Minuten war auch für den kleinen, quirligen Stürmer verletzungsbedingt Schluss.

Die deutliche Pausenansprache zeigte Wirkung, denn Borghorst war im zweiten Durchgang engagierter. Doch nach vorn lief nicht viel, was auch nicht verwunderlich war. Nelson Venancio und Michael Heitz fehlten von Beginn an und Ron Konermann war auch nicht mehr dabei. Zwar bemühte sich der junge Mario Wies, doch er ist natürlich noch nicht in der Verfassung, so einem Match die Wende zu geben.

„Uns fehlte heute tatsächlich jemand, der das Spiel rumreißen konnte. Roxel war schwach. Nur wir waren heute leider noch schwächer“, räumte Schallo Adick ein, dass sogar der 3:0-Erfolg in Ordnung ginge.

Dies war sicherlich etwas übertrieben, obwohl auch Kemming nur zögerlich anmerkte, dass der Erfolg zu deutlich ausgefallen sei. Dies obwohl im zweiten Durchgang Borghorst das Spiel und Roxel die Tore machte. Immer wieder versuchten es die Gäste mit Distanzschüssen. Marius Wies, Martin Schlattmann und auch Andre Reinke brachten aber den Ball nicht bei Sven Martin im Tor unter. Anders die Roxeler, die fast jede Chance nutzten. In der 70. Minute traf Tobias Fleuter und in der 77. Minute legte Fabian Frönd nach. Beiden Kontertoren gingen krasse Schnitzer der Preußen im Mittelfeld voraus. In der 78. Minute sah zudem Thorsten Blanke gelb-rot.

 


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