Nach dem Sieg im Lokalderby war FCG-Coach Maik Weßels hocherfreut: „Endlich ist auch rechnerisch alles in trockenen Tüchern“, kam er schnell zu dem Schluss, dass seine Gievenbecker mit 13 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge das rettende Ufer erreicht haben. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr: Bereits nach 20 Sekunden traf Thomas Eichler nur die Latte. Nach Flanke von Eddie Dubiel gelang es auch Niklas Bonnekessel nicht, das Leder im Gehäuse von Roxel-Torwart Sven Martin unterzubringen.
Danach standen die Gievenbecker sehr tief und attackierten die Gastgeber erst spät, dann aber konsequent. Genau diese kraftschonende Marschroute hatte Weßels seinen Kickern im Hinblick auf die sommerlichen Bedingungen mit auf den Weg gegeben. Mit Erfolg: „Gegen die kompakt und tief stehenden Gievenbecker haben wir kein wirksames Mittel gefunden“, war BSV-Coach Timo Kemming nach Spielende ein wenig ratlos. Nur nach Standardsituationen waren die Roxeler gefährlich.
Nach der Pause ging es munter weiter: Florian Lürwer und erneut Thomas Eichler hatten Riesenchancen, endlich den Führungstreffer für den FCG zu erzielen. „Uns fehlt einfach die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor“, beklagte Weßels den verschwenderischen Umgang mit Großchancen. Doch schließlich gelang der von manchen umjubelte Treffer: Der eingewechselte Ismael Atalan zog drei Roxeler Abwehrspieler auf sich, um dann Florian Lürwer in Szene zu setzen, der aus kurzer Entfernung zur Führung einschob (55.).
Der Platzverweis für BSV-Akteur Dirk Marquardt (75./Gelb-Rot) spielte dem FCG in die Karten. Am Ende war der Sieg für Weßels „Dank der taktischen Disziplin hochverdient“. Kollege Kemming war enttäuscht: „In einem Derby muss man sich zusammenreißen und mehr investieren“, vermisste er das Engagement.

Hinten steht die Null, vorne geht ein Schuss rein: Niklas Bonnekessel (l.) und der FCG sind sorgenfrei in der Landesliga. [Fotos (2): Austermann]