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Gutes Gebiss geht vor Gehorsam
Boxer buhlen um Bundesqualifikation
Münster (mbo) - Aufgeregt möchte die junge Boxer-Hündin nach dem Spielzeug greifen. Doch ihre Besitzerin hindert sie daran. Während der Begutachtung des Richters muss sie sich ruhig verhalten. Das gefällt dem knapp einjährigen Tier gar nicht. Mit einem lautstarken »Wuff« kündigt der Hund Proteste an. Der Richter sieht es gelassen. Schließlich kam es am Sonntag bei der "Landesgruppen-Zuchtschau Westfalen" der münsterischen Gruppe des Boxer-Klubs München nicht auf gutes Gehorchen an. Auf einen guten Körperbau, ein gutes Gebiss und die Gangart der Tiere legten die beiden Preisrichter Inge Gerwin und Emil Skruschny Wert.
107 Hunde waren gemeldet. "Es wollten noch mehr teilnehmen. Aber wir mussten leider schon einigen Besitzern absagen, da es sonst zu voll geworden wäre", berichtete Zuchtschau-Leiter Friedhelm Trieb. Denn jeder Richter darf nur 55 Hunde am Tag beurteilen. Das schreibt das Statut genau fest. Die Zuchtschauen sind bei den Besitzern beliebt, wollen sie mit ihren Tieren Erfolge erzielen. "Wer hier erfolgreich abschneidet, bekommt eine Qualifikation für die Bundeswettbewerbe", sagte Trieb.
Von diesen "Anwaltschaften" muss der Züchter gleich mehrere vorlegen, um sein Tier dort anmelden zu können. Die Teilnehmer reisten daher mit ihren Hunden aus ganz Deutschland und den Niederlanden an. Auf einer Zuchtschau herrschen strenge Vorschriften. Das Impfbuch muss jeder Hundehalter schon am Eingang vorlegen. Ebenso überprüften Veterinäre die Tiere. Für manchen hatte sich der Aufwand am Ende gelohnt. Für den Sieger gab es neben der Zulassung zu den Bundeschampionaten einen Pokal, für den Boxer eine Belohnung in Form eines Leckerchens ...
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