MÜNSTER Der SC Preußen gewann am Mittwoch auch sein fünftes Testspiel der Vorbereitung. Beim Stadtnachbarn BSV Roxel gewann der Regionalligist standesgemäß mit 7:1 (3:1). Doch ganz zu Anfang gab's eine kalte Dusche.

Doppel-Torschütze Wojcieck Pollok (l.) im Zweikampf mit Claus Plischek. (Foto: Tronquet)
Die Anfangsviertelstunde an der Tilbecker
Straße in Roxel glich einer Kopie. Aufgenommen am Hiltruper Osttor, vor genau
einer Woche. Auch dort war der SC Preußen zu Gast innerhalb der Stadtgrenzen.
Und auch da gehörten dem gastgebenden Underdog die ersten dicken Chancen. Am
Ende schob der Regionalligist an beiden Orten aber sieben Tore ein. Doch da
war ein gravierender Unterschied.
Während der TuS vor sieben Tagen ohne Glücksgefühl blieb, erwischte der BSV
Roxel den Favoriten eiskalt. 37 Sekunden waren rum, da tankte sich Fabian
Frönd rechts durch, legte quer, wo Jürgen Welke knipste – 1:0. Was für ein
Auftakt!
Weitere Großchancen
Die linke Seite des SCP war zu Beginn nicht im Bilde. Sie ließ auch zwei
weitere Großchancen zu, durch Manuel Beyer (13.) und Claus Plischek (14.).
Dass am Ende doch ein 7:1 (3:1) für die Preußen dabei herumkam – kein Wunder.
Denn in der verbleibenden Zeit belagerten die meist den Strafraum der
Hausherren. Die Konsequenzen waren vor der Pause das 1:1 nach tollem
Drehschuss von Wojciech Pollok (19.), das 2:1 nach Sercan Güvenisiks Flanke
und Kopfball des kleinen Rico Schmider (34.) sowie das 3:1 nach einer Ecke von
Marc Lorenz und Oliver Glödens Bogenlampe mit der Stirn (36.). Güvenisik traf
zudem die Latte (24.), Pollok den Pfosten (36.). Die Roxeler kämpften wacker
und sorgten zumindest vor der Pause für Entlastung.
Die wurde nach dem Wechsel geringer. Beide stellten taktisch um, der BSV auf
eine Dreierkette, der SCP erstmals in diesem Jahr auf eine Raute im
Mittelfeld. Arian Zafar scheiterte noch einmal für die Gastgeber an Manuel
Lenz (48.), dann erhöhten die Preußen sukzessive. Babacar N’Diaye traf nach
Patrick Huckles Flanke (49.), der gegen das Team seines Vaters Gundolf sehr
engagierte Lorenz aus der Distanz (54.). Er bereitete auch N’Diayes 6:1 (75.)
vor. Bei einem Konter über den genesenen Mehmet Kara setzte Pollok den
Schlusspunkt (78.).
Wieder mit Kirsch
Trainer Marc Fascher, der wieder auf Patrick Kirsch, nicht aber auf Hüzeyfe
Dogan bauen konnte, meinte: „Wir waren zehn Minuten nicht da. Dann hatten wir
Chancen en masse. Der Gegner stand ja manchmal zu acht auf der Linie.“ Sein
Gegenüber Gundolf Lorenz hätte gern die Reaktion des Favoriten auf ein 2:0
gesehen, räumte aber ein: „Zwei Dinge passen mir nicht. Dass wir zu viele
einfache Bälle verspielt haben und dass einige meinen, sie müssten in so einem
Spiel besondere Dinge machen.“ Das Partie verbuchte er dennoch als wertvollen
Test.
BSV: Schulz (46. Lütke Wiesmann) - Pietrucha
(46. Riepenhof), Küpper, Kleine-Bardenhorst, Dransmann (46. Zafar) - Buschung
(37. Daldrup), Beyer (46. Albers), Plischek - Marquardt - Welke (46. Tawidde)
Frönd (39. Lahutta)
SCP: Lenz - Halet (46. Duah), Kirsch, Mümken, Huckle -
Glöden, Schmider (46. Möllering) - Kara, Lorenz (75. Ornatelli) - Güvenisik
(46. N’Diaye), Pollok
Tore: 1:0 Welke (1.), 1:1 Pollok (19.), 1:2 Schmider (34.),
1:3 Glöden (38.), 1:4 N’Diaye (49.), 1:5 Lorenz (54.), 1:6 N’Diaye (75.), 1:7
Pollok (78.)