7:1-Sieg trotz Roxeler Blitzstart

MÜNSTER Der SC Preußen gewann am Mittwoch auch sein fünftes Testspiel der Vorbereitung. Beim Stadtnachbarn BSV Roxel gewann der Regionalligist standesgemäß mit 7:1 (3:1). Doch ganz zu Anfang gab's eine kalte Dusche.Von Thomas Rellmann

Doppel-Torschütze Wojcieck Pollok (l.) im Zweikampf mit Claus Plischek. (Foto: Tronquet)

 

Die Anfangsviertelstunde an der Tilbecker Straße in Roxel glich einer Kopie. Aufgenommen am Hiltruper Osttor, vor genau einer Woche. Auch dort war der SC Preußen zu Gast innerhalb der Stadtgrenzen. Und auch da gehörten dem gastgebenden Underdog die ersten dicken Chancen. Am Ende schob der Regionalligist an beiden Orten aber sieben Tore ein. Doch da war ein gravierender Unterschied.

Während der TuS vor sieben Tagen ohne Glücksgefühl blieb, erwischte der BSV Roxel den Favoriten eiskalt. 37 Sekunden waren rum, da tankte sich Fabian Frönd rechts durch, legte quer, wo Jürgen Welke knipste – 1:0. Was für ein Auftakt!

Weitere Großchancen

Die linke Seite des SCP war zu Beginn nicht im Bilde. Sie ließ auch zwei weitere Großchancen zu, durch Manuel Beyer (13.) und Claus Plischek (14.). Dass am Ende doch ein 7:1 (3:1) für die Preußen dabei herumkam – kein Wunder. Denn in der verbleibenden Zeit belagerten die meist den Strafraum der Hausherren. Die Konsequenzen waren vor der Pause das 1:1 nach tollem Drehschuss von Wojciech Pollok (19.), das 2:1 nach Sercan Güvenisiks Flanke und Kopfball des kleinen Rico Schmider (34.) sowie das 3:1 nach einer Ecke von Marc Lorenz und Oliver Glödens Bogenlampe mit der Stirn (36.). Güvenisik traf zudem die Latte (24.), Pollok den Pfosten (36.). Die Roxeler kämpften wacker und sorgten zumindest vor der Pause für Entlastung.

Die wurde nach dem Wechsel geringer. Beide stellten taktisch um, der BSV auf eine Dreierkette, der SCP erstmals in diesem Jahr auf eine Raute im Mittelfeld. Arian Zafar scheiterte noch einmal für die Gastgeber an Manuel Lenz (48.), dann erhöhten die Preußen sukzessive. Babacar N’Diaye traf nach Patrick Huckles Flanke (49.), der gegen das Team seines Vaters Gundolf sehr engagierte Lorenz aus der Distanz (54.). Er bereitete auch N’Diayes 6:1 (75.) vor. Bei einem Konter über den genesenen Mehmet Kara setzte Pollok den Schlusspunkt (78.).

Wieder mit Kirsch

Trainer Marc Fascher, der wieder auf Patrick Kirsch, nicht aber auf Hüzeyfe Dogan bauen konnte, meinte: „Wir waren zehn Minuten nicht da. Dann hatten wir Chancen en masse. Der Gegner stand ja manchmal zu acht auf der Linie.“ Sein Gegenüber Gundolf Lorenz hätte gern die Reaktion des Favoriten auf ein 2:0 gesehen, räumte aber ein: „Zwei Dinge passen mir nicht. Dass wir zu viele einfache Bälle verspielt haben und dass einige meinen, sie müssten in so einem Spiel besondere Dinge machen.“ Das Partie verbuchte er dennoch als wertvollen Test.
 
BSV: Schulz (46. Lütke Wiesmann) - Pietrucha (46. Riepenhof), Küpper, Kleine-Bardenhorst, Dransmann (46. Zafar) - Buschung (37. Daldrup), Beyer (46. Albers), Plischek - Marquardt - Welke (46. Tawidde) Frönd (39. Lahutta)
SCP: Lenz - Halet (46. Duah), Kirsch, Mümken, Huckle - Glöden, Schmider (46. Möllering) - Kara, Lorenz (75. Ornatelli) - Güvenisik (46. N’Diaye), Pollok
Tore: 1:0 Welke (1.), 1:1 Pollok (19.), 1:2 Schmider (34.), 1:3 Glöden (38.), 1:4 N’Diaye (49.), 1:5 Lorenz (54.), 1:6 N’Diaye (75.), 1:7 Pollok (78.)