Landesliga: BSV Roxel macht bei Amisia das Dutzend voll
 

Rheine. Die Amisen wollten unbedingt spielen. Trotz des Sauwetters. Sie rechneten sich etwas aus in dieser Regen- und Schlammschlacht gegen den BSV Roxel. Doch es kam ganz anders. Trotz einer schnellen 1:0-Führung gingen die Amisen vor eigenem Publikum gegen den Aufsteiger mit 2:5 (1:3) unter. Es war ein mehr als schwacher Trost, dass die Niederlage nicht so heftig ausfiel wie im Hinspiel, da holte sich die Mannschaft um Trainer Maik ter Beek eine 0:7-Klatsche ab. Den Klassenerhalt zu schaffen wird für die Amisen im kommenden Frühjahr eine Herkulesaufgabe.

Entsprechend bedient war der Amisen-Trainer Maik ter Beek. „Was wir uns selbst aufgebaut haben, haben wir nachher mit dem Hintern wieder umgestoßen“, meinte er verärgert. Dicke individuelle Fehler diagnostizierte er als Grund für die herbe Heimpleite. Diese habe Roxel „gnadenlos bestraft“.
 

Gerade mal sechs Minuten waren gespielt, da träumten die Amisen noch von der großen Revanche gegen Roxel, hofften auf einen „Dreier“. Schon früh gingen die Gastgeber 1:0 in Führung. Roxels Torhüter Sven Martin rutschte auf dem seifigen Untergrund weg, und so schlug der Distanzschuss von Alexander Hunold in der Tormitte ein.

Doch Roxel ist für die Kaltschnäuzigkeit seiner Stürmer im Abschluss bekannt. Spielertrainer Kemming staubte bereits in der 18. Minute zum 1:1 ab. Marquardt schob in der 39. Minute zum 2:1 ein, und bereits in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit köpfte Frönd noch zum 3:1 ein.

Die Amisen wollten die Wende, mühten sich, doch sie brachten nicht viel zu Stande. Und sie mussten in der Defensive sehr offen spielen, was Roxel weiter konsequent nutzte. Mittelstürmer Fleuter überwand Amisen-Torhüter Daniel Prager zunächst in der 48. Minute mit einem Aufsetzer, dann gelang ihm in der 65. Minute nach einem Konter auch noch das 5:1. Für die Gastgeber blieb nur ein wenig Ergebniskosmetik, Carsten Jürriens jagte in der 68. Minute das Leder per Flachschuss in die lange Ecke.

Amisia Rheine: Prager – Vaßholz – Wißmann, Ottenhues – Jürriens (76. Krümpelmann), Grotholt (70. Beckmann), Preßmann, Wilpsbäumer – Hunold – Maganga (83. Osmani), Klesper.

Tore: 1:0 Hunold (6.), 1:1 Kemming (18.), 1:2 Marquardt (39.), 1:3 Frönd (45.), 1:4, 1:5 Fleuter (48., 65.), 2:5 Jürriens (68.).
 

 

 
Das tut weh: Amisen-Stürmer Patrick Klesper (l.) wird von seinem Gegenspieler unsanft von den Beinen geholt, aber der fällige Pfiff des Unparteiischen bleibt nicht aus.
(Foto: Rapreger)