Die Roxeler Durststrecke nach drei verlorenen Spielen ist ersteinmal beendet: Im Landesliga-Nachholspiel sicherte sich der BSV bei Gastgeber YEG Hassel ein 1:1.
Dabei waren die ersten 45 Minuten „einfach nur zum Vergessen“, ärgerte sich BSV-Trainer Timo Kemming: „Wir haben gefühlte 99 Prozent der Zweikämpfe verloren. Da können wir von Glück sagen, dass wir nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause gegangen sind.“ Tatsächlich machten die Gelsenkirchener aus ihrer klaren Überlegenheit aus ihrer Sicht zu wenig. Lediglich in der 21. Minute kam der türkische Klub zum Torerfolg.
In der Halbzeitpause waren die Münsteraner wohl auf eine heftige Ansprache ihres Coaches vorbereitet. Doch der überraschte mit Schweigen: „Mir ist einfach nix eingefallen. Ich habe überlegt, aber da ging dann auch die Zeit langsam aus. Was soll ich da auch sagen“, fragte sich Kemming, „denn entscheidend ist doch, dass die Jungs das, was sie können, auch umsetzen. Da braucht man nicht zu brüllen oder zu drohen.“
Wie auch immer – der Coach bekam nach dem Seitenwechsel in jedem Fall eine andere BSV-Mannschaft zu sehen. Der Einsatz stimmte, und dann bald auch das Ergebnis: Nach einer guten Stunde bugsierte Dirk Marquardt das Leder nach einer Ecke aus dem Gewühl ins Tor zum Ausgleich. Die Roxeler hatten sogar noch ein, zwei gute Einschussmöglichkeiten, „doch nach dieser ersten Hälfte wäre das des Guten zu viel gewesen, wenn wir alle drei Punkte mitgenommen hätten“, gestand Kemming, der mit dem einen Zähler leben konnte.
Lutz Hackmann
