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Die Bahá'í-Hochschulgruppe Münster



Übersicht



Wir über uns...

Iraner, Türken, Serben und Deutsche engagieren sich gemeinsam in der Bahá'í-Hochschulgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, die kulturelle und religiöse Verständigung von ausländischen und inländischen Studierenden zu fördern. Seit 1992 arbeiteten Münsteraner Studierende, mittlerweile schon die zweite Studierendengeneration, kontinuierlich in der Bahá'í - Hochschulgruppe mit, die mit Verbänden und Organisationen vor Ort, sowie anderen Studierendenorganisationen gemeinsam an dem Ziel der Verständigung arbeitet. Als Studierendenorganisation bringt die Bahá'í-Hochschulgruppe Studierenden der unterschiedlichsten Fachbereiche von den Sozialwissenschaften über die Medizin bis hin zur Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie zur Orientalistik unter einen Hut, damit jeder seine Erfahrungen in die Vorbereitung der Diskussionsveranstaltungen einbringen kann.

So facettenreich wie die Nationalitäten ihrer Mitglieder ist auch das Veranstaltungsprogramm der Bahá'í-Hochschulgruppe, das sie während jedes Semesters Münsteraner Studierenden und interessierten Bürgern zum Angebot macht. Neuankömmlingen bietet sie in der Universitätsstadt mit einer "Multikulturellen Semesteranfangsfahrradtour" eine erste Anlaufstelle. Mit dem Drahtesel erkunden die Mitglieder der Hochschulgruppe die Innenstadt und weisen dabei besonders auf die kulturellen Einrichtungen hin. Vor allem ausländische Studierenden nutzen gerne dieses Angebot, um Einrichtungen kennenzulernen, in denen multikulturelle Veranstaltungen angeboten werden.

Einmal im Monat diskutieren die Mitglieder der Bahá'í-Hochschulgruppe bei interreligiösen Gesprächskreisen mit Vertretern anderer in Münster ansässiger Religionen, wie Buddhisten, Muslimen und Christen. So sollen Berührungsängste und Mißtrauen der Religionen untereinander abgebaut werden und Voraussetzungen zur freundschaftlichen Koexistenz geschaffen werden. In ihrem Vorlesungs- und Diskussionsveranstaltungsangebot versuchen die Mitglieder der Bahá'í-Hochschulgruppe auch die Religion der Bahá'í darzustellen, um zu zeigen, daß viele Wege zu Gott führen und um Vorurteile abzubauen. Dort stellen sich Bahá'í Studierende mitunter kontroversen und kritischen Diskussionen.

Ein Forum für kulturellen Austausch zu bieten, versteht die Bahá'í-Hochschulgruppe als eine ihrer Aufgaben an der Westfälischen Wilhelms-Universität. So organisierte sie unter anderem in der Begegnungsstätte "Die Brücke" eine Kunstausstellung zu dem Thema "Die Erde ist nur ein Land". Sie beteiligt sich außerdem durch Veranstaltungen oder Informationsstände am Uni-Fest , an den Interkulturellen Wochen, am Weltkindertag und am Frauentag.

Besonders der Iran steht im Mittelpunkt des politischen Interesses der Hochschulgruppe, und zwar aus schlechtem Grund: Mit Ringvorlesungen, Podiumsdiskussionen und Informationsmaterial wiesen die Studierenden schon oft auf die desolate Menschenrechtssituation im Iran hin. "Hinweisen ohne Einmischung", so die Devise der Studierenden, die das Bewußtsein ihrer Kommilitonen für die Problematik im Iran schärfen wollen ohne sich zu politisieren. Briefe an den iranischen Botschafter in Bonn sind jedoch einer der Versuche etwas gegen die Menschenrechtsverletzungen, die im Iran auch gegen Bahá'í wegen ihres Glauben vorkommen.