Roxel lässt sich gehen beim 1:6

[11.04.2008 | TA]
Mit einem derben 1:6 (0:3) hat sich der BSV Roxel am Freitagabend in der Landesliga „ein bisschen blamiert.“ Spielertrainer Timo Kemming wertete so nach der ersten Meisterschaftsniederlage seiner Fußballer in 2008. Und attestierte dem Gastgeber und Sieger Preußen Borghorst, „ deutlich besser“ gewesen zu sein.

Das war von Anfang an nicht der Abend des Sechsten, der dem sportlichen Biss des Neunten wenig und dann gar nichts entgegensetzte. „Das sah alles so aus, als glaubten wir, es geht ganz von alleine“, haderte Kemming mit der Einstellung und der geistigen Frische seiner Elf. Die blieb auf nahezu allen Positionen den Beweis der Tauglichkeit schuldig.

„Wir sind mal wieder in diese klassische Situation herein gerutscht, in der man glaubt, man müsse nicht kämpfen und gegenhalten.“ Und so mal eben ist diese Situation nicht mehr zu ändern, nimmt die Partie diesen Lauf.

Drei Stück pro Halbzeit

Borghorst diktierte dem BSV die Abläufe der 90 Minuten und nutzte grobe Lücken im defensiven Mittelfeld und in der Dreierabwehr rigoros aus. In der 15., 28. und 32. Minute griff Roxels machtloser Torwart Sven Martin hinter sich. Und dann klingelte es weiter in der 49., 58. und 62. Minute. Julian Seeger markierte per Kopf auf Künne-Hereingabe zwischendurch das 1:5 (60.). Gefreut hat sich kaum einer.

„Wenn nach dem ersten Treffer schon alle Klappen ´runtergehen, dann nimmt so eine Begegnung diesen Lauf.“ Kemming ärgerte sich nachhaltig, zumal „wir uns selbst die schöne Lage, in der wir uns befanden, sozusagen versaut haben.“

Thomas Austermann