Roxel überwintert als Liga-Primus

 
Schuss ins Roxeler Glück: Florian Reckels traf aus über 50 Metern zum 2:1-Endstand. Foto: Hackmann
Schuss ins Roxeler Glück: Florian Reckels traf aus über 50 Metern zum 2:1-Endstand. Foto: Hackmann

Glück für Roxel, Pech für Nullacht: Während der BSV mit einem Tor aus über 50 Metern durch Florian Reckels kurz vor Schluss Borussia Emsdetten mit 2:1 bezwangen, mussten sich die Reer-Kicker durch einen zweifelhaften Strafstoß in Burgsteinfurt noch mit 1:2 geschlagen geben.

BSV Roxel – Borussia Emsdetten 2:1 (1:0)

BSV-Trainer Gundolf Lorenz strahlte: Nicht nur über das „Tor des Jahres“ (Lorenz) von Florian Reckels in der 88. Minute zum 2:1, sondern auch über den Fakt, dass seine Elf nun mit drei Zählern Vorsprung auf den TSV Marl-Hüls als Spitzenreiter in die Winterpause geht. „Ich bin überglücklich, wir können jetzt ganz gelassen in die Pause und danach in die Vorbereitung gehen. Diese 35 Zähler nimmt uns niemand mehr“, frohlockte der Roxeler Coach.

Die Zuschauer an der Tilbecker Straße sahen eine durchaus niveauvolle und ausgeglichene erste Halbzeit. Beide Kontrahenten agierten taktisch klug, Torchancen allerdings waren selten. Perfekt dann für die Münsteraner der Zeitpunkt des 1:0. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff war Reckels per Kopf zur Stelle. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, gestand Lorenz, dessen Team in der zweiten Hälfte zwar von den Borussen in weiten Phasen hinten reingedrängt wurde, aber über Konter immer wieder Nadelstiche setzte. Trotzdem schien es am Ende für Emsdetten zu laufen: in der 87. Minute traf Nico Niemeier mit einem Kopfball in den Winkel. Die Freude übers späte Tor war dann jedoch offenbar auf Borussenseite etwas zu groß: Beim Anstoß sah Reckels, dass Keeper Martin Hoppe zu weit vor seinem Kasten stand. Sein Schuss praktisch von der Mittellinie senkte sich über den Emsdettener hinweg zum 2:1 in die Maschen. Roxel brachte das Ergebnis über die Zeit und machte seinen Trainer stolz: „Und zwar weil wir das gespielt haben, was uns stark macht. Wir sind spielerisch nicht überragend, aber wir stehen sehr kompakt. Das ist auch eine Qualität“, so Lorenz, dem bei der anschließenden BSV-Weihnachtsfeier das ein oder andere Kaltgetränk ziemlich lecker geschmeckt haben dürfte.