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Pfötchen geben war die erste Aufgabe: die 14-jährige Pauline
nahm mit ihrer Zwerghündin am Jux-Turnier teil.     Foto: Zinke
Auch die Harmonie war von Bedeutung
Jux-Turnier für Hundebesitzer und ihre Tiere
Von A. Zinke - MZ vom 18.06.02
Nienberge.   Sähen Men­schen so unter­schied­lich aus wie Hun­de, hiel­te man sei­nen Nach­barn viel­leicht für ein We­sen aus fer­nen Ga­la­xien. Den Vier­bei­nern ma­chen die äußer­li­chen Unter­schie­de aller­dings herz­lich wenig aus, und so misch­te beim Jux-Tur­nier des Boxer-Clubs Nien­berge am Sonn­tag al­les mit, was bellt und wed­elt - vom quir­li­gen Zwerg­pu­del im Ta­schen­for­mat bis zum leicht ge­lenk­schwa­chen und en­gels­ge­duld­igen La­bra­dor.
   Einen Parcours mit 20 Sta­ti­o­nen muss­ten Hund und Herr­chen oder Frau­chen be­wäl­ti­gen, es ging um Ge­schick­lich­keit, In­tel­li­genz und Ner­ven­stärke. Punk­te be­kam, wer die Wurst unter dem Blu­men­topf nicht nur er­schnüf­fel­te, son­dern auch her­vor­hol­te. Beim Sla­lom wie­de­rum durf­ten sich auch hung­rige Hun­de­seel­en nicht von den ver­steck­ten Lecke­rei­en ab­len­ken las­sen. Au­ßer­dem galt es, ru­hig über eine knis­tern­de Pla­ne zu lau­fen, dem Jagd­trieb zu wid­er­ste­hen, sich nicht von flie­gen­den Ten­nis­bäl­len ir­ri­tie­ren zu las­sen und auf ei­nem schwan­ken­den Tram­po­lin Platz zu neh­men.
   "Die schwie­rig­ste Auf­ga­be aber ist für Mensch und Hund,
eine kleine Strecke bei Fuß und rück­wärts zurück­zu­legen", stell­te Orga­ni­sa­to­rin Karin Seifert fest. Kein Prob­lem für Dac­kel, Schnau­zer oder Misch­ling war es da­ge­gen, auf ein Po­dest zu sprin­gen und wohl­er­zo­gen die Pfo­te zu rei­chen.
   Aller­dings gab es nicht nur Punk­te für erle­dig­te Hürden, son­dern auch für die Har­mo­nie zwi­schen Vier- und Zwei­bei­nern."Wir ach­ten da­rauf, dass die Men­schen lie­be­voll und ge­dul­dig mit ihren Hun­den um­ge­hen. Und auch Ein­falls­reich­tum zählt: "Wer sei­nen jun­gen Hund über ein Hin­der­nis trägt, wird schließ­lich nicht dis­quali­fi­ziert", er­klärt Karin Seifert. Hunde, die sol­che Auf­ga­ben ge­mein­sam mit ih­rem Be­sit­zer meis­tern, sei­en außer­dem aus­ge­gli­che­ner und be­last­ba­rer.
   Für alle Teil­neh­mer gab es nach­her Ur­kun­den, für die Sie­ger so­gar Po­ka­le. Und wer nach dem Mit­tag­es­sen noch ein we­nig Zeit hat­te, konn­te sich da­von über­zeu­gen, dass die Auf­ga­ben des Jux-Tur­niers noch stei­ge­rungs­fähig sind: in ei­ner Vor­füh­rung wur­den Hun­de in der Er­zie­hungs­ar­beit vor­ge­stellt, und an­ge­hen­de Ak­ro­ba­ten auf vier Bei­nen präsen­tier­ten Kunst­stücke.
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