Die Zeit muß kommen, da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung
einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit
erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt
beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege
erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen.
Ein solcher Friede erfordert es, daß die Großmächte sich um der Ruhe der Völker
der Erde willen zu völliger Aussöhnung untereinander entschließen. Sollte ein
König die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so müssen sich alle vereint
erheben und ihn daran hindern.
(Bahá'u'lláh (1817 - 1892), Ährenlese, 117)
O Menschenkinder!
Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staube erschaffen haben? -
Damit sich keiner über den anderen erhebe. Erwägt immer im Herzen, wie ihr
erschaffen wurdet. Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es
euch, wie eine einzige Seele zu sein, in gleicher Weise zu wandeln, in gleicher
Weise zu essen und im gleichen Lande zu wohnen, auf daß aus eurem innersten
Wesen durch eure Taten und Handlungen die Zeichen der Einheit und das
Wesen der Loslösung sichtbar werden. Dies ist Mein Rat an euch, o Scharen des
Lichts. Beachtet diesen Rat wohl, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume der
höchsten Herrlichkeit erlanget.
(Bahá'u'lláh, "Die Verborgenen Worte")
O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine
Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine
Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den
Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der
Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden.
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, Nr. 110)
O Gefährte Meines Thrones!
Höre nichts Schlechtes und sieh nichts Schlechtes, erniedrige dich nicht und
klage nicht. Sprich nichts Schlechtes, damit du nichts Schlechtes hören mußt,
und vergrößere die Fehler der anderen nicht, damit deine eigenen Fehler nicht
groß erscheinen. Wünsche nicht die Erniedrigung eines anderen, damit deine
eigene Niedrigkeit nicht offenkundig werde. Verbringe alsdann die Tage deines
Lebens, die weniger sind als ein flüchtiger Augenblick, mit makellosem Gemüt,
unbeflecktem Herzen, reinen Gedanken und geheiligtem Wesen, damit du diese
irdische Hülle frei und zufrieden ablegen, dich zum geheimnisvollen Paradiese
begeben und immerdar in dem ewigen Königreich wohnen mögest.
(Bahá'u'lláh, Die Verborgenen Worte)
Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Satz ist: Ihr seid die Früchte
eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger
Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der
Wahrheit, bezeugt Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze
Erde erleuchten kann.
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, Nr. 132:3)
O mein Gott, o mein Gott! Einige die Herzen Deiner Diener und enthülle ihnen
Deinen großen Plan. Mögen sie Deinen Geboten folgen und Deine Gesetze
halten. Hilf ihnen, o Gott, in ihrem Bemühen, und verleihe ihnen Kraft, Dir zu
dienen.
O Gott! überlasse sie nicht sich selbst, sondern lenke ihre Schritte durch das Licht
Deiner Erkenntnis, und beglücke ihre Herzen durch Deine Liebe. Wahrlich, Du
bist ihr Helfer und ihr Herr.
(Ein Gebet Bahá'u'lláhs; Gebete, S. 288, Nr. 190)
Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen
Menschengeschlecht hingibt. Das höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist,
wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen.
An anderer Stelle hat er verkündet: Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland
liebt, sondern wer die ganze Welt liebt.
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, 117)
Jede Zeit hat ihr eigenes Problem, jede Seele ihre besondere Sehnsucht. Das
Heilmittel, dessen die Welt in ihren gegenwärtigen Nöten bedarf, kann nicht das
gleiche sein, das ein späteres Zeitalter erfordern mag. Befaßt euch gründlich mit
den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer
Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, 106:1)
Betrachte mit deinem inneren Auge die Kette der aufeinanderfolgenden
Offenbarungen, die die Manifestation Adams mit der des Báb verbindet. Ich
bezeuge vor Gott, daß jede dieser Manifestationen durch das Wirken des
göttlichen Willens und Heilsplanes herabgesandt wurde, daß jede Träger einer
besonderen Botschaft war, daß jede mit einem göttlich offenbarten Buche betraut
und beauftragt war, die Geheimnisse einer machtvollen Tafel zu enthüllen. Das
Maß der Offenbarung, das jeder von ihnen eigen ist, war genau vorherbestimmt.
