Religionsphilosophie |
||
|
|
Die Religionsphilosophie ist ein Bereich der Philosophie, der sich mit den Grundfragen der Religion(en) beschäftigt. Sie befasst sich mit dem Wahrheitsgehalt religiöser Weltanschauungen verschiedener Religionen, z.B. mit der Offenbarungslehre, der Unsterblichkeit, der Rechtfertigung Gottes (Theodizee) und der Endlichkeit des Menschen und versucht, diese Anschauungen, sowie andere Lebensorientierungsversuche der Religion(en), zu analysieren. | |
|
|
Der Religionsphilosophie geht es in dieser Hinsicht aber hauptsächlich darum, die Strukturen und Eigenarten der religiösen Riten und Traditionen zu beschreiben. Sie befaßt sich also demnach "mit der Problematik der Gültigkeit einer religiösen Fragestellung, nicht aber mit der Wirklichkeitsfrage" (Encarta), für die sich jeder selbst entscheiden muß. | |
|
|
Des weiteren hinterfragt die Religionsphilosophie, in wieweit man Denken und Handeln mit einer religiösen Weltanschauung rechtfertigen darf. | |
|
|
In der Religionsphilosophie steht, anders als bei der Theologie, nicht der Glaube im Mittelpunkt der Betrachtungen, sondern das rationale Denken, weil nicht jeder Mensch über religiöse Erfahrungen verfügt, nach denen er entscheiden könnte. Die Religionsphilosophie geht davon aus, dass das Zusammenleben der Menschen nicht von Gott, sondern von den Menschen selbst bestimmt wurde. Nach einigen Weiterentwicklungen, vor allem seit den 1970er Jahren vergleicht die Religionsphilosophie außerdem verschiedene Zeugnisse von Religionen und analysiert die Form der religiösen Sprache. "Damit verschiebt sich die Frage nach dem Wesen der Religion zur Frage nach der religiösen Sprache" (Encarta). | |
| Charakteristisch für die Religionsphilosophie ist eine positive Beziehung zur Religion. Die Religionskritik, eine spezielle Form der Religionsphilosophie, richtet sich gegen Gott und Religion selber. "Sie versucht, Religion als falsches Bewußtsein zu entlarven" (Einführung in die Philosophie). | ||
| Feuerbach (1804-1892), ein Religionskritiker wie auch Marx, Nietzsche oder Lessing, versuchte die Religionsphilosophie und die Theologie auf die Anthropologie zu reduzieren ("Gott ist im Grunde das Wesen des Menschen selbst"; "An die Stelle der Menschwerdung Gottes muß die Gottwerdung des Menschen treten"). | ||
Quellen:
|
||
|
Autor/Autorin:sarah
kleinpaß/ stefan bergmann
14.10.00 |
||