Wir Bahá'í in Münster glauben wie alle Bahá'í, daß diese Begriffe Visionen unserer Zukunft beschreiben, die sich auf jeden Fall verwirklichen lassen. Diesen Glauben haben wir nicht nur, weil die Verwirklichung dieser Ideale allein das Fortbestehen der Schöpfung sichert, sondern auch, weil Gott uns durch seinen Offenbarer Bahá'u'lláh ihre Verwirklichung zugesagt hat. Aufgrund dieser Zusage begegnen die Bahá'í den gegenwärtigen Problemen ohne Zukunftsangst. Sie arbeiten weltweit auf die Verwirklichung der Visionen hin, indem sie den Leitlinien ihrer Religion folgen und die konkreten Vorschläge für eine bessere Zukunft in die Tat umsetzen.
So existiert beispielsweise auch in Münster seit 1977 ein Geistiger Rat, der ein Bestandteil einer weltumspannenden Bahá'í -Verwaltungsstruktur ist, die wir der Menschheit als Modell anbieten. In den Institutionen dieser Ordnung werden Entscheidungen aufgrund von gleichberechtigter, allein auf das Ziel gerichteter Beratung getroffen, und ihre Konzeption unterbindet jegliche Machtausübung einzelner. Der lokale Geistige Rat verwaltet nicht nur die Angelegenheiten der Bahá'í -Gemeinde in Münster, er steht allen Münsteranern zur Beratung zur Verfügung.
Die hiesige Gemeinde, in der bislang acht Nationalitäten vereint sind, setzt sich mit regelmäßigen Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog, sowie für die Völkerverständigung ein. Im Bahá'í-Frauen-Forum-Münster arbeiten Frauen und Männer gemeinschaftlich für eine Gleichberechtigung der Geschlechter. Allen Bahá'í ist bewußt, daß diese Ziele letztlich nur verwirklicht werden können, wenn jeder bereit ist, sich zu wandeln und einen Dienst für die Menschheit zu leisten. Jeder Bahá'í bemüht sich darum täglich um eine Vertiefung seiner persönlichen Beziehung zu Gott, um mit seiner Hilfe zu einem friedvolleren, liebevollen Menschen zu werden, der anderen möglichst gerecht und vorurteilsfrei begegnet.
Wir sind freuen uns, diesen ganzheitlichen Weg zu einer friedvolleren Zukunft gefunden zu haben, und möchten ihn allen Menschen anbieten. Darum stellen wir unsere Religion in der Öffentlichkeit dar und sehen auch dies als einen Beitrag zur Verwirklichung der Visionen an.