Dies, wahrlich, ist ein Beweis Unserer Gnade für sie, wenn ihr doch zu denen
gehörtet, die diese Wahrheit begreifen!...
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, Nr. 31)
Wahrlich, Ich sage, dies ist der Tag, an dem die Menschheit das Angesicht des
Verheißenen schauen und Seine Stimme hören kann. Gottes Ruf ist erhoben,
und das Licht Seines Antlitzes ist über den Menschen aufgegangen. Es geziemt
einem jeden, die Spuren jedes eitlen Wortes von der Tafel seines Herzens zu
löschen, und mit offenem und unvoreingenommenem Sinn fest auf die
Zeichen Seiner Offenbarung, die Beweise Seiner Sendung und die Zeichen
Seiner Herrlichkeit zu schauen.
Groß fürwahr ist dieser Tag! Die Hinweise in allen heiligen Schriften auf ihn als
den "Tag Gottes" bezeugen seine Größe. Die Seele jedes Propheten Gottes und
jedes göttlichen Boten hat nach diesem wundersamen Tag gedürstet. Alle
Geschlechter der Erde haben sich in gleicher Weise danach gesehnt, ihn zu
erleben.
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, Nr. 7)
Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen
die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel
fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich.
('Abdu'l-Bahá (1844 - 1921), Briefe und Botschaften, 227:18)
Der Krieg und seine Veheerung haben die Welt verwüstet. Die Erziehung der
Frau wird ein gewaltiger Schritt zur endgültigen Abschaffung des Krieges sein,
denn die Frau wird ihren Einfluß gegen den Krieg geltend machen. Die Frau
hegt das Kind und führt den jungen Menschen zur Reife. Sie wird sich weigern,
ihre Söhne auf dem Schlachtfeld zu opfern. (...) Sicherlich wird die Frau den
Krieg unter den Menschen abschaffen.
('Abdu'l-Bahá , Promulgation of World Peace, S. 108)
Von allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit. Wende dich nicht ab von
ihr, wenn Du nach mir verlangst, und vergiß sie nicht, damit Ich dir vertrauen
kann. Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen
anderer, und durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht durch die deines
Nächsten. Bedenke im Herzen, wie du sein solltest. Wahrlich, Gerechtigkeit ist
Meine Gabe und das Zeichen Meiner Gnade. So halte sie dir immer vor Augen.
(Bahá'u'lláh, Verborgene Worte/ arab. 2)
Der Menschen Licht ist die Gerechtigkeit. Löscht es nicht nicht durch den Sturm
der Tyrannei. Der Zweck der Gerechtigkeit ist das Zustandekommen von Einheit
unter den Menschen.
(Bahá'u'lláh, Botschaften aus 'Akká, 6:26)
O ihr Menschenkinder! Der Hauptzweck, der den Glauben Gottes und Seine
Religion beseelt, ist, das Wohl des Menschengeschlechts zu sichern, seine
Einheit zu fördern und den Geist der Liebe und Verbundenheit unter den
Menschen zu pflegen. Laßt sie nicht zur Quelle der Uneinigkeit und der
Zwietracht, des Hasses und der Feindschaft werden. Dies ist der gerade Pfad, die
feste, unverrückbare Grundlage. Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist,
dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt nie beeinträchtigen, noch
wird der Ablauf zahlloser Jahrhunderte seinen Bau untergraben. Unsere
Hoffnung ist, daß sich die religiösen Führer der Welt und ihre Herrscher vereint
für die Neugestaltung dieses Zeitalters und die Wiederherstellung seiner
Wohlfahrt erheben werden. Laßt sie, nachdem sie über seine Nöte nachgedacht
haben, zusammen beraten und nach sorgsamer, reiflicher Überlegung einer
kranken, schwer leidenden Welt das Heilmittel darreichen, dessen sie bedarf.
(Bahá'u'lláh, Ährenlese, 110)