SC Preußen Münster II – BSV Roxel 4:0 (3:0)

Man könnte drüber streiten, welche Elf ersatzgeschwächter antrat. Aber den Diskurs muss niemand führen nach dem vorletzten Spieltag. Die wohl weniger geschwächten Preußen spielten ziemlich munter drauflos, brauchten allerdings ihre Zeit, bis der erste Treffer den Knoten löste. Per Foulelfmeter traf Hassan Nasrallah (19.), dann legte Semih Aktas per 22-Meterschuss nach (36.) und noch vor der Pause setzte Vincent Heidtmann nach Vorarbeit von Kerim Isiktekin den dritten Treffer.

Es war „mehr möglich“, fand Tasdelen, aber Pfosten und Latte des Sven-Martin-Tores standen dem BSV Pate. Spielfreude konnte Roxel gar nicht entwickeln, selbst die Reaktion fiel manchen Kickern schwer. „Kein Wunder, wenn man so aufstellen muss“, erklärte Timo Kemming sich und anderen die Umstände. Dass Roxel die Zweite stark macht, scheint sich immerhin bezahlt zu machen: Der B-Ligist wahrte seine Chance zum Aufstieg.

Die Preußen hatten mit Patrick Wensing sogar einen A-Juniorenfußballer dabei, der im defensiven Mittelfeld spielte. Den Torreigen des Spiels beendete mit Hüsseyin Kücük mit einem Kopfballtreffer – ausgerechnet einer der Kleinsten traf auf diese Weise, nachdem Isiktekin ihn bedient hatte. „Bei zwei Treffern haben wir gepennt“, musste aus der Sicht von Kemming die Partie nicht so klar ausgehen.

Thomas Austermann